Die Rechten mögen Info3 nicht

Wie man hört, waren die überregionalen Sitzungen anthroposophischer Redakteure und Verleger schon früher kein Hort der Einigkeit; so mancher Schreiber fuhr insbesondere in den Gedanken an Jens Heisterkamp und „die Info3- Clique“ dorthin mit pelziger Zunge und dunkel bewölkten Gedanken. Diese Liberalen, Globalisten und spirituell Aufgeschlossenen unter den anthroposophischen Publizisten haben aber nicht nur in der Szene einen schweren Stand, nein selbst das (nach eigener Einschätzung) elitäre Leitmedium der neuen Rechten, die Vordenker der AfD unter Leitung des Hipster- Schlossherrn und Publizisten, ja „geistigen Führers“ (FAZ) Götz Kubitschek aus Schnellroda widmet sich jetzt Info3. Kubitschek und seine Frau mögen, nach Informationen der FAZ, Ziegenkäse, Wehrsportgruppen und Leni Riefenstahl. Die Info3 mögen sie nicht.

Jedenfalls kommt die anthroposophische Zeitschrift in einem aktuellen Artikel Caroline Sommerfelds in Kubitscheks Blättchen Sezession -„Den Weltgeist verraten und verkauft“ -, wie der Titel des Artikels schon verrät, nicht gerade gut weg. Sommerfeld möchte dabei untersuchen, wie der „Mainstream“ in dieser Szene, die ja „ein bißchen anders als die anderen“ ist, tickt- wobei schon diese Ursprungsfrage ganz offensichtlich voreingenommen ist, da der Begriff „Mainstream“ für die Rechten negativ besetzt ist.

Dabei gibt es eine gewisse ideologische Nähe zu Rudolf Steiner, da dieser, wie Sommerfeld meint, ein strammer Anti- Amerikaner, „Antiglobalist“ und gegen den Marxismus gewesen sei. Steiner sei auch gegen die „verdiesseitigte Massengesellschaft“ gewesen, was ihn eigentlich dazu geeignet zu machen scheint, von der neuen Rechten vereinnahmt zu werden: „Klar ist nur: links ist er nicht! Klar ist auch: der „wirklich freie Geist“ ist einer, der eben nicht in der durchökonomisierten, rhetorisch durchmoralisierten, verdiesseitigten Massengesellschaft zu finden ist. Das „Übersinnliche“ muß ich an dieser Stelle nicht theosophisch-esoterisch ausdeuten, sondern nur als Chiffre nehmen für die zitierte „ Freiheit, daß man sich nötigenfalls den äußeren Verhältnissen entgegenstemmen kann“.“

Da ist sie einigermaßen ernüchtert von den Positionierungen Jens Heisterkamps in diesem Info3- Heft, das sie offenbar gerade vorliegen hat: „Er sieht den „Versuch reaktionärer Kräfte, den Zusammenhalt der Nation wieder vom 'Volk' und vom Völkischen her zu denken“, als „geistiges Krankheitssymptom.““ Das tut ihr weh, so weh, ebenso wie die Bekenntnisse zu einer offenen Gesellschaft und gar zum Oberschurken der Antiglobalisten, George Soros: „„Info 3“ bekennt sich auf den folgenden Seiten fröhlich zur „Offenen Gesellschaft“, denn die gepriesene Initiative „Die Offene Gesellschaft“, an der auch mehrere anthroposophische Institutionen teilhaben, ist ein Ableger der „Open Society Foundation“ des Oberglobalisten und NGO-Finanziers George Soros.“ So schreibt sich Sommerfeld die Finger wund und klagt gegen die „antirechte Propagandanummer“, internationale Konferenzen am Goetheanum und Waldorfschulen, die es wagen, Feste der Weltreligionen „munter“ (auch noch gut gelaunt, offensichtlich!) durcheinanderzufeiern. Das alles riecht doch sehr nach Liberalismus und Weltoffenheit. Nicht einmal Alexander Dugin mögen diese heutigen Anthroposophen, die die schönsten Hoffnungen der Rechten auf einen in ihrem Sinne gestrickten Rudolf Steiner einfach nicht erfüllen wollen. Die heutigen Anthroposophen- die „haben Steiners Freiheitsbegriff mir nichts, dir nichts, an Clinton und Soros verraten und verkauft. Pfui Teufel, oder auch Ahriman!

So wendet sich Frau Sommerfeld und mit ihr die „Sezession“ mit Grauen ab. Glücklicherweise hat sie nicht so genau hingesehen. Bei den Basler „Europäern“ wäre sie sicher ganz in ihrem Sinne fündig geworden. Aber glücklicherweise sind ihre Recherchen in der Szene so hohl wie oberflächlich, so voreingenommen wie ideologisiert.

Kommentare

  1. Die Philosophin Sommerfeld zitiert Steiner aus GA 333 (1919) über zwei Wege, den linken und den rechten Weg. Die zwei Wege sind hier offenbar gemeint wie linke und rechte Hand, schlecht und gut.
    Sie sagt daher zurecht: “Daß der „rechte Weg“ im parlamentarischen Sinne der 20er Jahre gemeint wäre, würde Steiner unnötig zurechtbiegen. Klar ist nur: links ist er nicht!“. Allerdings dann, umfasst ‘links’ hier Lenin genau so wie Wilson.

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    1. "Info 3" wird von den Braunen um Götz Kubitschek gelesen.

      Auch "Egoistenblog.blogspot" wird gelesen:
      http://querfrontseiten.blogspot.de/2017/04/linkswahler-ganser-ist-entsetzt-dass.html

      Mit Leseempfehlung zu: "Daniele Ganser und die anthroposophische Presselandschaft"
      Und Verlinkung im Kommentar.

      Thema: Daniele Ganser und seine Querverbindungen zur AfD, Putin Hetz-Blog Propagandaschau, Rubikon, Ken FM, Pax Terra Musica, Heiko Schrang, Free21, Michael Vogt usw. Dazu die Absage beim Mittelstandsforum des AfD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen weil verschiedene Medien ihn versuchen "zu diffamieren und auch die AfD in die rechte Ecke zu rücken".

      Ausführlicher dazu die Aargauer Zeitung:

      "…Das Mittelstandsforum des AfD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (NRW) hatte den Schweizer Friedensforscher und Publizisten zu einem Vortrag nach Deutschland eingeladen. Mittelstandsforum-Sprecher ist AfD-Mann Matthias Gellner, der für den Landtag von NRW kandidiert.

      Nun hat der Basler seinen Auftritt abgesagt. Auf seiner Internetseite zitiert das Mittelstandsforum Daniele Ganser mit den Worten: «Es herrscht ein Informationskrieg. Ich kann zu dieser Veranstaltung leider nicht kommen.» Die Organisatoren veröffentlichten zudem ein Schreiben, in dem Ganser seine Absage erklärt.

      Doch weil verschiedene Medien derzeit versuchen, mich wegen meiner Forschung zu den Nato-Kriegen und zu WTC7 (World Trade Center 7, Anm. der Redaktion) zu diffamieren und auch die AfD in die rechte Ecke rücken, kann ich diesen Vortrag leider nicht halten.»… "

      Siehe:
      Daniele Ganser sagt AfD-Auftritt ab: «Es herrscht ein Informationskrieg, ich kann leider nicht kommen»
      http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/daniele-ganser-sagt-afd-auftritt-ab-es-herrscht-ein-informationskrieg-ich-kann-leider-nicht-kommen-131179614

      Mittelstandsforum des AfD-Landesverbandes:
      http://mittelstandsforum-nrw.de/

      Absage:
      http://mittelstandsforum-nrw.de/img/absage.jpg

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    2. Das passt auch noch ergänzend und aktuell dazu:

      Kriegsverbrecher Obama und die Lückenpresse.
      Der Populärhistoriker Daniele Ganser referierte am Freitag in Winterthur. Seine Kritik an der amerikanischen Regierung kam beim Publikum gut an.

      http://www.landbote.ch/news/standard/kriegsverbrecher-obama-und-die-lueckenpresse/story/19905787

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    3. Daniele Ganser ist entsetzt darüber, dass die AFD in die rechte Ecke gerückt wird. Hahaha! Er ist definitiv der Operetten Star der ganzen Szene und warum ist diese ganze Szene so gegen Soros?
      "2006 veröffentlichte Ganser einen Zeitungsartikel mit seinen Thesen. «Seither habe ich Probleme und werde als Verschwörungstheoretiker diffamiert», klagt er. «Doch ich beuge mich nicht.» " Dieser Friedensforscher vergleicht seinen Kampf mit dem der Weissen Rose, es gibt ja auch Bilder von ihm, die ihn unter den Bildern von Gandhi und den Geschwistern Scholl zeigen. Diesen Vergleich, den er auch schon auf öffentlichen Vorträgen, zum Besten gab, ist einfach nur geschmacklos. Frau Sommerfeldt sollte man den Brexit Artikel von Eisenhut in die Drei zuschicken, da hätte sie sicherlich Freude daran, wie der Autor den Begriff des englischen Volksgeist und seine EU Kritik darlegt.
      Lg HF

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    4. @ Hermann Finkelsteen

      Ja Hermann,

      Daniele Ganser ist tatsächlich entsetzt darüber, dass die AfD in die rechte Ecke gerückt wird. Das ist doch rührend und ehrenwert.

      Siehe hier:
      http://mittelstandsforum-nrw.de/img/absage.jpg

      Zum "Wortführer" dieser Partei macht er sich damit natürlich nicht. Die Partei, die er nur allzu gerne mit seinen "offenen und sachlichen Gesprächskultur" beglückt hätte. Wohl gezählt sechs Tage vor den Landtagswahlen in NRW sollte und wollte er kommen. Die AfD braucht dringend Unterstützung in Zeiten rückläufiger Prognosen. Die politischen, parteiübergreifenden Unabhängigkeit und Integrität unseres friedliebenden Forschers, daran auch nur den geringsten Zweifel zu haben, auf dieser unerträglich abwegiger Idee würde natürlich niemand kommen. Gäbe es da nicht diesen furchtbaren Medien die den unermüdlichen und unbestechlichen Historiker und seine bahnbrechenden Forschungen aufs übelsten diffamieren. Deshalb könne er seinen Vortrag "leider, leider" nicht wie geplant halten. Dieser Verzicht des selbstlosen Märtyrers kann aber nicht hoch genug bewertet werden.

      Nebenbei ist allerdings die Kritikunfähigkeit Gansers umso bemerkenswerter wenn es um seine Person geht. Seine Standpunkte dürfen nach seiner Meinung weder als umstritten noch als Verschwörungstheorie bezeichnet werden. Dadurch sieht er sich als Historiker aufs übelste diskriminiert, abgewertet und diffamiert im Sinne von Rufmord an seiner Person. Tatsache ist: Daniele Ganser untersucht nicht nur Verschwörungstheorien, sondern er produziert sie, am Fließband, in einer ideologischen Weltanschauung fragwürdigster, bösartigster und unbewiesener Unterstellungen.

      Auch die kritische, verschwörerische, Betrachtung seiner Person ist Teil dieser Weltanschauung:

      "Der Dieb selbst schreit am lautesten -haltet den Dieb-"

      besagt eine alte russische Volksweisheit. Sie ist auf Daniele Ganser bestens zugeschnitten. Er und seine Anhänger werfen anderen genau das vor, was sie selbst tun. Anderen sind verschwörerisch. Er natürlich nicht. Projektion nennen das Psychologen und es ist eben ein Markenzeichen von Verschwörungsideologen.

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    6. Fortsetzung:

      Vom "guten alten Lagerdenken" ist im Kommentator zu diesem Beitrag Michael Eggerts die Rede. Da sieht dieser "potenziell faschistoiden Anthroposophen" (Achtung: die potenziert faschistoiden Anthroposophen sind natürlich nicht gemeint!) eine angeblich "kleine erleuchtete Minderheit" gegenübergestellt. Damit wird die Diskussion nach seiner Meinung an einer "Erfassung einer komplexen Wirklichkeit" vorbeigeführt.

      Das sind genau auch die Argumente und Ablenkungsmanöver von Verschwörungsideologen vom Schlage Daniele Gansers und seine Adepten. Womit diese nicht nur ihre eigene Alternativ-Weltsicht zurechtbasteln, sondern vor allem auch, gezielt, die sogenannten "kritischen Massen" versuchen zu beeinflussen im Sinne von Propaganda. Als Werkzeug russischer, genauer gesagt Putin-liierter Machtsinteressen werden systematisch Argumentationsmechanismen der Netzwerke des Kremls bedient. Nur als Beispiel ein vielsagender Blick auf die Themen des neuen Propaganda-Nachrichtenportals Rubikon ("Rubikon ist das Magazin für die kritische Masse") des Schweizer "Friedensforschers". Ein Kabinett voller journalistischen Ungeheuerlichkeiten verschiedener Autoren:

      https://www.rubikon.news/artikel

      Auch heute wieder. Im Sinne einer neuartigen und kritischen Erziehung der Massen befinden wir uns bereits in tiefbrauner Vergangenheit:

      "…CONTROLLED DEMOLITION
      Hurra, Hurra, die Schulpflicht brennt!
      Nachdem jetzt ausgerechnet die AfD den NS-Schulzwang abschaffen will, droht allen frei denkenden Eltern das Querfront-Doppel-Etikett „Linker Nazi“. Das ändert aber nichts daran, dass die Schulpflicht abgeschafft gehört. Und zwar sofort…"

      https://www.rubikon.news/artikel/hurra-hurra-die-schulpflicht-brennt

      Bundesweit, Europaweit, weltweit werden gezielt Propaganda, Desinformation in dieser Machart betrieben. Immer im Einklang mit "His Masters Voice" im Kreml. Selbstverständlich. Nichts weniger als einen systematischen Anschlag auf den freiheitlichen und demokratischen Rechtstaat und die Würde des Menschen werden da verübt. Menschenverachtung und gezielte Verbrechen gegen die Menschlichkeit im großen Umfang gehören dabei zur Tagesordnung der Massenvernichtung brutalsten Artes.

      Das Verschließen der Augen vor den Tatsachen muss als eine verhängnisvolle Todsünde bezeichnet werden.

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    7. Man könnte die Diskussion um den WTC 7 in den Steiner und Waldorfschulen sofort beenden, wenn die Werklehrer endlich den Mund auf machen würden so wie dieser Schmied aus den USA: https://youtu.be/FzF1KySHmUA
      Apropos Rubikon
      Wir stehen tatsächlich am Rubikon undmüssen zuschauen wie junge Leute in diesen Strudel der unendlichen Fragen solcher Verschwörungspropagandisten wie Ganser geraten.

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    8. ERZIEHUNGSKUNST

      Eine Zeitung für die erlauchten Priester im hehren Sakramente in diese Welt gestellt, Erzieherisch im Dienste am Volke tuend zu wirken. Chorus: "Ehre den Wesen in den Höhen."

      Setzen!

      Das ist sowieso ein sch..ß anmaßender Titel für eine Zeitung. Da frägt man sich, wenn man aus der Unterschicht kommt, gleich, aber ohne Worte, nur mit seinen geängstigten Körpersäften, ob man würdig und wert ist, eine solche Heilige Zeitung überhaupt nur anzufassen. Im Schloß zieht man auch Filzpantoffel an, um das Parkett, die teuren Dielen zu schonen.

      Auch wir erbärmlichen Nicht-Eingeweihten, in der Trottel- Straßen - Penner - und Ausruh-Inkarnation werden in Zukunft Handschuhe anziehen, wenn wir wo die Heilige Zeitung ausliegen sehen!

      http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/inszenierter-terror-und-verdeckte-kriegsfuehrung/

      Als Unterschichtler im Ausruhkarma ist es meine Heilige Aufgabe, darauf hinzuweisen, daß Individuen meines Standes diese Zeitung nur mit Handschuhn anfassen.

      Auch das: Was ist im Rheinhessischen ein "Gansert"? Naja, der Hähnrich einer Gänseschar!

      Herzliche Grüße an alle Osterfüchse! Macht euch nicht zu Hasen. Übrigens: Der australische Schnabelfuchs legt wirklich noch Eier. Und was für welche, boah!
      mischa

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    9. Da gab es wohl seither noch keine Distanzierung?
      Weder von der heiligen Zeitung?
      Noch von anderswoher?
      So wie ich die Szene schaue, mit meinem Spür-Empfinden, was ich schon oft von andern Quellen in der Welt, Analysen, Statistiken, Erfahrungsberichten annähernd bestätigt erhielt, wird sich da nichts tun.
      Unbeweglichkeit ist aber auch ein Symptom psychischer Abwehr, die letztendlich zuerst in soziale, dann auch in die intellektuelle Dummheit führt.
      Verblödung. Demenz. Wieder eine Inkarnation ohne Lebensliebe herumgekriegt.
      Dem Nirvana freilich ist es egal :-))
      (Der Schmied, lieber Herman Finkelsteen is klasse!)
      mischa

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  3. "Wie man hört, waren die überregionalen Sitzungen anthroposophischer Redakteure und Verleger schon früher kein Hort der Einigkeit; so mancher Schreiber fuhr insbesondere in den Gedanken an Jens Heisterkamp und „die Info3- Clique“ dorthin mit pelziger Zunge und dunkel bewölkten Gedanken. Diese Liberalen, Globalisten und spirituell Aufgeschlossenen unter den anthroposophischen Publizisten haben aber nicht nur in der Szene einen schweren Stand …"
    So ein Blödsinn. Jens Heisterkamp und Ramon Brüll sind anerkannte und geschätzte Gründungsmitglieder der KoPRa-Treffen (so heißen die nämlich). Dass es da auch mal Meinungsverschiedenheiten gibt, ist doch normal und gesund. Und wenn Jens und Ramon den anderen in der Vergangenheit auf die Nerven gegangen sind, dann – dem Vernehmen nach – nur deshalb, weil Sie immer Erfolgsmeldungen verbreitet haben … "Info 3" ist nicht (mehr) das kleine gallische Dorf, sondern die auflagenstärkste anthroposophische Zeitschrift (die zwangsverbreitete "Erziehungskunst" und die kostenlose "a tempo" mal ausgenommen) und seine Redakteure sind keine Außenseiter. Die anthroposophische Szene ist nämlich viel liberaler und pluralistischer als Sie wahrhaben wollen, und das gilt auch für das anthroposophische Establishment. Ansgar Martins war auch mal bei diesem Treffen und wurde nicht geteert und gefedert und als Judith von Halle da war, hat ihr niemand die stigmatisierten Hände geküsst. Es mag zwar stimmen, dass Frau Sommerfeld am "Europäer" mehr Gefallen finden würde. Aber die Kollegen vom "Europäer" sind schon lange nicht mehr bei den KoPRa-Treffen aufgetaucht. So interessant und lesenswert ich Ihren Blogbeitrag insgesamt finde: der Aufhänger ist einfach falsch.

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    1. Wenn in Die Drei und Das Goetheanum Daniele Ganser promotet und 9/11- Verschwörungstheorien verbreitet werden, drängen sich Liberalismus und Pluralismus nicht gerade als erste Beschreibung auf.

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    2. Es kommt doch immer darauf an, wie man mit Differenzen umgeht. Deshalb habe ich im Editorial des Aprilhefts unsere interne Diskussion thematisiert und den Artikel von Herrn Morau dahingehend bearbeitet, dass das Pro und Kontro deutlicher hervortrat. (Herr Morau ist kein deutscher Muttersprachler.) So kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Geht es nicht darum?

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    3. Nein, es geht hier nicht darum, es ging hier noch nie darum.
      Wo Propagandakrieg geführt wird, ist  freie und offene Meinungsbildung nicht erwünscht, es gibt auch kein Recht darauf.
      Es gibt nur verordnete, ständig neu aufbereitete und endlos weitergespiegelte Wahrheiten. Wer sie in Frage stellt, auch nur diskutieren  möchte, oder eben auch nur die jeweils andere Seite zu Wort kommen lässt,  ist sofort  ein Verschwörungstheoretiker.
      Wer bei den heutigen sich so bezeichnenden  "Liberalisten und Pluralisten"  elementare Grundrechte des eigentlichen Liberalismus und Pluralismus für sich in Anspruch nimmt oder einfordert, sprich freie Meinungsäusserung bzw. Meinungsvielfalt oder Gegenüberstellung konträrer Standpunkte, ist rechtsgerichtet.

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    4. Also komm liebes Anonym lassen Sie uns doch im Detail sprechen. Was haben Sie gegen Clinton und Soros? Schreiben Sie einfach frei von der Leber und ich versuche einen Diskurs mit Ihnen zu führen ohne Sie mundtot zu machen? Fangen Sie an....

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    5. Die mit Platzierung solcher Theorien zur Verschwörung verbundene Skepsis gegenüber der Selbstkontrolle der demokratischen Welt spricht für sich und hat nichts mehr mit einem offenen Diskurs zu tun. Ein solcher verräterischen Massenmord würde die komplette Korrumpiert der westlichen Regierungen voraussetzen. Wer so etwas suggeriert, positioniert sich damit selbst.

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    6. Wow. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Schon Skepsis "Skepsis gegenüber der Selbstkontrolle der demokratischen Welt" reicht inzwischen um auf den Index zu kommen. Adornos Kritik an Popper trifft immer noch den Nagel auf den Kopf: Dass der Idee der offenen Gesellschaft das "nicht offene, reglementierte Denken" widerspricht, das ihre angeblichen Freunde praktizieren. (Wer in Poppers Seminar zustimmend Hegel zitierte, flog laut Ralf Dahrendorf raus.) Übrigens setzt die betreffende Theorie gar nicht "die komplette Korrumpiertheit der westlichen Regierungen voraus", nicht einmal die der amerikanischen. (Die Voraussetzungen sind dennoch eine schwere Zumutung – das hatten wir auch deutlich formuliert.) Aber wozu noch argumentieren. Der von mir monierte Anfang Ihres Blogbeitrags dokumentiert ja zu genüge, dass es hier nicht um die Erfassung einer komplexen Wirklichkeit geht, sondern um das gute alte Lagerdenken: Dort die Masse der doofen, potenziell faschistoiden Anthroposophen und hier die kleine erleuchtete Minderheit. Da passt es eben nicht ins Bild, dass "Info 3" so viel gelesen wird und die Redakteure wohlgelitten und geachtet sind.

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  4. Die beste Art, Menschen passiv und folgsam zu halten, ist, das Spektrum akzeptabler Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums sehr lebendiges Debattieren zu erlauben.

    Noam Chomsky

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    1. Gut gekontert! Gibt es denn Theorien, wer hinter diesem Massenmord im Herzen der USA gesteckt haben soll? Ich denke, "Sezession" wird einige Vorschläge beisteuern wollen- im Sinne des "Clinton- Soros" Kreises.

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  5. Herr Weise jetzt möchte ich von Ihnen wissen was Sie als Journalist von den Geschichten über Clinton und den Rothschilds und über den "bösen" Soros denken und wenn in nicht wenigen anthroposophischen Kreisen und Köpfen das michaelische Wirken von Putin und Assad so mit offenem und nicht regulierten Denken halt Freies Geistesleben eben diskutiert wird? z.B. werden solche Artikel von vernünftigen leuten verbreitet und als Beweis ihrer religiösen Weltsicht dargelegt (schauen Sie sich das Bild an)
    http://www.globalresearch.ca/why-the-latest-claims-against-assad-are-a-pack-of-lies/5584556?utm_campaign=magnet&utm_source=article_page&utm_medium=related_articles
    Vielleicht bin ich nicht so empfänglich für den Volksgeist wie Ihr Kollege Eisenhut, der ihn erspürt hat beim Brexitvotum der Briten. Ich kann da einfach nichts mehr aber auch rein gar nichts mehr interessantes oder mal so ne andere Perspektive entdecken.Es ist eine hermetisch abgeriegelte Meinung und Sicht der Dinge, die mit Anthroposophie soviel zu tun hat wie eine Colaflasche im Speisehaus in Dornach. Für mich ist es billiges und phantastisches Esopolitik Infotainment, die auch ein Ganser glänzend beherrscht.
    Die sechste Atlantische Kulturepoche ist verschoben und das können Sie in der Akashachronik an diesem Karfreitag nachlesen.

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    1. Und dann noch aus dem Schatzkästchen von Twitter - Weisheiten: Wenn es aussieht wie ne Ente, watschelt wie ne Ente, quakt wie eine Ente, aber aufs Schärfste dementiert, eine Ente zu sein, dann ist es eine russische Ente.

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    2. P.S. Und wenn ein Herr Ganser von einer Waldorfschule zur anderen mit der Heiligsprechung vom Goetheanum weitergereicht wird, um den Schülern Mut zur Wahrheit so im michaelischen Sinne weiter zu vermitteln. Bräuchte es von Ihrer Seite als Redakteur eine etwas breitere Analyse, die nicht beleidigt einknickt wenn man auf die Verbindungen dieses Schweizer Linkswählers aus Basel in sagen wir mal in skurrile Kreise hinweist und zu dem Schwachsinn einer Philosophin des Blogs Sezession nichts bei zu tragen hat, ausser LAGERDENKEN. Da geht doch etwas mehr Herr Weise oder?

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    3. "Der von mir monierte Anfang Ihres Blogbeitrags dokumentiert ja zu genüge, dass es hier nicht um die Erfassung einer komplexen Wirklichkeit geht, sondern um das gute alte Lagerdenken: Dort die Masse der doofen, potenziell faschistoiden Anthroposophen und hier die kleine erleuchtete Minderheit"

      Dem stimme ich grundsätzlich zu, darum interessieren mich die entsprechenden Debatten hier auch nur noch wenig (Die ihre Monotonie und Vorhersehbarkeit allerdings vor allem aus dem Umstand beziehen, dass sich ein "Anonym-Rudolf" seit etwa 2 Jahren gegen "alle anderen" zu behaupten hat).

      Wenn ich jetzt in der neuen "Die Drei" allerdings die Rezension von Gansers "Illegale Kriege" lese, wird mir übel. Ich kenne das Buch und war während des Lesens mehr als entsetzt: Der Syrienkrieg wurde bei Ganser natürlich vor allem von den üblichen westlichen (Diplomatie und CIA-)Aktivitäten, flankiert von saudi-arabischen "agent provocateurs" initiiert und vorangetrieben. Assad hat mehr oder weniger nur so reagiert, wie ein Staatsmann eben reagiert. Das militärische Eingreifen Putins 09/15 (welches ziemlich sicher dafür gesorgt hat, dass Assad noch an der Macht ist) ist auch kaum der Rede wert.

      Die Rezension von Bernhard Steiner heisst dann auch noch tatsächlich "Mut zur Wahrheit". Plakativer ging es wohl nicht mehr. Was mag daran mutig sein, mit ähnlichen Thesen verdient ein Michael Lüders viel Geld und glänzt in deutschen Talkshows.

      Politisch gegen den "Mainstream" zu sein, ist längst Mainstream, vor allem bei der AfD, in zahllosen VT-Blogs im Netz, sowie im politisch leicht verunsicherten Anthrohausen. "Mutig" ist m.E. der Spiegeljournalist Christoph Reuter, der in den letzten 6 Jahren für seine Syrien-Artikel vor allem vor Ort recherchiert hat.

      Ach ja, und dann natürlich noch ein 9/11- Artikel, endlich von "seriösen Wissenschaftlern" verfasst. Endlich die Wahrheit. Als ob die stets amerikafeindliche anthroposophische Bewegung diesbezüglich überhaupt noch Aufklärungsbedarf hätte.

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    4. Im Morau-Artikel in Die Drei heisst es: “Zuvor fanden Wissenschaftler wie Steven Jones oder der Historiker Daniele Ganser ihre Karrieren abrupt beendet, nachdem sie die offizielle Version des 11. September 2001 öffentlich in Frage gestellt hatten.“
      Ja, ‘nachdem‘, aber vor allem: weil sie keine anerkannten wissenschaftlichen Quellen benutzten. Morau schreibt z.B., in Klammern: “(Jones et al. gehen allerdings von Nanothermit als Sprengstoff aus – wobei umstritten ist, ob dieser Stoff tatsächlich nachgewiesen werden konnte.)“ Und was Ganser angeht: Zweifel an den offiziellen Darstellungen kann er weder mit eigenen Erkenntnissen noch mit zitierbaren Quellen begründen.(vgl. https://www.psiram.com/de/index.php/Daniele_Ganser)

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    5. Und er hat die Universitäten in Tübingen und Basel betrogen, indem er unerlaubterweise ihr Logo für seine You tube Filme missbraucht hat. Die grosse Klickzahl der Filmchen hat er auf den Phillipinen und sonstwo in Fernost in Auftrag gegeben. Es war dieser kleine Taschnenpielertrick, der ihn in seinem Aufstiegswillen stolpern liess. Fragen stellen kann man ja aber nicht vorsätzlich in die Irre führen.

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  6. Rainer, weiß wirklich nicht bei dir...irgendwie immer wie ein kleines Fähnchen im Wind, mal so mal so...je nach Laune und Mondstand? Oder - Bist doch nicht etwa Rudolf?? ;)
    Nein Quatsch, hast ihn hier ja AUCH schon ordentlich zurecht gewiesen wegen seiner Assad-Äußerungen u.a ... ;))

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    1. ***Rainer, weiß wirklich nicht bei dir...irgendwie immer wie ein kleines Fähnchen im Wind, mal so mal so...je nach Laune und Mondstand? Oder - Bist doch nicht etwa Rudolf??***

      ???
      Bei solchen Äußerungen habe ich den Eindruck, da hat jemand nach dem Lesen der ersten beiden Absätze von Rainers Kommentar reflexartig zu einer Antwort in die Tasten gegriffen — und sich erspart, bis zum Ende zu lesen.
      Das ist leider symptomatisch für allzuviele Diskussionen heutzutage. Natürlich nicht nur unter Anthroposophen.

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    2. "Mitleser" (???) dann ließ mal mit ;)
      Symptomatisch ist doch eher das schnelle Vergessen, wenn man wie Rainer (zudem pauschal ohne Details) Rudolfeinwürfe macht und ins Spiel bringt...Was also kommt demnächst, reflexartig?

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    3. und nur darum gings...Rainer hat ja selber schon den Rudolf kritisiert hier bezügl. dessen Assad-Aussagen...wenn anderes ihn dann wiederum an konternden oder argumentierenden Kommentatoren gestört hat, dann sollte er halt genauer werden oder noch besser - sich aktuell einmischen...

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    4. @ Valentin

      Ich gehe davon aus, dass Du meinen Kommentar nicht vollständig gelesen hast: Ich bin bezüglich meiner Äußerungen zu Syrien nicht wie ein "Fähnchen im Wind", ähnliches, wie oben dargestellt, habe ich hier öfter beschrieben.

      Unabhängig davon erlebe ich die "Debattenkultur" hier, vor allem bei politischen "Rudolf-Themen", als etwas monoton und vorhersehbar. Ich werde mich hüten, mich da "aktuell einzumischen", für so etwas habe ich keine Zeit.

      Die Beiträge von Claudius Weise schätze ich hingegen sehr, auch wenn ich die letzte Ausgabe von "Die Drei" oben kritisiere.

      Ich habe also ein "altes Thema" (durch Rudolf geprägte Debattenkultur) mit einem "neuen Thema" (Kommentar von C.Weise und "Die Drei") miteinander verknüpft. Ist das soweit nachvollziehbar?

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    5. Nun streitet nicht, Kinder!

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    6. Für mich stellt sich auch die Frage nach den Zielen und nach den Konsequenzen von Denkhaltungen und der Verarbeitung von Informationen.

      Standpunkte und Meinungen sind immerhin Fußabdrücke, entweder die Fußabdrücke einer Suche nach Orientierung, oder sie sind Fußabdrücke oder eines langen Marsches, der mit potentiellen Zielen geschwängert einhergeht, sich durch Institutionen laviert und schlängelt, in Diplomatischen Phasen geduldig Gelegenheiten abwartend? Und welche?

      Wer Meinungs-Strömungen aufwallen läßt und in Bewegung halten will, bevor das Wasser der Empörung und Unsicherheit, kunstvoll erhitzt und einsichtig gelenkt, wieder zufriert, hat potentielle Ziele, die er ungefähr, je nachdem, welche kritischen Massen erreicht werden können, behutsam doch konsequent in Formen bringen möchte.

      Man treibt all das Spiel mit der Erregung einer Vox Populi, die man sukzessive zu sich hinzuziehen versucht, ja nicht zum Spaß.

      Der Magier bearbeitet und erschafft sich seine Masse auf wohltemperierte und moderate Weise, wenn sie sich skeptisch zerstreuen möchte. Ist eine energetische Homogenität der Stimmung wieder erreicht, gibt er vermehrt seine Informationen in die Erregung, um ihr Ziele und Formen zuzuweisen.

      Welche Ziele hat denn eine Anthroposophie?

      Sind sie kompatibel mit denen der 1% Bewegung von Götz Kubitschek?

      Wieso hat im Jahr 2015, welches "ein Segen" für Nationalistische Erweckungen war, um Strömungen zu schaffen und zu stabilisieren, Jürgen Elsässer ausgerechnet die Führungs-Ebenen der Bundeswehr zum Putsch aufgerufen?

      Ich möchte keine Anrufung tätigen. Keine Evokation, allein, die Geister, welche man nicht an die Wand malen soll, sind längst aus der Wand herausgesprungen, und jetzt gilt es, sie auszutreiben, nämlich aus ihrer Tarnung und Larve!

      Wir möchten sehen!

      mischa

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    7. Vermutung:

      Haverbecksche Anthroposophische Klassik beschwört -höchstwahrscheinlich- den deutschen Volksgeist, im Alibi, der Engel des Buddha sei dies, und Michael, der einstige Volksgeist, triebe dann schon von sich aus dem Volk, welches sich "bereitet", die Völker zu. Hier geht es auch um eine materielle Rückholung von Ländereien, den Ostgebieten, um den physischen Leib des deutschen Volkes zu heilen, in dem der deutsche Boden ebenso beansprucht wird, wie die Genuität (sog. gelber Schein, wird oft beantragt jetzt!) der Menschen mit deutschen Vorfahren. Über allem steht die Deutsche Nation, die nicht identisch mit der besetzten Bundesrepublik, auch nicht der wiedervereinten, sei. Es sei Aufgabe, im Geiste der deutschen Nation zu handeln.

      Hier empfiehlt sich als erster Schritt der Austritt, die Zerschlagung der EU. Was man dann von einem erstarkten Rußland und Eurasien erwarten könne, erfolge sodann mit Hilfe der geistigen Sphären und dem diplomatischen Geschick.

      Das könnten doch Hintergedanken sein. Dreigliederung unter dem Protektorat Rußlands, in der Hoffnung, genügend Autonomie für den Neuanfang zu erhalten, um alles weitere, inklusive einer neuen anderen Reichs-Souveränität (mit Gottesgnadenthum) zu erlangen.

      Ende der Vermutung einer der radikalsten Versionen.


      Welchen Sinn hätte die notorische Feindschaft gegen die USA, das Schüren des Mißtrauens, der Wille (nicht das skeptische Muten), daß 9/11 eine False-Flag-Sprengung zu sein hat, welches ja nicht explizit, sondern moderat mit Gegenstromlinien-Förmigkeit in der öffentlichen Meinung - v e r s e n k t - werden soll!

      Wer nicht für uns ist, soll verunsichert sein! Keiner darf sich seiner Wahrheitsforschung sicher sein, und keiner darf hoffen, im Fremden noch einen Gleichgesinnten zu finden.

      Ja, dies sind die Methoden, und für wie blöd hält man uns, nicht wenigstens unartikuliert und instinktiv diese Techniken zu - erspüren -, selbst dann, wenn wir mit sophistischer Raffinesse der Zunge und eventuell der spontanen Zustimmung gesunder Herzenskraft beraubt werden sollen, und oft wurden, wie dies durch die Vertreter der starkgewordenen völkischen und teils autoritären, teils heuchlerisch um Frieden werbenden Gegner und Feinde ("Theoden, das Schwert ist zu schwer für euch..") der Selbstverständlichkeit (!) einer Freien Welt hier vorexerziert wird. Gerade dann, wenn es um die Verteidigung gegen Genozide geht, und deren Ahndung.

      Was erwarten sich die sogenannten Anthroposophen vom Kreml, vom augenblicklichen Rußland? Welches man freilich, auf Weisung dieser Leute auch, kritisiert, um unerkannt in den Absichten und unerkannt in seiner Hoffnung zu bleiben?

      Ein politisches System, namens A. Dreigliederung? Eine Stärkung völkischer Identität, um dem Engel des Buddha nahezukommen. Einfluß und Kontrolle im völkisch/autoritärem Lager, um es zu mildern? Aufdeckung einer Weltverschwörung von Logen, die man selbst nur irgendwo irgendwie mutet?

      Weiß man, was man tut, oder weiß man nur ein unbewußtes Tun zu rationalisieren, plausibel, notfalls auch akademisierend zu rechtfertigen ? ? ?

      Ich denke, so wird es sein. Ich bin zu alt, um meinen erfahrungs-schweren Kahn zum Kentern bringen zu lassen, ich denke, man müßte ihn dann schon versenken.

      mischa



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    8. Danke für deinen Mut zur Vermutung. Tut einfach nur gut! Auch meine egoistische Vermutung immer wieder.

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  7. @ Rainer

    nee, in dem speziell Angesprochenen ist mir das auch jetzt noch nicht ganz klar was deine Intentionen sind/waren...und zudem - der Zusatz bezügl. Assad/Rudolf kam auch jetzt erst, nachdem ich nachgehakt hatte...warum nicht gleich etwas mehr differenzierend?

    Deine erste Äußerung/Einleitung mit Rudolf war aber doch sehr eng in Bezug zu Weise geschrieben, ein bewusstes aber auch gleichzeitig pauschalierendes Unterstreichen seiner These (also sehr mehrdeutig)...die ich im übrigen überhaupt nicht teile, weil hier doch sehr ordentlich versucht wird mit vielen Fakten und Nachweisen (siehe Bobby, M.Eggert etc.), Licht ins Dunkel zu bringen...Und nun wiederum der Bogen: Deshalb, Rainer, geht's hier eigentlich auch nicht um Rudolf! - bzw. um SEINE sich ewig wiederholenden Relativierungsversuche oder Assad-Äußerungen (oder um seine mehr als obskuren Steinerthesen, obwohl diese ja z. Teil fast schon wieder bemitleidenswert sind, eine gewisse Hilflosigkeit scheint da in dem allgem. Steiner-Deutungsbemühen zu stecken).
    Und dennoch, einige MACHEN sich halt die Mühe einiges von Rudolf aufzugreifen, aber auch zu entlarven, mal ernsthaft, mal mit Joke...Okay, das kann natürlich auch mal ermüdend wirken, aber du musst das ja auch nicht alles lesen ;)

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  8. Durchaus ein Phänomen....Anthroposophen (oder die die es gerne mal werden wollen in Zukunft?) streiten nun mal gerne, wie schon Mackay einst in einem Interview konstatierte: http://www.goetheanum.org/fileadmin/presse/MackayInterviewBz.pdf

    Einziger Nachteil, wenn man nicht aufpasst:
    Auf Dauer kann dadurch das Leben zermürbt werden (oder das Leben am Leben oder an der Realität vorbeigehen), wenn man also nur noch streitet und so allmählich zum reinen Theoriekopf oder Streithammel mutiert ;)

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  9. Wer sich den Irakkrieg II und die ganze Pro oder auch Anti - Isalmhetze ohne 9/11 vorstellen kann, aber keine Colaflasche im Speisesaal des Goetheanums, hat einfach einen Denkfehler.

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    1. Du kannst Dich hinter Finten nicht verstecken. Und immer wieder von vorne das unterstellen, was wir längst ausdiskutiert hatten, immer wieder und jahrelang jetzt. Es ist eine kriegerische Handlung in dieser Ignoranz, die sich als "keiner diskutiert mit mir" tarnt, immer in der Hoffnung, neue Mitleser zum Narrrn halten zu können. Aber gut, mach!
      gruß, mischa

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    2. q Mischa

      "Es ist eine kriegerische Handlung in dieser Ignoranz, die sich als "keiner diskutiert mit mir" tarnt, immer in der Hoffnung, neue Mitleser zum Narrrn halten zu können."

      Volltreffer !

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    3. Ich kann mir sehr gut eine Colaflasche im Speisehaus vorstellen und auch ein Antikriegshappening mit 5000 Tausend Latzhosen lila bis türkis und die Hälfte Frauen. Und das alles nackt gegen Blut für ÖL. dER fEHLER IM dENKEN MACHT DAS GENIE. r.s.

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    4. "Was wir längst ausdiskutiert hatten"

      Das nenne ich wahre "Diskussionskultur". Wirklicher  Blödsinn.  Mit mir jedenfalls nicht! Aber klar, wenn zwei oder drei Blogteilnehmer etwas "ausdiskutieren", dann entstehen nichts  weniger als nicht weiter hinterfragbare  "Wahrheiten". Und wer sie hinterfragt, darf dann ungestraft  dem braunen Sumpf zugerechnet werden, wie der überwiegende Teil der Anthroposophen, die ihr zu Euren Feindbildern auserkoren habt.

      Sogar das "wir"  wird eigenwillig eingrenzend definiert.
       Zu wirklichen Diskussionen ist man eh nicht mehr fähig. Offener Diskurs wird angemahnt, aber nur innerhalb der Gedankenkäfige.  Wirklich offene Diskussion würde ja die längst verdrängte  Option mit einschliessen, anderen Meinungen und Standpunkten etwasanderes entgegenzusetzen, als permanente persönliche Angriffe und Pöbeleien, sagen wir mal entweder Stillschweigen oder aber Argumente.
      Und auch für Einbildung ist reichlich gesorgt, denn wann sollte ich mich jemals beklagt haben, dass "niemand mit mir diskutiert"? Was ich vermisse, ist etwas ganz anderes, ihr wisst es genau! Wäre es nicht noch viel viel langweiliger hier, ohne wirklich konträre Einwürfe?

      Das "immer wiederkehrende Monotone"  ist ja vielmehr  ganz Eure Spezialität, ich überlasse es euch sehr gerne. Wenn  man es kritisiert, aber nicht ignoriert, dann stimmt sowieso etwas nicht,  wäre nicht mein Ding.
      Elitäre Dünkel, Selbstbespiegelung und gegenseitiges Bestätigen von sich niemals ändernden festgefahrenen und nicht entwicklungsfähigen  propagandistisch gefärbten Gesichtspunkten sind es ebenfalls nicht.

      Was besonders schade ist, bietet sich hin und wieder mal eine Möglichkeit ernsthaft mit einer Persönlichkeit vom Schlage eines Herrn Weise Gedanken und Standpunkte auszutauschen, schlagt ihr das auch in den Wind mit dem ewigen wirkliche stinklangweiligen Propagandagedudel, das keine  noch so bescheidene Abweichung von Eurer dekretierten Wahrheit toleriert.
      Erbärmlich, vor allem  wenn man es selbst als das Gegenteil von dem bezeichnet was es wirklich ist.

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    5. Es geht hier nicht um Diskurs- und gesprächskultur. Ich bin einfach neugierig warum die clinton und der Soros so BéSE sind und Rudolf, der Mitesser und Mitleser liefern nichts und spielen empörte Operndiven. nein wir sind nicht rechts wir sind nur so frei dass wir auch rechts denken weil das ist .....völlig cool und lässig ....finde ich okay und die Amerikakritik istja auch völlig berechtigt aber..... okay schön dass wir Rudolf aus Tyrol hier haben ehrlich und auch so jemanden kompententes wie Herrn Weise und? Alles okay schöne Ostern!

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    6. Blasrohr flupsen darf man nicht, während Claudius Weise spricht, so mancher führt ein Doppelleben, da kannste übers Sternzeuch reden http://www.sternzeichen.net/astrologen/claude-weiss/ ...

      Wie dem auch sei, Fäickn'Jus könnet wir auch, gäll?
      Mit Ostaras Heil und Sägen zeuget froh auf allen Wegen, und gibt's Verschwörologen noch?
      Heil! Ischsi Nich?
      Heil! Dusi Doch!
      Guda Nuda! Froje Ruje! Hejapo Paja!
      Kuschliwow Schlummari!
      Angenehme Nacht!
      herzlich und alles gut!
      mischa

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    7. Operndiven

      "....liefern nichts und spielen empörte Operndiven. nein wir sind nicht rechts wir sind nur so frei dass wir auch rechts denken weil das ist .....völlig cool und lässig ...."

      Die Operndiven (ein Gedicht)

      Einst die Operndiven sich verliefen
      in dunklen Anthropotant-Verließen.
      Dort wo jeder offen denkt und bangt,
      auch gern der rechte Arm hinlangt!

      Wo man nimmer müd wird frei zu klagen,
      platzt so gern der Diven-Kragen..
      tritt NUN endlich Luft zum Atmen ein?
      Immer fester klebt braun Kolloid, wie Scholl' an Stein..

      Nun denn Anthropotant, so nimm es hin -
      wie Wolk und Sturm an Ostertagen...
      Bei Operndiva ist nicht mehr drin,
      da hilft kein Licht und auch kein klagen..

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    8. Oh nein..( Finkelsteen bloggt mit schröcklichem Gesichte) von dunkelen Mächten auserkoren
      hat sich der Anthropotant hier her verloren.
      ( Finkelsteen schüttelt sein imaginäres Haar)
      Drei Tage streift ich in den dunklen Räumen
      der Vorstellungswelt und Diskussionen
      von derer die uns mit Antworten verschonen
      Ihre Gedanken verfolgen mich in meinen Träumen.

      (Finkelsteen sieht vom Laptop auf und schaut hinaus in den Garten, wo er die Blüten eines im luterischenen Sinne verzweifelt angepflanztenApfelbaum sieht. Er öffnet das Fenster und riecht ihn durch den Frühlingsregen. Er geht zum Fensterund schreit so laut, dass die gerade erst zurückgekehrten Singvögel, tot vom Geäst fallen.)
      Mit erregten Fingern malträtiere ich die Tastatur
      und schaffe nicht den Kreis der Quadratur.
      Soll ich wie Dr. Faust mich begeben
      auf den österlichen Gang?
      Ja ich möchte leben
      (plötzlich raucht es und der leibhaftige steht vor dem vor Entsetzen rollenden Augen von Finkelsteeen. Der Widersacher grinst und macht ein paar Schritte zu Finkelsteen, zieht das Kabel des PCs., nimmt einen Hammer der zufällig da lag und zerschlägt das elektronische Gerät. Dem gerade aufschreienden Finkelsteen legt der Leibhaftige seine modrige Hand zwischen das Gebiss und mit einer kalten Stimme, flüstert er:
      So ist das eben.


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    9. Von "Operndiven".

      Das passt wunderbar im Kontext:

      Die Begriffe Diva (eigentlich nur weiblich) oder Diven (plural) finden ihre Abstammung im lateinischen "divus" ("der Göttliche" oder "göttlich") und wurde benutzt als Titel für den römischen Kaiser und ihren Angehörigen nach dem Ableben. Die Divinisierung lag der Glauben an die Himmelfahrt des Kaisers zugrunde. Im römischen Kaiserkult bedeutete dies, dass der Verstorbene in den antiken Götterhimmel aufgenommen wurde.

      Eine Operndiva oder Primadonna ("erst Dame") ist die wichtigste Opernsängerin in einem Ensemble. Sie erntet den meisten Applaus und wird vom Publikum wegen ihrer außergewöhnlichen Qualitäten verehrt und angebetet. Aus der Primadonna wurde eine Diva, eine beinahe kultisch verehrte Angebetete.

      Die Aura der Diven, die Aura des Außergewöhnlichen, brachte das aufgebrachte Publikum am Orchestergraben, um sie zu sehen und ihre Nähe spüren zu können. Dieser Kult scheint heute verblasst. Die heutigen Stars werden auch von ihren Fans verehrt, machen aber kaum Schlagzeilen, geben sich nicht exzentrisch, schwelgen auch nicht in übertriebenem Luxus und werden nicht von durchgedrehten Fans auf Schritt und Tritt verfolgt. Diese zweifelhafte Ehre kommt heute eher Popstars zu.

      Eine Ausnahme bildet heute diesbezüglich die Putin-Freundin und Wahlkämpferin Anna Netrebko, von "Sputnik" als "Operndiva mit unübertroffenem Charme" bezeichnet. Anna Netrebko ist eine glühende Putin-Verehrerin und war sich nicht zu schade, neben ihren Tiraden zugunsten der drakonischen Gesetze in Russland (Verbot der sog. Homosexuellen-propaganda) und ihrer demonstrativen Nähe zu Putin, in den von russischen Truppen besetzten Ostukrainischen Gebieten neben von der EU geächteten Personen PR-wirksam vor deren Flagge mit der Aufschrift: "Auf nach Berlin" aufzutreten in dessen Namen in der Ukraine gemordet wurde. Sie stellte sich dadurch in den Dienst anti-westlicher Propaganda um sich aber gleichzeitig in Europa und der USA hohe Gagen zu verdienen.

      Die Beschreibung zu Anna Netrebko ist nahezu 1 zu 1 übertragbar auf Daniele Ganser, "Mediendiva mit unübertroffenem Charme", Putin-Freund und jetzt auch Wahlkämpfer für die AfD, zuverlässig im Dienste anti-westlicher Kreml-Propaganda. Seine Vorführungskünste magischer Verschwörung machen Schlagzeilen und sind immer ausverkauft. Nahezu kultisch verehrt und kritiklos angebetet wird er auch, auf Schritt und Tritt blind gefolgt von durchgedrehten Fans. Mit Sicherheit mögen sie Info3 nicht. Daniele Ganser mögen sie dafür umso mehr. Seine Facebook-Seite zeigt das in beeindruckender Weise. Die anthroposophischen Medien möchten da nicht zurückstecken.

      Und auch mit den Gagen, zu 5.000,- Schweizer Franken pro Vortrag, dürfte es nicht zum Schlechtesten bestellt sein.

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    10. Lieber Bobby,
      ja, man kann wirklich nur dazu ermuntern, auch weiterhin 'potenziell faschistoide Anthroposophen' aufzuzählen, um diese so auf ganz coole und lässige WEISE, aber durchaus potenziert - der Öffentlichkeit bekannt zu machen ;)) Hm,warte mal...wer könnte potenziell...Ah ja, z.B. der Herr Ludwig stünde sicherlich ganz oben auf der Liste der Berühmtheiten und Diven... ;))

      "Brauner Lehm in Anthrokreisen, nur potenziell Faschistoid? Nein, immer heißer wird das Eisen, immer fester klebt braun Kolloid.." ;)

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    11. Valentin, bitte beachte Bobbys Hinweis auf den Unterschied potetiell, potenziert und potent...
      Für Ludwig finde ich 'potentiell' nicht mehr ganz zutreffend...

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    12. @ Valentin

      Gewiß, aber tatsächlich immer - eine Anthro-Methode ist das - immer neu, denkend, ergreifen, um es plastisch vor dem innern Auge zu haben, und im Urteils-Empfinden, warum das Autoritaristische und das Völkische von Dir, von "uns" abgelehnt wird.

      Ich schreibe von "uns", nicht weil "wir" ne homogene Gruppe, etwa ein "Anti-Fa" Blockblogg sind... sondern weil die Krassen Dinge, die damit assoziieren, damit verbunden sind und zur folgerichtigen Konsequenz werden, "etwas nach sich ziehen" von einigen bis vielen..

      ..ganz unterschiedlichen Individuen..

      ..abgelehnt werden. Eben, weil der Kram

      ..nicht einfach eine "Meinung" ist!

      Sondern weil der Kram Konsequenzen hat. Weil da ein Rattenschwanz hinterher kommt. Da kommt die Todestrafe, da kommen gewisse Waffengesetze, wo jeder Hohlroller rummballern darf, wenn es blöd kommt..

      ..da wird es salonfähig, und auch für seriös erklärt, wenn man Homosexuelle oder Menschen mit einer anderen Haarform und Hautfarbe beleidigt, oder wenn man Arme und Obdachlose seelisch und körperlich verletzt, ... daß das dann auch von Polizisten erwartet wird, daß sie sich homophob, obdachlosophob, behindertophob usw. verhalten... das von Polizisten erwartet wird, daß sie einen immer enger definierten Menschenchlag schützen, ansonsten die Straße.. aber auch gewisse Privatsphären... der Gewalt einheimgegeben wird..

      Daß du als Mann Deine Frau unter gewissen Umständen wieder prügeln sollst und darfst, und dem nicht weiter nachgegangen wird..

      All das sind stillschweigend transportierte Anhängsel.

      "Faschistisch" trifft m.E. nicht so ganz das, was da vor sich geht. Nicht weil der Begriff inkorrekt wäre.

      Sondern weil er abgegriffen sein könnte. Wenn Themen höher frequentiert werden, weiß man in der Sprachwissenschaft, differenzieren sich eh die Begriffe. Der Fokus des Interesses fordert immer mehr Differenzierung.

      (Warum ist das Häuflein braun? Wegen des Blutfarbstoffes, dem eisernen Häm, was zu Bilirubin umgewandelt wird, beim Untergang roter Blutkörperchen entstand. Stephan Birkholz weiß das sicher. Das Bilirubin wird weiter verstoffwechselt und als Urobilin über den Urin, als Sterkobilin (braun) über den Kot ausgeschieden. Blut und Boden halt...)

      Gewisse Anthros sind oft nur passive Nicht-Täter, die aber stillschweigend entweder billigen, oder auch decken. Manche sagen... "der Spirituelle muß Unpolitisch sein, das sagte schon Papst Benedikt, auch als ehemaliger Konzilbeauftragter, das Politische vertieft gesellschaftliche Spaltung"... und meinen damit, das die "weltlichen Mächte" sich auf eine darwinistische Weise schon gegenseitig in Schach halten werden...

      Andere, und das sind nicht wenige Anthros, fühlen sich politisch zu inkompetent, um selber aktiv zu werden, verfolgen aber in stiller Zustimmung und voll Hoffnung die Völkischen Bewegungen, weil sie glauben, eine übersichtlichere Welt käme zurück. Irgend sowas...

      mischa

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    13. @ Valentin, @ Anonym

      Richtig. Bitte genau lesen und unterscheiden:

      Potenziell, potentiell bedeutet:
      Adjektiv - möglich (im Gegensatz zu wirklich), denkbar; der Anlage, der Möglichkeit nach; vielleicht zukünftig.

      Potenziert (oder potenzieren) steht für:
      - Die Berechnung einer Potenzfunktion (in der Mathematik)
      - Potenzieren (Homöopathie), ein kontrolliertes Verdünnen von Arzneisubstanzen

      Das erste Wort wurde von Claudius Weise benutzt.
      Mit dem letzten Wort (potenziertes verdünnen von Arzneisubstanzen) habe ich das Zitat eine andere Richtung geben wollen:
      "…Achtung: die potenziert faschistoiden Anthroposophen sind natürlich nicht gemeint!..."

      "potenziell faschistoiden Anthroposophen"
      "potenziert faschistoiden Anthroposophen"

      So sieht der Unterschied aus. Sie ist eben nur beim genauen Hinschauen sichtbar

      Potent:
      Das hatte ich weder benutzt noch gemeint. Heißt aber:
      1. Als Mann fähig, den Geschlechtsakt zu vollziehen.

      2. Übertragen: stark; leistungsfähig. "Ein potenter Gegner"

      "potent faschistoiden Anthroposophen"

      Das klingt dann schon richtig bösartig (mit geballt brauner Ladung sozusagen!)

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    14. Danke Mischa, wollte eigentlich heute nicht mehr Internettlern, aber habe gerade etwas gelesen in Philosophie Magazin Nr. 03 2017, s. 83 wo das Buch des Monats von R. Düker besprochen wird: Die autoritäre Revolte von Volker Weiss .
      " Heute macht das unermüdliche Auseinanderhalten von Identitätszuschreibungen unter im Grunde Gleichgesinnten dabei das Feld so unübersichtlich: Ob Neurechts, identitär, libertär, nationalkonservativ oder wie auch immer- durch enervierende Begrifssklauberei und untereinander hitzig geführten Platzanweisereien vernebeln die Ideologen, inwieweit sie dann doch desselben Geistes Kinder sind."

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    15. @ Mischa

      Der Begriff "faschistisch" ist ein ungreifbarer Sammelbegriff, ist deshalb schwer einzugrenzen und wirkt dadurch manchmal wie du sagtest "abgegriffen". Trotzdem weiß jeder irgendwie was damit gemeint ist.

      Tabuisierung des Wortes dürfte genauso wenig sinnvoll sein wie ihre gedankenlose Nutzung. Manchmal sogar im Sinne von Vorverurteilung. Wenn es benutzt wird, sollte es wohlüberlegt sein und aus dem Zusammenhang ersichtlich sein was damit gemeint ist. Der Glauben an und die Sehnsucht nach vergangenen Welten können sehr wohl faschistoiden Zügen haben oder faschistisch geprägt sein. Sie sollten auch als solche bezeichnet werden dürfen. Auch wenn gewisse Leuten, aus guten Gründen, damit nicht einverstanden sind.

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    16. @ Valentin.. @ Finkelsteen .. @ Bobby

      Ja!

      Alles klar, und Dank, freut mich, daß diese Feinarbeit einer Wort-Reflektion jetzt obendrein auch gemacht wurde.

      mischa

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    17. @bobby

      Anonym war ich!

      'Potenziert' würde ich in diesem Zusammenhang allerdings nicht mathematisch, sondern eher anthroposophisch(homöopathisch)-pharmazeutisch so auffassen:

      Durch Verdünnung ins Feinstoffliche transferiert, durch die Anwendung schwallend-kosmisch-rhythmischer Prozesse in der Wirksamkeit immens gesteigert (also mathematisch gesehen potenziert und Potenzgesteigert) aber äußerlich nicht mehr sichtbar und nicht so einfach nachweisbar (auch wenn' s auch oft trotzdem sehr grobstofflich daherkommt).

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    18. @ Stephan

      Glückwunsch!

      Schöner, bildhaft-geistreicher und treffender kann man das nicht beschreiben. Herr Weise wird sich freuen…

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    19. Hiiiiiiilfe! Ich habe gerade festgestellt, dass ich eine Aussage von einer ansonsten eher fragwürdigen AfD-Tante ganz symphatisch finde...Bin ich jetzt ein potentieller Anthrofaschist...??

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/alice-weidel-afd-politikerin-raet-ja-sagern-zur-rueckkehr-in-die-tuerkei-14975167.html

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    20. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    21. Lieber Anonymer. Das ist okay, ein Freund von mir hat mir vor kurzem gestanden, dass er Frauke Petry sexy findet.

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    22. @ Stephan, Bobby and all ...

      Klare Sache :) bezügl. Ludwig war mein 'potentiell' ironisch gemeint...denn ich empfand den Satz von Weise auch als eher verharmlosend, ausweichend... Klar, ist vielleicht nicht immer ganz einfach das alles aufzuspüren....einige Anthro-Angebräunte (und anders Gefärbte) machen das natürlich sehr geschickt und nicht immer direkt ausgesprochen - hier und da im Netz gestreut...muss man halt gut recherchieren und vor allem gewählt sein, wirklich hinzuschauen...Aber oft reicht auch schon ein "zwischen den Zeilen lesen" -- oder am besten ein direktes Ansprechen und Fragen, da kommt manchmal ganz überraschend (oder auch nicht)so einiges ans Tageslicht ;)) (wie ich einst erlebt bei Bonneval, ich berichtete hier)...

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    23. @Anonymer Hiiiilferuf

      Vermutlich haben Sie das Anthroid-Betriebssystem installiert, welches bekannt für derartige Bugs und anfälligkeiten ist.
      Mein Vorschlag wäre, dass Sie ganz auf das Fachistoid-Betriebsystem upgraden um Systemkonflikte zu beheben.

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    24. @ Stephan

      hilft da nicht Faschodoron als Gegenmittel ? (hochpotenziert ;)

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    25. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    26. Auch wenn' s ein entsprechendes Antiidiotikum gäbe, wäre die Resistenzlage sicher noch viel viel ausgeprägter als bei den Antibiotika...

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    27. Antiidoitikum:
      Wirkt zuverlässig gegen die sogenannte Cerebrale Diarrhoe.

      Nebenwirkung: Vereinzelt wurde festgestellt, dass der im Gehirn verankerte konditionierte neo-faschistoiden Reflex ebenfalls gedämpft wird. Um diese unerwünschte Nebenwirkung zu vermeiden sollte das Medikament nur unter strenger Beobachtung verordnet werden von einem in der Kunst des esoterischen Heilwesens eingeweihten Geistheiler unter gewissenhafter Einhaltung völkischer Gesichtspunkten.

      Packungseinheit 100 Filmtabletten IQ 110:
      http://asset-3.soupcdn.com/asset/5430/2797_3001_500.jpeg

      Info unter:
      rudolf@querformat.org
      Querformat Medienkonzept GmbH
      Achtung: diese Adresse gibt es wirklich!

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    28. Das Medikament ist nur bei ICD 10 zugelassen und muss als Gehirneinlauf über die Ohren verabreicht werden - Tabletten gibt's davon noch nicht...

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    29. Man nennt das die ohrale Verabreichung im Gegensatz zur oralen...

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    30. Menschenkundlich gesehen ist die betroffene Person keinesfalls doof, ihre Intelligenz befindet sich lediglich in okkulter Gefangenschaft eines intelligenzverteufelnden Gurus; etwas Rattengift für den Guru und eine Wurmkur für den Patienten hätte vermutlich eine deutlich zuverlässigere Wirksamkeit...

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    31. "Der Begriff "faschistisch" ist ein ungreifbarer Sammelbegriff, ist deshalb schwer einzugrenzen und wirkt dadurch manchmal wie du sagtest "abgegriffen". Trotzdem weiß jeder irgendwie was damit gemeint ist."

      Hin und wieder mal auch etwas Richtiges in diesem Blog, wenn auch nicht im allgemein gültigen Sinne, sondern im Selbstverständnis der meisten hier Schreibenden und ihrer propagandistischen Ausrichtung.
      Klar, hier weiß jeder was gemeint ist, sehr richtig! Der Begriff ist derart erweitert worden, dass er in den meisten Fällen mit dem Prädikat "böse" gleichgesetzt ist, was wiederum die zulässige Pauschalbezeichnung ist, für jede abweichende Meinung.
      Ausgiebig wird er zu diesen Zwecken eingesetzt, mit einem schlagkräftigen Vorteil, erspart er doch - im Gegensatz zur bloßen Betitelung als "böse" - das Beifügen von Belegen und Argumenten. Bei "böse" allein würde es nicht reichen, aber bei "faschistisch" genügt es, wenn ein Freund eines Bekannten im weiteren Umfeld der Person, die es zu derart zu "betiteln" gilt, mal etwas gesagt haben könnte, was ähnlich klingt wie irgendeine Aussage eines wirklichen Faschisten. Das legitimiert jede noch so absurde Assoziation, das ist einfach so.

      Im Übrigen bin ich nicht identisch mit dem "anonym" von gestern, 17.34 Uhr, dessen Post anscheinend diese grausige analphasenhafte Fäkal- und Idiotie-Debatte ausgelöst hat, die bemerkenswerte Rückschlüsse auf den Geisteszustand der daran Beteiligten ermöglicht.
      Beim zum Blogseelsorger avancierten Stephan könnte man vielleicht noch ein Auge zudrücken, hat er doch vermutlich schon berufsmäßig mit menschlichen (nicht nur geistigen) Ausscheidungen aller Art zu tun, wobei der notwendige Abhärtungseffekt sein Empfinden in Bezug auf was den unbedarften Lesern zumutbar ist, etwas abgestumpft haben dürfte.

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    32. "...der meisten hier Schreibenden und ihrer propagandistischen Ausrichtung." Sehr geehrtes Anonym, und gehöre ich auch zu den Propagandisten in Ihrer Persönlichkeitsstrukturanalyse und wenn was würde ich dann propagieren?
      Merci für Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Mit Freude und Spannung sehe ich Ihrer Antwort entgegen.
      Herzlichst
      Herrmann Finkelsteen, Prof. Dr. phil. des Hamasheyker Institut für biologische und spirituelle Kybernetik

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    33. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    34. In Übereinstimmung mit Herrmann Finkelsteen, Prof. Dr. phil. des Hamasheyker Institut für biologische und spirituelle Kybernetik, gilt es noch zu erweitern:

      Resistenzen:
      Leider ist dieses Medikament nahezu wirkungslos bei der Patientengruppe die am Syndrom der neo-faschistisch bedingten Humorlosigkeit leiden. Unzählige Experimente haben leider zu diesem Ergebnis geführt. Das gleiche trifft zu bei Patienten die eine Humor-Resistenz vorzeigen auf Grund von paranoiden Verschwörungsgedanken.
      Diese Störungen sind meistens erziehungsbedingt und häufig weltanschaulicher und ideologischer Natur. Dieser Patientenkreis braucht dringend die Zuwendung einer langjähriger seelentherapeutischen Behandlung und Betreuung im Sinne einer Entschwörung des Betroffenen. Wie diese im Hamasheyker Institut schon langjährig und erfolgreich erprobt worden ist. Vielleicht könnte Prof. Dr. Finkelsteen dazu freundlicherweise noch weiteres ausführen.

      Hinweis:
      Meine aktuellen Ratschläge haben einen allgemein-medizinischen Charakter. Sollten Anonymen Personen Überschneidungen bei sich festgestellt haben, so liegen diese im Bereich des Zufälligen und haben keine karmischen Konsequenzen.

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    35. Er hat was mit "Analphase" und so .. gesagt. Und er kann "Fäkal" sagen, statt Auskotung. Ist es der Niederhausen? :-))
      Oder wer schießt da aus dem Nebel in unsere hehre Runde aus erlauchten Mahatma Propagandhis?

      mischa diogenes

      Grüßt voller Wonne aus seiner rosa Schlummertonne, zieht am Faß den Vorhang zu, legt sich wieder hin zur Ruh....

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    36. Sehr geehrter Prof. Finkelsteen,

      nein, ich möchte Sie keinesfalls mit den übrigen 4 bis 5 Platzhirschen in einen Topf werfen, die sich hier in fast schon surrealer Einhelligkeit in monoton ermüdenden Abwärtsspiralen übertrumpfen, sei es was das qualitative Niveau der Beiträge betrifft, wie auch die leider fehlende, nicht nur propagandistisch sondern zuweilen sogar olfaktorisch zu verstehende Geruchsfreiheit.
      Ich stelle schon eine weitaus angenehmere Persönlichkeitsstruktur fest, mit einer doch um Welten unvoreingenommeneren Herangehensweise an die Herausforderungen unserer Zeit.

      Sehr wahrscheinlich liegen unsere Idealvorstellungen in Bezug auf das wahre Menschsein sowie die als Voraussetzung dafür notwendigen politischen wie spirituellen Organisationsformen des Gemeinwesens nicht auf einer Linie, aber es gibt doch wertvolle Ansätze für weiterführende Gedankengänge.

      Ich bin freiheitsliebend sowie individuell und unabhängig denkend und handelnd, das ist bekannt. Deswegen wünsche ich mir so wenig Einflussnahme wie möglich auf meinem selbst bestimmten Weg. Freiheit - und das in jeder denkbaren Hinsicht - ist nicht gerade das, was sich Großmächte, Imperien usw. auf ihre Fahnen schreiben, außer vielleicht ihrer eigenen, bzw. derjenigen, der durch sie mächtig werdenden Menschen.
      Organisatorisch wäre vermutlich eine Welt aus 10.000 Liechtensteins nicht machbar und zielführend bzw. nicht der Menschheitsentwicklung dienend, dem Weltfrieden vielleicht schon eher, aber das ist nicht das Entscheidende.
      Es gibt sicher vernünftige Mittelwege zwischen Kleinstaaterei und Weltregierung, auch das verstehe ich jetzt genauso im spirituellen Sinne.
      Nix mit "Weltgeist" also!
      Du weißt ja, ich gehöre zu denjenigen die Rudolf Steiner im wörtlichen Sinne keinesfalls immer Recht lassen.
      Ich für mich möchte mir nicht nur niemals meine Metzger selber wählen, sondern diese eben u.U. auch greifen und anfassen können, im positiven Sinne natürlich. Die Anonymisierung von Machtstrukturen wäre mir in diesem Zusammenhang ein Gräuel.
      In diesem Sinne fällt mir zu deiner Frage, was denn gegen Clinton und Soros eingewendet werden könnte spontan ein, dass diese genau das Gegenteil repräsentieren. Nach Trump wurde nicht gefragt, aber das gilt für ihn genauso, damit da jetzt nur keine primitiven - hier leider an der Tagesordnung stehenden - Rückschlüsse aufkommen!

      In gebührendem Respekt, solange es noch geht, wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Tag

      Ihr anonym



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    37. Sehr geehrtes Anonym,
      ich werde Ihnen heute abend ausführlicher antworten. Erstmal danke für Ihre Antwort und ich hoffe, dass ihnen nicht ans Bein gepinkelt wird. Ich muss jetzt aber und das sind keine Fake News zu meiner Urologin.....
      Bis später*
      Herzlichst HF

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    38. Und immer im Sitzen pinkeln, Rudolf!
      Sonst tust Du Dir durch Urinieren die Schuhe ruinieren.
      Und nachher fragst Du Dich empört, wer Dir schon wieder an' s Bein gepieselt hat und verdächtigst dabei den Berufspinkler...

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    39. Anonymer! Höre, was ich Dir sage, Herr von "Sie und Ihnen"

      Sie hier!.. oder soll ich du sagen, dann aber allemal klain geschrieben. Auf Sie hab ich grad noch gewartet, Sie wichtiger Zwergwichtel. Da merkt man, daß hier jemand offenbar noch nicht recht schwarz unter den Nägeln hatte, und das Häuptlein noch nicht tief genug im Staube? Hier ist jemand, der sehr hierarchisch von sich denkt? Und gewohnt ist, den roten Teppich unter die Pantöffelchen geschoben zu kriegen? Diese wichtelnden Dünkelpinkel haben gerade noch gefehlt, wenn es um den Kultur- und Infokrieg geht?

      "Wer sind denn Sie!" Haben Sie auch Ihre Türsteher dabei, brusthaartoupiert, mit Sonnenbrillen geschmückte Schwarze Leder-Onkels?

      Wer so daherschwallt, in großer Geste viel geistigen Raum beansprucht, der ihm offenbar eng wird, der!.. der ist außerdem gewohnt, sich alles kaufen zu können, und wenn er verzichtet, dann bloß aus Dünkel, er nennt's Askese, braucht's allein, um dünkelhafter als jeder Ober-Rotarsch-Pavian zu sein?

      Ergo: Bleiben Sie auf Ihrem Affenfelsen thronen, vielleicht bringt Ihnen einer aus dem Fidelkasten-Humidor 'ne Chicky Wara Havanna vorbei, und wenn Sie Feuer verlangen und bekommen, steh ich bereit mit meiner Wasser-Pump-Gun und blas Ihnen Ihre Edelzigarre einfach aus!

      Machen Sie woanders Revolution, Sie Träumer: Die Verhältnisse sind eben so, daß es da einen jungen Anwalt gab, namens Maximilien Marie Isidore de Robespierre, Gegner der Todesstrafe, Beefürworter der Gleichberechtigung von Mann und Frau, und Anwalt des leidenden "kleinen Mannes". Die Geschicht ist für keinen, auch nicht für ihn selber gut ausgegangen.

      Uns wissen Sie, Sie wissender Silbernacken mit Bildungs-Dünkel-Balkons-Larve, der wäre heute, je nach Alter und Lage gewiß auch an der Seite der schnattertenden Ganserte zu finden. Der Robespierre, diese Tragik, die hatte er in seinem Schicksal drin.

      Mit dem Alibi des Klassenkampfes für die Entrechteten und Enterbten das Dominat über Kompetenz-Reviere beansprucheln? ,

      Anbei Schulterklappen, Pantöffelchen und flauschige "Ich-Habe-Bedeutungs"teppiche irgendeines Systems allemal in der Selbstverständis-Vorstellung jedoch drin zu haben, welch eine Tour. Hupen tun Sie im Straßenverkehr sicher auch öfter als Andere?

      Weil es solche gibt, die da immer drauf reinfallen, kann man sich ja auch klasse über Andere qualifizieren. All die Herrn mit dem Bart, mit Zylindern und Monokeln, goldnen Spazierstöcken, und waas der Deibel, was die alles g'habt hamm! :-))

      mischa

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    40. Drei Jahre Fließband oder einen Kuhstall ausmisten, aber ohne Fernsehen dabei, ohne Dünkel-Kameras und Spiegel, auch ohne den psychomusikalischen Bewunderungs-Spiegel von irgendwelchen Fäns Ihres eventuellen Images, sondern als Schütze After-Eight im letzten Glied was arbeiten.

      Bei einem Meister, wo - nicht geschimpft - schon dreifach gelobt heißt, das würde Ihren zwar nicht heilen, aber uns Platzhirschen hier Anlaß zu tiefer Genugtuung sein. :-)) Aber wir wollen nicht so vergeltungslüstern sein: Bei Erdogan hatt's auch so angefangen, jetzt ist er der Dick Ta Tor am Goldenen Horn, und alles wird zu Gold, was er anfaßt, und sagt "Ja!" zu ihm.

      Sollen wir auch mal "Ja!" zu Ihren Versprechungen sagen? Wenn Sie uns obendrein dazu vorhalten, wir würden uns aus Torheit gegen Sie verwahren, ruchlos wie ein Jean-Baptiste, Süßkinds parfümerner Frosch, ohne Eigengeruch in fremdem Wissen wildernd, nicht qualifiziert für das, was wir hervorbringen?

      Sagen wir mal "ja", und haben unsere Ruhe. Dünkeln Sie mit Ihrer Fake Arche Noah in trübere Gewässer, und blasen Sie sich nicht so auf, Sie werden die Welt nicht retten. Niemals mit Verschwörungs-Ideologemen und der Salbung der hell leuchteten Black Holes, die selbige verkaufen, und nicht schlecht von leben.

      Kuhschwänze bürsten und morgens um vier Mist fahren und das Vieh melken, Haufen setzen und schlecht von leben, dieser Schwedentrunk scheint an Ihnen und Daniele 9/11 trefflich vorbeizufliegen.

      Guter Draht zur "geistigen Welt"? Hä?

      Herzlich rüttelnd
      mischa, sohn des poseidon, auch Silbernacken

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    41. "im Sitzen pinkeln...."
      "Sonst tust Du Dir durch Urinieren die Schuhe ruinieren..."
      "wer Dir schon wieder an' s Bein gepieselt hat und verdächtigst dabei den Berufspinkler..."

      "Diese wichtelnden Dünkelpinkel"

      "Ober-Rotarsch-Pavian"

      "Mist fahren ....... Haufen setzen"

      Und ewig weiter geht's...
      fäkal, anal, sch....ßegal.....
      Die heutige geistige Elite.....


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    42. Ne, Rudolf!
      Die geistige Elite bist Du, nur Du allein.
      Da werden wir Dir nie das Wasser (den Harn) reichen können...

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    43. Hallo das Kontrastmittel ist wieder ausgeschieden, ab einem bestimmten Alter sind Themen wie Prostata, Harn u.s.w. Themen , die wir nicht ausgrenzen sollten aber das nur nebenbei.
      Wir alle sind Platzhirshe jeder auf seine Art hrrrrrrrrrrrrrrrrrrööööööööööööhhhhhhhhhhhhhhhhhh
      Wie schallts von der Höh`
      Die Niederrheinische Tiefebene weiss nicht, dass dies eine berühmte Zeile aus dem Watzmann ist und da wären wir genau beim Thema.....
      Zentralismus Dezentralismus. Nationalismus Regionalismus, Dialekt oder Landessprache Amtssprache oder Unterdrückung u.s.w. Süddeutsche litten unter dem Eisenhut des Preussentums was vor allem verbal durch Hochdeutsch z.B. ausgedrückt wurde. Auch ich lebte in dem gallischen Dorf, das umzingelt war von Clintons und Soros, Präsentationen von römischen Legionen, die ihre Ordnung aufzwingen wollten z. B. jeden Abend unkosheren und nicht halal Wildschwein zu verbieten. u.s.w.
      Auch ich träumte einmal von der Alpenrepublik mit Bayern, Österreich, Schweiz und Tyrol vielleicht noch ein paar Täler in Slowenien eins von Handke u.s.w.
      Es ist eher eine urbane und ländliche Spaltung, Demeter, Heimat, Scholle, gute Stammbäume, ordendliche religiöse und gender konforme Einstellungen kompatibel mit dem Ambiente der schönen wilden und gebändigten Natur, Outdoor gesund optimiert schön.....
      Und einmal im Jahr gibt es die Heidifestspiele um den Volksgeist zu erspüren, zu zeigen wer man ist, wessen Identität man besitzt assimiliert man sich verändert man ist man höflich oder frech ist ja auch egal......
      ja der Kampf zwischen Frankfurt ( Info 3 ) die Antropotanten von Heidi....
      Ja ich ahne wo unsere Überschneidungspunkte sein können Anonym.
      In diesem Sinne....ich denke die Welt hat sich weitergedreht und anderes komt dazu zum Watzmann zur Heidi zu Jesus oder zu Helmut Lotti.
      Herzlichst
      HF
      P.S. Ich lese das jetzt nicht noch einmal durch.

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    44. Ich möchte hier noch voraussagen, dass wir bald eine Frau in Frankreich als Präsidentin sehen werden wie ich das ja auch schon bei Trump gesagt habe, weil diese genau dieses Thema von Zentralismus Dezentralismus, ländlich städtisch als Problem erkannt hat und es, ich würde mal behaupten mit alten Mitteln, pathetischen Patriotismus und das wissen Sie ja selber von Ihrem Einsatz in Afghanistan, der keine wirklichen Lösungen, sondern ein gutes Bauchgefühl für ein geraume Zeit anbieten, ausnützt. Einfach ältere Männer die den Karren auf Kosten der jüngeren Generation an die Wand fahren, illegal da ihr Führerschein wegen Unzurechnungsfähigkeit zurecht durch ein EU Gesetz ungültig war zum Zeitpunkt des Unfalls.
      Ciao
      Herrmann Finkelsteen

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    45. Irgendwie hat dieses Anonym eine Ausstrahlung wie Darth Vader gehts Euch auch so?

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    46. Die Darth Vaders sehe ich anderswo. Der anti-europäische, aber auch anti- deutsche Reflex zB im französischen Wahlkampf nimmt beunruhigende Züge an, und wird gnadenlos bedient. Ganze Völker scharren mit den alten Hufen. Wer weiß, ob uns nicht mehr um die Ohren fliegt als ein paar EU- Bürokraten- Sessel. Grüße und gute Wünsche, auch was die Gesundheit betrifft!

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    47. Ausstrahlung?
      NULL!
      Da strahlt einfach nichts, da saugt nur der Sog eines Vakuums.
      Mag sein, dass er sein saugendes Staubsaugerrohr für sein Laserschwert hält und seine Mission im Kampf gegen den Urin-Ruin des Alltags sieht...

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    48. Entschuldigung, passt das vom Thema hierher? Es gibt einen neuen, sehr guten Mädchenfilm "Conni und co", für Freunde der Mädchenbücher meines Meisters (Ebenso empfehlenswert: "Bibi und Tina").

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    49. Ursula, auch wenn Dein Meister selbst Filme anschaut und Niedersätze darüber aufschreibt, so ist und bleibt das hier ist ein Ort anthroposohischer Begegnung und da haben Filme einfach nichts verloren.
      Aber nimm doch einfach mal Deine Stockmarfarben und Mal uns die Geschichte als Daumenkino...

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    50. @ Finkelsteen,

      nichts mit ländlich, Alpenrepublik, Stammbaum, Scholle, "pathetischem Patriotismus" und dgl. sinnentleerter Gemeinplätze mehr...
      Auch Volksgeister erkenne ich nur an, wo sie sich auf die Seite der Freiheit des Individuums schlagen, sollten sie es überhaupt mal tun.

      Sie verkennen mich völlig.
      Auch mein "Afghanistan-Einsatz" erfolgte nicht im Dienste der "Heidi-Heimat". Auch keiner anderen politischen, geografischen oder geistigen.
      Zwar freiwillig, aber in eigener Sache. Bin mit einem Touristenvisum eingereist, ja auch das gibt es, wenn man es wirklich will.
      Also, ich konnte mich völlig frei bewegen, zwar teilweise in Begleitung eines angemieteten Esels samt Treiber, aber außer mir selbst, niemandem verpflichtet.

      Lg

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  10. @ Mischa

    Hut ab, klasse, wunderbar. Dein Beitrag "Vermutung" gehört in jeden Schulunterricht oder auf jede erste Seite einer Tageszeitungen (oder zu aller erst in die Zeitschrift "Die DREI, frag doch mal den Claudius!)..
    lg

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  11. Wir sind doch keine Göbbels und auch kein progressiver antifa-club...da gibt es ganz andere Kaliber, anonym..Du,wir machen uns einfach nur Sorgen...schau, einige Anthroposophen haben sich seit längerem so richtig in Putins Russland verliebt, wahrscheinlich weil sie sich einiges bei Steiner rausgepickt haben und nun meinen das mit allen verfügbaren Mitteln, auch mit tiefbraunen, in die Tat umzusetzen oder zu verteidigen...
    schau dir doch mal hier diesen link an...eine Propaganda aus dem hohen germanischen Norden...dann weißt du hoffentlich bald wie der Hase so läuft in diesen braunen Anthrohausen-Kreisen:
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/83756

    Und erschrecke nicht ob der linken Propaganda auf der Seite, anonymchen...
    bedenke, auch solche Leute können gut recherchieren und manchmal hilft eben auch kein Faschodoron-kügelchen...und viele kleine Puzzleteilchen ergeben auch ein Bild ;)

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    1. Henning Pless, Hamburger Waldorfschüler, biederer Gesundsheits- und Sportfanatiker. In Wirklichkeit ideologisch und praktisch ein Mann der Neonazi-Szene. Konkrete Anknüpfungspunkte mit der Anthroposophie habe ich aber nicht gesehen. Im nachfolgenden aber umso mehr. Eine ähnlich blendende Fassade findet sich auch hier:

      https://gesundheitsberater.de/
      &
      https://www.lahnhoehe.de/allgemeines/

      Die Klinik Lahnhöhe. Ein Pilgerort mancher Anthroposophen in Lahnstein die sich vom Ernährungspapst (brauner Müslipapst) Max Otto Bruker in seiner Klinik ganzheitlich haben beraten und behandeln lassen. Über Bruker wird häufig positiv in den Medien berichtet. Seine Bücher finden sich auch in linken Kreisen, er war neben Werner Haverbeck einer der prominentesten WSL-Mitglieder (Weltbund zum Schutz des Lebens). Über seine braune Vergangenheit gelangte bisher jedoch kaum etwas in die Öffentlichkeit.

      Aufgeklärt wird hier über die nationalsozialistischen Hintergründe, seine rechtsextremen Aktivitäten in der Nachkriegszeit bis zu seinem Tode, seine enge Beziehung zum Collegium Humanum und den Anthroposophen Prof. Dr. Werner Haverbeck ("Das CH bemüht sich um eine vorurteilslose Urteils- und Bewußtseinsbildung gegenüber allen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit mit dem Ziel, durch die Begegnung aller Menschen eines guten Willens der geistigen Erneuerung zu dienen") und vieles mehr:

      https://www.psiram.com/de/index.php/Max_Otto_Bruker
      &
      http://www.salzekurier.de/Berichte_09/090906_Bruker.html


      Auch bemüht um Aufklärung im anthroposophischen Sinne ist diese anthroposophisch angehauchte Adresse:
      http://www.gesundheit.fuer-uns.de/?menuf=vollwert

      Es findet sich unter die Förderer der Vollwertkost neben Rudolf Steiner auch Max Otto Bruker. Eine Ernährung nach der Anthroposophie findet sich hier ebenfalls:
      http://www.gesundheit.fuer-uns.de/index.php?menu=2&menu2=5

      Dort heißt es:
      Durch Fleischnahrung führt der Mensch etwas in seinen Körper ein, was zu Fremdstoffen wird und in ihm unkontrollierte Wege geht. Damit führt der Fleischkonsum zu hysterischen und epileptischen Zuständen, zu Zorn, Antipathie und Vorurteilen.

      Gut zu wissen! Verschwörungsdenken (als unkontrollierter Auswuchs von hysterischen und epileptischen Zuständen, Zorn, Antipathie und Vorurteilen) dürfte somit in Kreisen die sich nach diesen Grundsätze ernähren nur äußerst sporadisch vorkommen.


      Hintergrundwissen zum vorherigen:
      Von Karma bis Lebensschutz
      Über Ökofaschismus, New Age und Heidentum
      Argumente und Kultur gegen Rechts e.V., Bielefeld
      Download:
      http://aawe.blogsport.de/images/1karma.pdf

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    2. "wir sind doch keine Göbbels"

      na hoffentlich.
      Leider hat es halt oft den Anschein, dass mit ähnlichen Methoden gearbeitet wird. Dieses immer wiederkehrende, langweilige und abgedroschene braune Feindbildmalen, bei jeder Gelegenheit und nicht konformen Meinung, drängt Analogien zur damaligen Anti-Linken, Anti-Sozialdemokraten und Anti-Kommunisten-Hetze bei Göbbels auf, bei dem links synonym für böse war.
      Und daß man bei Rudolf Steiner für jeden erdenklichen Blödsinn irgendwelche Anhaltspunkte finden kann, d.h. ihn für grundsätzlich alles instrumentalisieren und vereinnahmen kann, wenn man es nur ernsthaft und ausdauernd betreibt, ist auch längst kein Geheimnis mehr.
      Es ist dies das Geheimnis Steiners selbst, welches eben anscheinend nicht richtig erfasst wird, welches er der Menschheit mit auf den Weg geben wollte. Also dass es wissenschaftliche Methoden gibt, mit denen man alles aufbauen, aber auch alles zerstören kann.
      Sogar dieses wertvolle Instrument selbst, wenn man eben falschen Interpretationen über seine Natur und Wirkungsweise anhängt.

      Die Wahrheit ist, dass wirkliche Putin-Verliebte unter den Anthros extrem selten sind. Meist werden sie nur zu solchen konstruiert. Und die, welche es wirklich sind, stellen - weil sie zahlenmäßig so gering sind - absolut keine Gefahr dar, weder für die Anthroposophie noch für die Allgemeinheit.
      Man kann sich also nur fragen, was hinter dieser ständigen Anthroposophen- Hatz wegen angeblicher Putin-Anhängerschaft steht, denn es hat längst den Anschein, dass weniger die Sorge um die realen Gefahren putinscher Politik für den Westen als vielmehr das Bestreben dahintersteckt, der Anthroposophie als Ganzes zu schaden.

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    3. Früher hatte ich einige Bücher von Bruker, als ich zuhause ausgezogen und auch aus der Heimatstadt ausgewandert, wollte ich mich auch ernährungsmäßig neu orientieren. Ein großer Hit war damals, 1983 herum, Brukers Buch "Vorsicht Fluor", wo er über eine "Akte süßes Gespräch" zwischen Aluminiumindustie (Fluorabfälle), Zuckerindustrie und Zahnarztkammer Nordrhein berichtete. Von "Nazi" usw. wußten wir nichts, wir waren auch viel zu naiv, aber unschuldig naiv. Heute wird mir klar, wieviel "Wasser, Wald und Wiesen, unsichtbare Wesen"-Esoterik nach dem Kriege Heimat für ehemalige Nationalsozialisten und ähnliche wurden. Wir dachten, weil Esoterik und Sterndeutung in der NS-Zeit ja streng verboten war, die wären "alle im Widerstand oder in der inneren Emigration" gewesen. Wo auch hätten wir recherchieren sollen, und zu Tagungen oder allerlei Vortagsbesuchen fehlte uns notorisch das Geld. Da bekamen wir wenig mit. Und wenn mal am Rande, da dachten wir "jaja, üble Nachrede, denen paßt das spirituelle nicht. Der SPD ist es nicht säkular genug, der CDU ist es kirchenfeindlich!"
      mischa

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    4. Hi Bobby,
      ergänzend sei gesagt - ich erfuhr so einiges über ihn von hiesigen Bekannten bzw. Nachbarn oder nahen Ex-Patienten (somit auch von seiner anthroposophischen Haltung bzw. seinem Steinerinteresse und Waldorf-Engagement)...Kaum jemand wusste, was er im Hintergrund bzw. im Untergrund so trieb (nicht mal engste Bekannte wussten das, angeblich)...alle waren mehr oder weniger geschockt als alles rauskam und viele fragten sich verwundert - wie kommt es dass ein so intelligenter, nach außen hin ganz unauffällig-netter Mann, in so tief-rechten Kreisen umherirrt...er war doch immer so für Waldorf, alternative Medizin und für ein gesundes Leben...

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    5. Mh, ja, lieber Valentin.

      So ist der Mensch.
      Wie hieß denn der SS-Mann, der so herrlich fein die Geige spielte..? Auch das einfühlsame Gespräch mit dem Patienten, ist es nicht auch ein empfindsames Geigenspiel? Mit dieser Empathie kann man heilen, und eben auch wissen, wo es am wehsten tut.

      Als Kriminalist weiß man dann auch, daß es immer der lächelnde, freundliche und hilfsbereite Mann war, der dann als heimlicher Frauenzerstückler mit einem unterirdischen Mädchenzoo aus der Tarnung heraus gefahndet wurde, gerade mal durch einen klitzekleinen Zufall.

      Es ist schon alles sehr seltsam, was die Menschen umtreibt.

      mischa

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  12. In der gleichen April-Nummer von Die Drei kommt auch Eisenhut wieder zu Wort: “Die USA sind somit nicht nur der mächtigste Staat der Welt, sondern auch der Staat, in dem die stärkste Vermischung der drei Glieder des sozialen Organismus auftritt.“. Er basiert sich typischerweise auf den vorbolschewistischen Steiner und urteilt dann: “Insofern hat sich heute bewahrheitet, was Rudolf Steiner schon 1916 über die Impulse des Westens hervorgehoben hat…“. Ja, schon 1916.

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    1. Gut zu wissen, dass die politische Perspektive von Die Drei aus dem Jahr 1916 stammt.

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    2. Die USA waren 1916 aber weder eine Imperialmacht noch wollte sie sich am Kriegsgeschehen aktiv beteiligen. Sie verfügten zum Zeitpunkt des Kriegsbeginnes (1914) nur über eine vergleichsweise kleine und kriegsunfähige Berufsarmee. Bereits 1915 hatten sich die deutsch-amerikanischen Beziehungen nachhaltig verschlechtert, als ein deutsches U-Boot den englischen Passagierdampfer absichtlich versenkte mit 139 amerikanischen Staatsbürgern als Opfer. Der Eintritt im Krieg wurde dann erst Anfang 1917 durch die uneingeschränkten Angriffe deutscher U-Boote erzwungen. Innerhalb kürzester Zeit musste durch Rekrutierung ein schlagkräftiges Massenheer aufgestellt werden: Am 6. April 2017folgte die förmliche Kriegserklärung.

      Wie auch im zweiten Weltkrieg (Pearl Harbour) waren die USA nicht vorbereitet auf einer Kriegsteilnahme und wollten sich vom Kriegsgeschehen isolieren. Zu einer Großmacht sind sie erst nachträglich durch erzwungene Kriegsteilnahme geworden. Durch die zwei Weltkriege und durch die Bedrohung der Sowjetunion im Nachkriegsgeschehen.

      Basiswissen, Schulwissen nennt man das. Eigentlich eine Absurdität darauf hinweisen zu müssen.
      Die deutsche Kriegsperspektive war natürlich eine ganz andere. Damals einseitig aber evtl. irgendwie nachvollziehbar durch Unkenntnis und Verstellung der Tatsachen durch die deutsche Kriegspropaganda. Wenn aus heutiger Sicht aber eine Verzerrung historischer Zusammenhänge dieses Ausmaßes stattfindet muss das schon als böswillig bezeichnet werden.
      Die Frage ist vor allem: Was soll damit bezweckt werden?

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    3. @ bobby: »Was soll damit bezweckt werden?«
      Statt munter draufloszuassoziieren, könnte man Stephan Eisenhuts Artikel auch lesen – er ist hier online.

      Darin steht der folgende Gedanke aus GA 193 — den ich leider in dieser Diskussion hier bisher nicht beherzigt finde.

      »Je mehr der Mensch auf seine eigenen eigensinnigen Meinungen pocht und sich nur für diese interessiert, desto mehr entfernt er sich in diesem Augenblicke der Weltentwicklung von dem Christus. Je mehr der Mensch soziales Interesse entwickelt für des anderen Menschen Meinungen, auch wenn er sie für Irrtümer hält, je mehr der Mensch seine eigenen Gedanken beleuchtet durch die Meinungen der anderen, je mehr er hinstellt neben seine eigenen Gedanken, die er vielleicht für Wahrheit hält, jene, welche andere entwickeln, die er für Irrtümer hält, aber sich dennoch dafür interessiert, desto mehr erfühlt er im Innersten seiner Seele ein Christus-Wort, das heute im Sinne der neuen Christus-Sprache gedeutet werden muß. Der Christus hat gesagt: ›Was ihr einem der geringsten meiner Brüder tut, das habt ihr mir getan.‹«

      Wohl aber finde ich diesen Gedanken beherzigt in der aktuellen dieDrei-Ausgabe, in deren Editorial Claudius Weise schreibt:

      »… der kurze Artikel von Alain Morau, der unsere Redaktion vorüberge­hend in eine Konfliktzone verwandelte. Über keinen anderen Artikel haben wir uns bisher so heftig gestritten!«
      Es wird also gestritten, es werden Konflikte ausgetragen in der dieDrei-Redaktion. Ich finde das sowohl beruhigend als auch ermutigend.


      Wünsche frohe Ostern gehabt zu haben!
      Ingrid

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    4. Klar ist das die Perspektive von 1916, wie der Name des puplizierenden Historikers schon verheißungsvoll anklingen lässt:
      Damals trug man noch aufrichtigen Eisenhut (mit Blitzableiter) und keine Weicheier-Aluhüte...

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    5. Stephan Eisenhut -Die Christenheit oder Europa: Was für ein dilettantischer (kommt vermutlich von Tante) Jenseitsschmarrn!

      Das Christentum missbraucht für das große Amerika-Bashing, gewürzt mit märchenonkelhaftem Finanzexpertenwissen auf Monopoly-Niveau...

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    6. Die Steigerungsform von 'Anthropotanten' ist wohl 'Anthropodilettanten'...

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    7. @ Ingrid

      "…Statt munter draufloszuassoziieren, könnte man Stephan Eisenhuts Artikel auch lesen…"

      Munter draufloszuassoziieren?
      Bleiben wir bitte beim Inhaltlichen!

      Ich denke geschichtlichen Zusammenhänge miteinfließen zu lassen schadet nicht. Was spricht gegen eine Darstellung einer historischen Perspektive. Meine Antwort bezog sich auf das Jahr 1916 und die historische Ereignisse damals aber auch im Zusammenhang mit dem "Imperium" USA heute.

      Der Artikel von Stephan Eisenhut habe ich mit sachlichem Interesse gelesen. Nebenbei: Soziales Interesse für anderer Menschen Meinungen wäre mit Sicherheit angebracht und wichtig im sozialen Verhältnis zu anderen Menschen. Hier geht es aber lediglich um das Lesen von sachlichen Inhalten.

      "…Es wird also gestritten, es werden Konflikte ausgetragen in der dieDrei-Redaktion…"

      Das schreibt Herr Weise. Ja das ist richtig.
      Ich finde das Ergebnis aber (die Artikel soweit online zugänglich), aus meiner Perspektive, inhaltlich weder beruhigend noch ermutigend:
      Sachverhalte werden bewusst irreführend dargestellt wenn die Wirtschaftsinteressen westlicher Staaten, einseitig und verzerrend, spekulativ und verschwörerisch als Kriegshintergrund zur Vormachtstellung des Westens (USA) definiert werden, damals wie heute. Und damit abgelenkt wird von den wirklichen Motiven der Staaten die damals in den Krieg geführt haben und die auch heute ihre diktatorialen Machtsanspüchen weltweit zur Geltung bringen wollen.

      Damit werde ich jetzt mein "munteres draufloszuassoziieren" vorerst beenden.

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    8. Ergänzend.

      Eine Korrektur bedarf es. Ich hatte am Ende des ersten Absatzes meiner Antwort von 16:03 Uhr geschrieben:

      "Am 6. April 2017 folgte die förmliche Kriegserklärung."

      Das sollte natürlich heißen:

      "Am 6. April 1917 folgte die förmliche Kriegserklärung."

      Das habe ich erst jetzt gesehen. Tatsächlich liegt das ziemlich genau 100 Jahre zurück…

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    9. @ Stephan, Ingrid, Anonym, Valentin, Anonym

      Der Artikel ist erstmal total verfußnotelt. Und zweitens schweinelang! Die Fußnoten hätten bei einem akademisch/wissenschaftlichen Artikel, die Funktion, darauf hinzuweisen, wo recherchiert oder gelesen wurde, und wo ich es finde, um es womöglich zu vertiefen. Auch wenn ein Nicht-Arrivierter dilettiert (im 19.Jh hieß das bloß, das jemand seriös und mit Interesse sich selbst in einer Disziplin ausprobiert, schult, ein Autodidakt ist), nutzt er solche Fußnoten, um seinen eventuellen Leserkreis zu erklären, wo er was herholte.

      Aber hier im Eisenhut-Artikel kommt es mir, nach all den Jahren, wo ich in Salons oder Arztpraxen in solchen Die Dreis oder Goetheanums blätterte, immer mehr so vor, als wäre das fußnoteln hier eine Formsache, wie Frack, Monokel und Zylinder des Artikel. Denn ich kenne den Duktus aus den Jahren, als Peter Schilinski noch auf Erden weilte, und man auf ein wachsendes sich Wandeln der Gesellschaft hoffte und auch ein wenig an noch zu geschehende Wunder glaubte.

      So, wie Gott in aller Regel unsichtbar ist, ähnlich wie die lange durchgebrannte geliebte Exfrau, die nie mehr wiederkehrt, so wußte damals, 1970 und 1980 und '85 aber jeder: "Die Verhältnisse sind nicht so!" Man war im politischen Denken noch nicht realistisch, aber pragmatisch, was der Umgang mit den Steinerzitaten betraf und mit eigenen Utopien. Doch man glaubte.

      Glaubte noch anders an Volksabstimmungen, denn man dachte, der gute Kern eines jeden (andern) Menschen müsse freigeschält werden. Von jenen zuerst geschält, die eine bessere Welt erarbeiten und gestalten, dann feigeschält werden von der Neuen Besseren Gesellschaft. Dann werden alle nicht gut, man wollte ja "realistisch" sein, aber viieel besser. Liebevoller, heiliger irgendwie. Irgendwie.

      Heute ist man froh, wenn es gelingt, die real gegebenen Verhältnisse besser zu gestalten, den ganzen Verhauh organisiert zu kriegen.

      Und heute ist man tatsächlich öfter wieder jeder sein Leipniz, und begreift, daß diese heutige "Beste der Welten", nämlich gerade unsere Demokratie, unsere realisierten Gedanken über viele sog. Werte ein Werk von vielen Generationen ist, (und fürderhin sein wird) und ist auch gleichzeitig sein eigener Voltaire, der sich im Roman "Candite" über Leipniz Postulat von der "Besten der Welten" lustig macht.

      Der Ernst, mit dem gefordert wird, die Welt zu bessern, vor allem die freiere Welt (weil die, - nämlich demokratisch seiend -, es sich womöglich gefallen lassen wird, zumindest die Anklage, "verbrecherisch" zu sein), wirkt komisch, und klingt nach Bier und Tabak. Auch wenn der Anthro kein Bier darf, er trinkt es heimlich, und predigt Kaffee und Zigaretten. Und wirkt etwas verkatert. Und zumindest der Text von Herrn Eisenhut hat einen Bart. Er auch? Oder einen Kater mit Restsüße?

      mischa

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    10. @ mischa:
      »Der Artikel ist … schweinelang!«
      Na, sooo lang ist er auch wieder nicht. ;-) Platons Politeia ist um einiges länger…

      DieDrei ist halt eine Zeitschrift für Leute, die gern lesen.
      Ich halte nichts davon, sich aus Artikeln einzelne Sätze herauszupicken und in den Zusammenhang zu stellen, der einem selber als der nächstliegende erscheint – statt es bei dem Zusammenhang zu lassen, in den der Autor selbst diese Sätze gestellt hat. Aber natürlich: dazu muß man den Artikel erstmal vollständig lesen.

      »Die Fußnoten hätten bei einem akademisch/wissenschaftlichen Artikel, die Funktion, darauf hinzuweisen, wo recherchiert oder gelesen wurde, und wo ich es finde, um es womöglich zu vertiefen.«
      Ja klar — und diese Funktion haben sie auch in diesem Artikel. Wieso auch nicht?
      Einerseits sind es weblinks – hier kann man sofort nachlesen, wenn’s einen genug interessiert.
      Zusätzlich werden Artikel des Autors angegeben, die früher in derselben Zeitschrift erschienen sind, und von denen daher anzunehmen ist, daß die Abonnenten sie damals gelesen haben, oder doch daran interessiert sein könnten (dazu auch eine Erwiderung auf damalige Reaktionen offensichtlich interessierter Leser).
      Und dann gibt es einige (wenige!) Literaturangaben: ein paarmal Steiner (es wäre nicht überraschend, wenn die Leser einer anthroposophischen Zeitschrift mit diesen Bänden vertraut oder doch an ihnen interessiert wären), und dann Friedjung (den Steiner kannte, und auf den er sich offenbar bezog). Dazu einige Steiner-Zitate, und das war’s dann im Grunde auch schon.

      Ich würde den Artikel Stephan Eisenhuts weder mit „Amerika-Bashing“ noch gar als „faschistoid“ etikettieren, noch halte ich sein Fazit für abwegig:

      »Die Erneuerung des Geisteslebens ist die einzig mögliche mitteleuropäische Antwort auf das kriegerische Handelskapital, welches die westliche Wirtschaft bestimmt. Da diese Antwort zugleich eine allgemein-menschliche ist, kann sie an jedem Ort der Welt verwirklicht werden. Geschieht dieses nicht, wird das Kapital in den staatlichen und privaten Machtorganisationen gefesselt.«

      Und es würde mich interessieren, was diejenigen, die es für abwegig halten, dem Konstruktives entgegenzusetzen haben.
      Davon war hier bisher ja eher nicht die Rede.

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    11. Ingrid, mich stört nicht der Textteil, der über die Welt der Fakten berichtet, und Anstoß nimmt an den Defiziten der "Besten der" möglichen "Welten".

      Was mich, mit Verlaub, nach Jahrzehnten der Anthropresse einfach nervös und verzweifelt macht, und dann resignieren läßt, ist dieses "Jetzt wird aber in die Hände gespukt, und dem Christusimpuls zum Durchbruch verholfen, denn wir haben seit Steiners Tod alle zu wenig gethan!"

      Das ist doch der Duktus und Impetus aller Eisenhut-Artikel. Ich seh, der Herr ist jünger als ich, und ich war noch fast ein Junge, als ich Artikel genau in diesem Stil las, nur anverwoben an die damaligen politischen Konflikte, auch mit excellenter Quellenrecherche und Textapparaten versehn, damit ja niemand denke, das sei eine Hippiezeitung, ein "Naturblatt", oder so!

      Damals wußte ich aber, daß alle Gesellschaftskritik im Kontext der Nachkriegsordnung geschah, einer demokratischen Gedankenfreiheit, und Meinungs-Bildungs-Freiheit, deren Mißbrauch für manchen abzuschätzen war.

      Heute ist dieses Selbstverständnis des bereits erreichten gesellschaftlichen Wertekonsens nicht mehr so sicher. Gesellschaftskritik ist wieder öfter mal das Sprungbrett für völkische Übereinkünfte, die mitnichten offen zutage treten brauchen.

      Der Tonfall, das subtile Pathos solcher Artikel (Christus muß her, Kulturwandel dazu, Geistesleben) war mir in den 70er und 80er Jahren besser aufgehoben.

      Damals gab es den Eisernen Vorhang, den kalten Krieg, und Kritik am Westen war was andres, wie Kritik am Osten, der verschlossen, zubetoniert, verhärtet wie eine Auster war - und fern.

      Heute liefern Artikel, die sich nicht eindeutig positionieren, manchmal den erreichten Wertekonsens aus, wenn sie Mißstände kritisieren. "Konstruktivität" ist nicht immer Sache einer Generation, welche einfach die Ärmel hochkrempelt und bißchen "Kultur" "gegen die Macht der Banken" macht.

      mischa

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    12. Genau so sehe ich das auch, Mischa!
      Und dieses unreflektierte Insistieren auf die Knechtschaft im Kapitalbereich und die Freiheit im Geistesleben, wo man mit einem netten Grundeinkommen schön behaglich ohne jeglichen Zwang zur Leistungserbringung Selbstverwirklichung vor sich hinträumen könne.
      Als ob das Geistesleben nicht auch aus Geistsubstanz mit strengsten Gesetzmäßigkeiten bestünde, wo es auch(!) um Vorherrschaften gewisser Guru-Cliquen geht...

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    13. @ mischa:

      Ich hingegen halte die Existenz eines „erreichten Wertekonsenses“, auf den man sich verlassen könnte, ohne jede konkrete Situation neu zu beurteilen und zu bewerten — ich halte das für Träumerei.
      Schon gar, wenn man meint, es gäbe bloß zwei „Fronten“ in der Welt, in Bezug auf die man sich, diesem angeblich bestehenden Wertekonsens entsprechend, „eindeutig positionieren“ könnte, und damit hätte sich die Sache.
      Es gibt keine Monokausalität, sodaß die eine „Seite“ „schuldig“ und die andere „unschuldig“ wäre an der derzeitigen Situation.

      Es gibt meiner Ansicht nach zur Zeit keinen „gesellschaftlichen Wertekonsens“.
      Übrigens gibt es auch keinen Konsens unter den gern als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichneten Menschen – vor kurzem erzählte mir ein junger Mann aus Afghanistan von dem Narrativ, das in seinen Kreisen weitergegeben wird:

      Die Menschen in Europa (v.a. Deutschland, Österreich) bekommen immer weniger Kinder, die Bevölkerung vergreist. Europa braucht daher dringend starke junge Menschen, die fleißig für Nachwuchs sorgen.
      Also wirkt Europa dabei mit, daß es in Ländern wie Syrien oder Afghanistan jede Menge „Probleme“ gibt — denn auf diese Weise kommen viele starke junge Menschen gewissermaßen „freiwillig“ nach Europa, vermehren sich dort, und das europäische Volks-Vergreisungs-Problem ist gelöst…


      Wer wollte es ihm verdenken, daß die Sache von seinem Standpunkt aus so aussehen kann?

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    14. Man kann aus dem Zentrum meiner Argumentation jetzt natürlich an die Peripherie einzelner Details flüchten, und damit alles, was ich implizierend sagte, relativieren.

      Ich verdenke es den Populisten, die nach der Manier des Hinterhofs argumentieren, und archaisches Denken von Autoritarismus-Verherrlichern intellektuell verbrämen lassen. Ich verdenke es Populisten und der Mafiafamilien auf jeden Fall, daß sie archaischen Ängsten den Vorzug geben und damit den roten Faden von Zivilisation zu zerreißen, der wirklich entstanden ist und auch weitergesponnen wurde.

      In den USA und im alten England haben sich Sklaven in diesen Traum integriert, wo nicht das Faustrecht und der unfreie Familienclan, - das meint "Nachwuchs zeugen" - in diesen Zusammenhängen, herrscht. Wo eben der Stamm den Einzelnen niemals freigibt. Sondern eher tötet, wenn er zu individuell zu werden droht.

      Es gibt auf jeden Fall - hier - eine Kultur, und Zivilisation, und dann - da - antike und archaische Reflexe, die im Stammescodex ihren Niederschlag finden. Es gibt dazwischen eigentlich wenig.

      Dem Leitbild des freien und weitgehend selbstbestimmten Individuums steht wirklich diametral das Leitbild des Populismus entgegen, hinter dessen Fassade sich der alte Stammescodex verbirgt. Der, genau besehn, in zivilisatorischer Hülle die Herrschaft der Mafia ist. Da ist Kultur nur noch Alibi, Täuschung.

      Die zivilisierten Staaten führen Kriege, um dieses Leitbildes willen: Freie und selbstbestimmte Inidividuen, wo immer dies möglich. Sie haben Fehler gemacht.

      Die unfreien Staaten führten nur Kriege für Cliquen, und ihnen lag nichts an Gerechtigkeit. Es liegt ihnen bis heute nichts dran. Sie machen keine Fehler, weil es sie gar nicht schert, ob und was falsch läuft, wenn nur die Clans ihre Villen haben und im freien Europa Freiheit genießen können und den Standard, den sie selber in Unfreiheit nicht erzeugen können.

      Aber auch der Mann aus Afghanistan will nach Europa, nicht um sich zu vermehren, dies ist der archaische Wertekonsens der Clans-Codices, wo viel Kinder gezeugt werden, weil eh die Hälfte stürbe, und man Versorger im Alter braucht. Familiär, oft sehr trist und direkt, ohne professionelle Pflege dabeizuhaben. Weil man Mädchen zu Mitgift machen kann, oder verkaufen, ja... Der junge afghanische Mann, da wette ich, riecht die Freiheit. Sogar dann, wenn er sie aus Gründen der Erziehung und verinnerlichter Scham ablehnen wird, und dann in Europa eben in der Parallelgesellschaft ein trostloses Leben führen muß.

      Aber, wie ich oben sagte: "Heute ist das Selbstverständnis eines Wertekonsens nicht mehr so sicher.." ...weil die Populisten einer, wenn es blöd kommt, archaischen Clanswelt mit viel organisierter Kriminalität, das Feld bereiten: Es gibt immerhin viel zu plündern...

      mischa

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    15. Die interne Diskussion bei DieDrei könnte vielleicht noch in gleichviel Russlandkritische Aufsätze niederschlagen.
      Ihre Steiner-Fußnoten sind nicht ganz klar, weil oft ohne orientierendes Jahreszahl. Das Wendejahr 1917 (russische Revolution) heisst für Steiners Mitgliedervorträge ab GA 174a (und ab GA 66 für öff. Vorträge).

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    16. @ Ingrid,

      ".......ich halte das für Träumerei...... Schon gar, wenn man meint, es gäbe bloß zwei „Fronten“ in der Welt, in Bezug auf die man sich, diesem angeblich bestehenden Wertekonsens entsprechend, „eindeutig positionieren“ könnte, und damit hätte sich die Sache.
      Es gibt keine Monokausalität, sodaß die eine „Seite“ „schuldig“ und die andere „unschuldig“ wäre an der derzeitigen Situation."

      Meinen aufrichtigen Dank und vollen Respekt für dieses Statement. Mit einfachen Worten wurde die Sache auf den Punkt gebracht! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

      Die Sinnlosigkeit des hier geführten "Infokriegs", der hier als Diskussion ausgegeben wird, und bei welchem jeder abweichende Standpunkt böse oder eben "rechts" zu sein hat, wird damit schonungslos entlarvt.
      Es zeigt sich sonnenklar, worauf es vielen Schreibern hier ankommt. Nämlich nicht den Vergleich von Meinungen und Standpunkten, die Gegenüberstellungen von Thesen und Antithesen, woraus sich potentiell neue Sichtweisen oder auch Realitäten ergeben könnten, sondern einfach nur die Bekämpfung jeder abweichenden "Realität".

      Da es, wie im wirklichen Krieg, wo es für jeden Staat oder auch Feldherrn verdammt schwierig wird, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen, auch im "Infokrieg" so gut wie unmöglich wird, an "mehreren Fronten" gleichzeitig zu kämpfen, reduziert sich die Welt der Infokrieger auf bloß "zwei Fronten".
      Also auf die Wahrheit und die Unwahrheit, auf Freunde und Gegner, auf recht oder unrecht haben, bzw. schuld haben oder unschuldig sein.
      Dazwischen gibt es gar nichts, vervollständigende Synthesen, Korrekturen und Erweiterungen der eigenen Horizonte sind ausgeschlossen.
      Eine surreal traurige, in ihrer "Zweiseitigkeit" einseitige Welt.

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  13. Der notwendige Ausgleich kann dadurch geschaffen
    werden, dass neben der Willensarbeit an der Verlebendigung
    des Denkens eine Steigerung des Interesses für die Meinungen
    der anderen Menschen tritt:
    Je mehr der Mensch auf seine eigenen eigensinnigen
    Meinungen pocht und sich nur für diese interessiert,
    desto mehr entfernt er sich in diesem Augenblicke der
    Weltentwicklung von dem Christus. Je mehr der Mensch
    soziales Interesse entwickelt für des anderen Menschen
    Meinungen, auch wenn er sie für Irrtümer hält, je mehr
    der Mensch seine eigenen Gedanken beleuchtet durch die
    Meinungen der anderen, je mehr er hinstellt neben seine
    eigenen Gedanken, die er vielleicht für Wahrheit hält,
    jene, welche andere entwickeln, die er für Irrtümer hält,
    aber sich dennoch dafür interessiert, desto mehr erfühlt
    er im Innersten seiner Seele ein Christus-Wort, das heute
    im Sinne der neuen Christus-Sprache gedeutet werden
    muß. Der Christus hat gesagt: ›Was ihr einem der geringsten
    meiner Brüder tut, das habt ihr mir getan.‹
    Und wenn Du ein Muslim oder etwas anderes bist, was machst Du dann?
    Bei solchen Sachen frage ich mich was ist da eigentlich wichtig Weltentwicklung, Christus Sprache Willensarbeit Verlebendigung des Denkens.....? Nun ja es zeugt von michaelischem Sendungsbewusstsein so dick die Butter auf zu tragen,.....aber wir Brüder hier machen eigentlich alles richtig wir zeigen selbst für Solches Interesse, Gedanken auf Holzwegen von daher arbeiten wir hier durch unsere Willensarbeit sich im lebendigen Bloggen inkarnierend an der Weltentwicklung und der Christus Sprache .....Ich frage mich wie wohl da die Streitkultur bei die Drei aussieht....es wird wahrscheinlich als ein Kontinuum der Weltenentwicklung gesehen mmmh ....vielleicht müssen wir auf Pfingsten warten um alles weitere zu verstehen...

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    1. @ Hermann:

      »Und wenn Du ein Muslim oder etwas anderes bist, was machst Du dann?«
      Also. DieDrei ist eine Zeitschrift von Anthroposophen für an Anthroposophie interessierte Menschen – Untertitel: Zeitschrift für Anthroposophie in Wissenschaft, Kunst und sozialem Leben.
      Bei Menschen, die sich für Anthroposophie interessieren, die sich wahrscheinlich bereits ein wenig näher mit Anthroposophie beschäftigt haben, kann die Redaktion wohl Offenheit für oder sogar einen ungefähren Begriff von Rudolf Steiners Christologie voraussetzen – auch dann, wenn sie Muslime sind. Meinst Du nicht auch? (Man frage zB Ibrahim Abouleish…)

      Ansonsten:
      Das zitierte Christus-Wort, sagt Steiner, muß eben heute (also natürlich: damals. Aber sicherlich heute erst recht) neu gedeutet werden.
      Auch ein Muslim, der den Christus nicht für Gottes Sohn, sondern für einen Propheten hält (allerdings für einen herausragenden, sogar für einen, der am Ende der Welt gemeinsam mit dem Mahdi erscheinen wird…) – und auch ein Mensch, der Christus nicht einmal als Propheten anerkennen will – , kann heutzutage wohl begreifen:
      Daß es sinnvoll wäre, soziales Interesse zu entwickeln für die Meinungen anderer Menschen, selbst dann, wenn man diese Meinungen für Irrtümer hält.
      Daß es sinnvoll wäre, die Gedanken anderer – selbst dann, wenn man sie für Irrtümer hält – neben die eigenen Gedanken zu stellen und die eigenen Gedanken im Lichte der Meinungen anderer zu betrachten.

      Oder auch - wie Stefan Brotbeck es formuliert:
      »Wie können wir zum Anderen stehen, ohne ihm zu verfallen – und wie können wir zu uns stehen, ohne uns selber zu verfallen?«

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    2. @Stephan

      "Als ob das Geistesleben nicht auch aus Geistsubstanz mit strengsten Gesetzmäßigkeiten bestünde, wo es auch(!) um Vorherrschaften gewisser Guru-Cliquen geht..."

      Stimme zu :) war mein erster Gedanke beim Lesen der Eisenhut-Worte...

      Und wenn ein Gründer der hiesigen Waldorfschule und Leiter des Lehrerseminars (wie ich kürzlich berichtete) mir beim Vorstellungsgespräch sagt: "Bitte geben Sie Ihr Steinerparteibuch ab, bevor Sie hier Waldorflehrer werden möchten" - dann kann man sich denken was er durchlitten und durchlebt hat über die Jahre, im Sinne von - freies Denken - und (wirkliches) soziales Interesse...
      Positiv-Desillusioniert? Realistisch-Reduziert? ... ich glaube ja...
      Es scheint also vieles nur bedingt zu funktionieren (auch an staatliche Schulen)...es sei denn man lebt so wie die guten alten Amish-Poeple ;)) wer's möchte....

      Gerade an Schulen (und woanders auch), steht und fällt vieles mit den Lehrern, Leitern und Konzepten inkl. atmenden Ermessens-Spielräumen...

      @Hermann
      That's ist :)

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    3. Es ist eine Unverschämtheit, was mir Anonym hier rüberschiebt! Über Hermann zuerst, später, über Ingrid, so wie man beim Billardspiel über Bande schießt, weil der Weg zum Einlochen anders versperrt ist.

      Das weiß ich aus sozialem und auch aus kriminalpsychologischem Interesse an seinen, an allgemeinen Verhaltensweisen, die er u.a. kaum mehr mit allzu viel Feigenblättern bedeckt, weil die Zeit auch, die fortlaufende Kommentarfunktion für ihn arbeitet. So hofft er.

      So hoffen alle Trolle. Auch die in den Petersburger Trollfabriken. Immer neu vergißt "man", was sie sind. Hört erneut ihre Verleumderei.

      Es ist ein Unterschied, ob ein einst Mitmensch eine "Meinung" hatte, weil er sich nicht erlauben konnte, etwa aus Zeitmangel und wegen Familienorganisation, sich eine Anschauung de Welt zu erarbeiten. Da wählt man mit anderen Kriterien und Urteils-Empfindungen Mentoren und Mentorinnen seines Vertrauens. Auch ich tu das noch oft. Früher war das vielöfter der Fall. Gerade zu Steiners Zeit.

      Es gibt erarbeitete Anschauungen auf die Welt, auf Fakten und Tatsachen gründend. Und Begriffe über die Welt, und die Wirklichkeiten, die diese Begriffe zeugen und erzeugen - und es gibt Meinungen, vereinfachte Blaupausen dieser Prozesse, die solche Arbeitsprozesse in ihrem Kielwasser mit sich führen.

      Es gibt also mächtig Unterschied zwischen Weltanschaungen, Konzepten, Meinungen.. und der weltanschaulichen Versuche, Verbrechen zu legitimieren!

      Verbrechen ist freilich eine Meinung. Eine Option und Postition! Sicher, klar, ok!

      Wer in mein Haus einbricht, oder meine Seele wie eine Nuß zu knacken und zu zermalen wünscht, erklärt mir den Krieg. Und da bin ich der Welt und mir eine Reaktion schuldig. Man kann nicht nicht kommunizieren! Wenn ich mich gleich einsperren lasse, oder erschießen, dann weiß ich nicht, auch als Christ, ob ich den Tempel Gottes geachtet habe, aus dem der Christus immerhin gewisse Leute hinauswarf!

      Wozu gibt es noch Polizei? Um Verbrecher zu schützen? Nachdem diese ihre Referenden abgehalten haben? Ha! Das denk ich mir.

      Ich kannte gewisse Herrschaften, die eine Philosophie pflegten, die von sich behauptete: "Man kann mit Respekt und mit Liebe töten!"

      Auch sich auf Steiner berufend, der sagt, daß ein spiritueller Henker andere Nachtod-Erlebnisse schenkt, als ein grobmateriell materialistischer trauriger Henker! Naja... Vielleicht findet Ton entsprechende Zitate, ich wäre dankbar, da ich dieses Jahr Zeitmangel habe, gerade weil ich hier am PC und in Büchern viele andere Dinge recherchieren muß.

      Aber für mich ist es keine "Meinung" und keine "Weltanschauung", wenn eine Gesellschaft nicht auf wahrem Markt und nicht auf echter Marktwirtschaft sich substanziell aufbaut, sondern auf Raub.

      Und das Geistesleben ein Auf- und Abbeten von Mord- und Ehrencodices, wobei Ehre im Kontext mit Blutrache- und Demütigungsritualen verschmiedet ist, egal ob unter christlich/orthodoxem oder muslimisch/mongolischen Vorzeichen.

      Wenn wir wünschen, daß eine Traumatisierung der Menschen wieder auf Generationen in den Herzen verankert wird, dann müssen wir jetzt tolerant stillehalten! Achten und ehren. "Wie kam es dazu, daß du, oh Mensch?"

      mischa

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    4. Ich hingegen befürworte das Risiko, sogar einen Krieg, viele Kriege, notfalls leider zu verlieren, wie auch in Syrien die Revolte einen Krieg verloren hat, denn ich bin lieber tot, als Folterspielzeug oder Knecht von Henkern, Henker welche die Unsterblichkeit ihrer Seele vor Gottes Thron womöglich bereits ungeschehn gemacht haben.

      Ist es eine Meinung des Anderen, wenn er mich und alle die ich liebe, bedroht und vernichten will?

      Gehe ich meiner Eitelkeit in die Falle, wenn ich das zu verhindern versuche? Meinem Gemeinwesen einigermaßen gesunde Polizisten aussuche, die das Gemeinwesen schützen, und nicht diejenigen, die es mit jahrhunderte alten Mord-Codices traumatisieren wollen, um es mit ihren Clans melken zu können, wie einen chinesischen Gallen-Panda?

      Wie ein Aidsvirus wird die Mafia meine Worte hier registrieren und kopieren, und zur Installation der Unterdrückung zu instrumentalisieren suchen. Das aber ist Krieg. Und nicht nur Infokrieg. Verteidigen wir uns, und wenn es das letzte ist. Nicht hier im Blogg. Aber da draußen, in den kommenden vielleicht schweren Jahren. Auch über die Naivität von Resozialisierungs-Pädagogen wird noch einiges zu sagen sein. Verbrecher schmeicheln gern unserer "spirituellen" Eitelkeit. Loben uns aus dem Weg.

      Suggerieren uns, wir könnten sie durch unser Gutes Vorbild kontrollieren. Können wir aber nicht.

      mischa

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    5. @ Hermann

      sorry, that's it...sollte es heißen...
      Ja und Pfingsten schaun wir dann mal ;))

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    6. ..ähnliches würde uns in Deutschland vielleicht nach dem EU-Austritt Frankreichs und einem plötzlichen Anstieg der AfD-Akzeptanz in den folgenden Jahren, noch lange nicht gleich die nächste Zeit, aber ab so in 5 Jahren (?) auch öfter beschäftigen, und es würde nichts gesagt und getan, nur beschönigt und verhöhnt und gedroht...denn es würde ja nicht nach der Zerschlagung der EU, und dem Ende sogar des Schengenabkommens, Ruhe sein! Es wäre der Anfang. Einer anonymen Organistations, einer Traumatisierung und psychischen Krankheit, die sich als "Macht-Apparat" und "Ehrencodex-Tradition" von innen sieht, von außen aber nur Verwesung zeigt.
      http://www.spiegel.tv/filme/jagd-auf-putins-feinde-russische-killerkommandos/
      lg, mischa

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    7. @ mischa:
      Bist Du Dir dessen bewußt, daß einige Sätze aus Deinen Kommentaren beinahe so klingen, als stammten sie von jemandem aus dem (meiner bisherigen Wahrnehmung nach) von Dir bekämpften „Lager“?

      Ich frage mal nach:
      »Es gibt auf jeden Fall - hier - eine Kultur, und Zivilisation, und dann - da - antike und archaische Reflexe, die im Stammescodex ihren Niederschlag finden.«
      Was genau verstehst Du unter „hier“ bzw „da“ ? Sind diese Begriffe geographisch gemeint?

      Und dazu:
      »Aber für mich ist es keine "Meinung" und keine "Weltanschauung", wenn eine Gesellschaft nicht auf wahrem Markt und nicht auf echter Marktwirtschaft sich substanziell aufbaut, sondern auf Raub.«
      empfehle ich dieses Buch.

      - - -

      »Die zivilisierten Staaten führen Kriege, um dieses Leitbildes willen: Freie und selbstbestimmte Inidividuen, wo immer dies möglich.«
      Gerade hier gibt es nicht nur unterschiedliche Anschauungen über die Gründe, aus denen „zivilisierte Staaten“ Kriege führen (und natürlich ist jeder einzelne davon überzeugt, der andere habe nur eine „Meinung“, er selber aber eine auf Fakten und Tatsachen gegründete „erarbeitete Anschauung“), sondern hier gibt es meiner Wahrnehmung nach auch wirklich einen Wertedissens, der sich quer durch die Gesellschaft zieht:
      Den einen geht Freiheit über alles, und sie wären (oder sagen das zumindest) jederzeit bereit, dafür in den Krieg zu ziehen.
      Den anderen ist Friede wichtiger, und sie sind bemüht, Krieg zu vermeiden – um fast jeden Preis.
      Ich finde beide Positionen begreiflich.

      Herzlich,
      Ingrid

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    8. @ Ingrid, Erstens
      Das menschen- und liebesfeindliche "Lager" arbeitet mit unseren Reflexen besser, als wir diese unseren Reflexe einschätzen können. Dies führte zum Beispiel zur Gründung der GSG 9 in den 70er Jahren, damit auf die zynischen Tricks und Maßnahmen gut ausgebildeter Schlächterkommandos angemessene Antworten gefunden werden können. Auch heute haben wir große Defizite gegenüber lebensfeindlichen Unverschämtheiten, und müssen menschenfeindlichen Mächten in der ihnen eigenen steinherzernen Willensgrammatik begegnen, weniger, wie hier, in einem rhetorischem Vokabular. Sondern durch schwere Pflichten. Otto Schily sagte seinerzeit über die damaligen Al Quaida Kommandos "sie lieben den Tod, darum sollen sie ihn auch haben!" Inzwischen drehen noch ganz andere Menschengruppen in allen Gegenden der Welt "am Rädchen" und sind immer öfter "falsch verbunden", und lieben den Tod, glauben, Gott liebe diejenigen, die töten und getötet werden. Leider kostet das Opfer, Blood, Sweat and Tears, diesen Dingen Einhalt zu gebieten. Das ist nun einmal die Nowendigkeit von Polizei und Kriegsführung. Tut mir sehr leid. Es geht um Chirurgie! Den Verbrechern geht es um Schlachten, Morden, Genozide! Metzgerei also. Das ist keine Chirurgie! Chirurgie und Metzgerei haben für den Laien, auch für Propagandisten und Kremllins keinerlei Unterschied. Verlockend auch, daß das mutige und heikle Handwerk der Chirurgie nicht immer erfolgreich oder ganz ohne Blutverlust und Schäden für das umliegende Gewebe erfolgt. Aber es bleibt der Unterschied!

      Da ist ein sehr wichtiger Unterschied, liebe Ingrid, den zartbesaitete Seelen schwer begreifen wollen. Ich glaube, die Frau in dem Film, den ich empfahl, von Spiegel TV, die ihren geliebten Mann verlor, hat den Unterschied inzwischen verstanden. Gewiß, schön ist das nicht.

      mischa

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    9. @ Ingrid, Zweitens

      Du fragtst:
      »Ich frage mal nach:
      »Es gibt auf jeden Fall - hier - eine Kultur, und Zivilisation, und dann - da - antike und archaische Reflexe, die im Stammescodex ihren Niederschlag finden.«
      Was genau verstehst Du unter „hier“ bzw „da“ ? Sind diese Begriffe geographisch gemeint?«

      Diese Begriffe sind weder geographisch noch rassistisch oder unter völkischen Gesichtspunkten zu verstehn, sondern bezeichnen das Wesen menschlicher Notgemeinschaft in vorzivilisatorischen Zeiten bis hinauf in die Welt der Antike.

      Dieser archaische Überlebensmodus sieht in der Familie nicht das Idyll der Liebeshochzeit, sondern es geht um die Strukturierung von Verbänden, und deren Hierarchisierung, um in der Wildnis ungebändigter Natur zu überleben, und um im Krieg mit anderen Verbänden bestehen zu können, sich zu verteidigen.

      Du hast neulich von Platons Staatenlehre berichtet! Da war man bereits viel weiter: Die Gesellschaft strukturiert sich durch Spezialisierung. Wenn wir das Herrschaftsmodell der "Goldenen Horde" betrachten, die Eroberungs-Strategien und den hier wirklich absoluten Willen zur Macht des Herrscherclans, dann spüren wir etwas, was bis heute in dem (im steinerschen Sinn) Atavismus der Mafiabünde lebendig geblieben ist. Auch das Abendland jedoch (Ägypten, Persien, Makedonien, die Diadochenwelt sind voll von Clans-Geschichten, die selber wieder auf das archaische Element der sogenannten "Stammesfehde" zurückgehn.

      Am Bosporus, bei den Osmanen war es üblich, daß der künftige Herrscher erwählt werde, in dem jeder alle seine (geliebten) Brüder und Halbbrüder morden und morden lassen mußte, der letzte der übrigblieb, wurde Sultan. Das sind alles Reflexe, die eigentlich urrudimentäre Muster aus dem Tierreich beinhalten, menschlich aber verfeinert und grausamer, weil oft mit viel sadistischer gegenseitiger Empathie unterlegt. Reflexe, die man auf jedem Kiez im organisierten Verbrechen immer wieder, mal mehr, mal weniger intensiv erlebt.

      D könnte man noch vieles sagen, über diese Muster und Reflexe von Herrschaft und Unterwerfung. Sollte m.E. Schulfach werden. Aufklärung zweiter Teil: Machtstrukturen und ihre Reflexe.

      Völkischen Intellektuellen gefällt das. Sie erblicken darin Vitalität, Freiheit und Ursprünglichkeit. Allerdings sollte man solchen völkischen Sympathien nicht gesenkten Martyrerhauptes entgegensehn. Der Mensch muß sich doch wehren!

      Auch Steiner hatte seine Bodyguards, Petrus hatte ein Schwert bei sich, und der Papst hat seine Schweizer Garden, auch der Lama aus Tibet hat Leibwächter. Aha! Siehste! :-)

      mischa

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    10. @ Mischa,

      Es erschliesst sich mir nicht, welche Unverschämtheit ich dir rübergeschoben haben sollte. Könntest du da etwas nachlegen? Danke

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    11. weiter! :-))
      @ Ingrid, Drittens und vorerst Finish

      Dein Buchtip gehört zum Genre der Zivilisations- und Technik-Kritik, ein florierender Markt, gerade in populistischen Zeiten, Markt, jawohl! :-)) ...und hat sehr bedeutsame Vorläufer, die jeder kennen sollte.

      Das umfassenste Werk ist Friedrich Georg Jüngers Werk "Maschine und Eigentum" und "Die Perfektion der Technik" und "die Weltkriege" - ein Buch. Aus diesem Steinbruch haben sie alle sich munter bedient, die dann eben später zu "Meinungs-Führern" der Technikkritik wurden. Klar, es bleibt uns nichts andres mehr übrig, als asphaltierte Straßen und Gehwege zu nutzen, die PCs, I-Phones etc. .. diese Welt läßt uns ja sonst nichts andres übrig, außer Klosterleben und Obdachlosen-Schicksal, denn das "freie Land"? Es ist verteilt, parzelliert, umzäunt.

      Die dem menschlichen Gedanken auch als Reflex entsprungene Technik, sie läßt sich nicht mehr einfangen, und sie ist Schicksal der Menschen, ist Teil der Evolution. Aus dem aufgehobenen Stein wurde der Faustkeil, aus dem Baum über den Bach die Brücke, aus dem beseitigten Buschwerk die Schneise und Landstraße, aus dem Mühlrad die Dampfmaschine und aus den Ritzen ins Brettchen das I-Phone. Alle "Ressoursen", die uns dieses Schicksal "Maschine" vernichtet hat, sind Teil der Evolution, auch das rasche Aussterben der Tier- und Pflanzenarten, was dem Planeten einen neuen "Flaschenhals" beschert ... da ist wohl nichts zu machen. Auch wenn es uns "unnatürlich" und "gottlos" vorkommt ...

      mischa

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    12. @ mischa:

      (Teil 1)

      »Die dem menschlichen Gedanken auch als Reflex entsprungene Technik, sie läßt sich nicht mehr einfangen, und sie ist Schicksal der Menschen, ist Teil der Evolution.«

      Ja.
      Und sie hat längst eine Eigendynamik entwickelt, ähnlich dem Besen in Goethes „Zauberlehrling“.
      Deshalb finden viele Menschen es heute verdächtig, wenn „zivilisierte Staaten“ behaupten, sie führten Krieg allein um der Freiheit des Individuums willen.


      »Das menschen- und liebesfeindliche "Lager" arbeitet mit unseren Reflexen besser, als wir diese unseren Reflexe einschätzen können.«
      Da stimme ich Dir zu.
      Deshalb ist mir reflexhaftes Reagieren, ganz gleich, wo und von wem es geschieht, grundsätzlich „verdächtig“.
      Wer nicht in der Lage ist, auf von anderen geäußerte „Reizworte“ mit Gelassenheit und Sachlichkeit zu reagieren, der verzichtet darauf, sein Ich zum „Herren im Hause“ zu machen (oder meinetwegen auch, weniger anthroposophisch und mehr materialistisch-physiologisch ausgedrückt: dem präfrontalen Cortex eine Chance zu geben, sich über das limbische System zu erheben…).
      Oder auch, wie Stefan Brotbeck es ausdrückt:
      Statt Initiativkraft nach innen zu entwickeln, übe ich sie als Freiheit am Anderen aus: Ich begegne der Welt im Vorwurfsmodus, einmal stillschweigend-registrierend, einmal geschwätzig-vorrechnend. In dieser verdrehten »Freiheit« ist meine Aufmerksamkeit scheinbar ganz nach außen gerichtet, sie ist, fast möchte man glauben: der Liebe gleich, immer beim Andern und nie bei sich. Nur ist nicht Liebe im Spiel, sondern Kontrolle und Willenszwang. – Und statt Empfänglichkeit nach außen zu entwickeln, lebe ich in völliger Hingabe an meine inneren Regungen, ich nehme an mir selber teil, in höchster Achtsamkeit mir selber gegenüber.


      Danke für Deine Klarstelllung zu „hier“ und „da“. Ich freue mich, daß Du es also nicht geographisch gemeint hast.
      Es klang für mich, als meintest Du, in den Ländern, aus denen derzeit viele Menschen nicht so ganz freiwillig zu uns kommen, sei der „archaische Überlebensmodus“ zu Hause, während wir hier in Europa selbstverständlich längst darüber hinaus seien – daher müßten wir uns dagegen wehren, daß diese Menschen hierherkommen und uns mit ihrem „Clandenken“ überschwemmen.
      In Wirklichkeit, so meine Überzeugung, gibt es solches „Clandenken“ hier wie dort, in jedem einzelnen Menschen — und je mehr Anlaß wir haben (oder auch nur zu haben glauben), auf „Überlebensmodus“ umzuschalten, desto stärker wird es bestimmend. Hier wie dort.

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    13. @ mischa:

      (Teil 2)

      »Du hast neulich von Platons Staatenlehre berichtet! Da war man bereits viel weiter: Die Gesellschaft strukturiert sich durch Spezialisierung.«
      Ja.
      Und daher entwirft Platons Sokrates eine vorprogrammierte Erziehung, je nachdem, für welche Aufgabe man das betreffende Kind vorbereitet:
      Die Ernährung der „Wächter“ (in deren Erziehung »keine ordnungsstörende Neuerung eindringe«) muß ohne Gewürze und Leckereien auskommen. Musik bekommen sie nur in zwei Tonarten (dorisch und phrygisch) zu hören, die anderen Tonarten werden ihnen (weil „klagend“ oder „weichlich“) vorenthalten. Harfen, Zimbeln, alle Instrumente, »die vielsaitig und vielharmonisch sind«, dürfen sie nicht hören, ebenso wie die Flöte — immerhin: Lyra und Kithara bleiben ihnen übrig.
      Auch die Dichtungen, die man ihnen zu lesen gibt, sind durch die Zensur gegangen: alle Götter müssen als durch und durch „gut“ dargestellt werden, über den Hades darf nichts Schlimmes gesagt werden, damit sich die „Wächter“ später nicht etwa fürchten, für ihr Land in den Tod zu gehen… (»Homer und die anderen Dichter mögen uns, so bitten wir, doch nicht gram sein, wenn wir […] Stellen streichen; wir tun’s nicht, weil die Verse undichterisch wären oder unangenehm zu hören für die breite Masse; gerade weil sie dichterisch sind, dürfen sie um so weniger von Kindern und Menschen gehört werden, die frei sein und die Knechtschaft mehr als den Tod fürchten sollen.«) —
      Außerdem:
      »Unsere Herrscher werden häufig Trug und Täuschung anwenden müssen zum Vorteil der Beherrschten. Und all dies ist, wie wir sagten, nutzbringend wie eine Arznei.«
      Und so weiter, und so fort.
      Da frage ich mich halt schon: Was soll das für eine Freiheit sein, zu der man mittels Erziehung und durch Lug und Trug manipuliert werden muß?
      (Besonders bei der Stelle über den Hades denke ich – zugegeben: reflexartig – an den IS, der seinen Selbstmordattentätern das Paradies mitsamt 72 Jungfrauen verspricht…)

      Um noch einmal auf das Steinerzitat zurückzukommen:

      Wenn wir in jedem Menschen, der uns begegnet, ein „Ich“ zu erkennen versuchen, das – ebenso wie unser eigenes „Ich“ – darum bemüht ist, Herr über die Reflexe zu werden und das, was es in der Welt sieht, nach bestem Wissen und Gewissen zu beurteilen.
      Wenn wir uns daher in Ruhe anhören, was dieser andere Mensch zu sagen hat (selbst dann, wenn wir es für einen Irrtum halten).
      Wenn wir versuchen, uns auf seinen Standpunkt zu stellen, um seine Ansicht „von dort aus“ (und nicht von unserem eigenen Standpunkt aus!) zu beurteilen.
      Wenn wir, sollten wir „von dort aus“ Irrtümer entdecken, in aller Ruhe nachfragen, ob er da etwas übersehen hat, oder ob er doch noch auf einem ein wenig anderen Standpunkt steht, als wir glaubten…
      Wenn wir danach wieder unseren eigenen Standpunkt einnehmen und das, was wir „von hier aus“ sehen, zu dem dazustellen, was wir „von dort aus“ gesehen haben...

      Dann kämen wir dem wohl nahe, was Rudolf Steiner uns sagen wollte.

      Freilich: Es dauert ;-) „schweinelang“. Reflexe sind schneller.

      Herzlich,
      Ingrid

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    14. Bezieht sich der ‘spirituelle Henker‘ (oben 12:24) vielleicht auf eine Kombination von Steiners plastischen Karma-Beispiele vom ausgleichenden Femgericht, vom freudigen Temperament, von Liebeneigung und von epidemischer Nervosität in GA 99, 6. Vortrag?

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    15. Wenn ich von arbeitsteiliger und spezialisierter Welt spreche, dann meine ich nicht gezielt Platons perfekten Staat, der mich übrigens an ein antikes Japan erinnert, weniger an ein heiteres Athen. Die Samurai, die Klingonen (ärm, immer ein kleiner Scherz am Rande), und die Spartaner hätten eine Menge "Spaß" aneinander gehabt, wären dann aber gleich in der Identitäts-Konkurrenz gewesen, weil sie innerhalb ähnlicher Prinzipien einen Dominanz-Anspruch für sich forderten...

      Ich erwähnte Platon aber, weil die Überlieferung der Existenz seiner Person mir sagt, daß "wir", ohne das zu überstrapazieren, bereits seit längerem eine kulturelle Tradition haben und pflegen, daß geht dann über die Römer, die die griechische Kultur "cool" und "hipp" fanden, über die Klöster und Byzanz, ja sogar über die liebe arabische Kultur und den aufgeklärten Islam unter Harun al Raschid usw. dann in der Renaissance wird die alte Tradition noch einmal frisch aufbereitet, um sich auf den Weg durch die Philosophie der Neuzeit zu machen. So lange "ringen" wir im Abendland um einen "Wertekonsens"... und nee, nicht der IS, sondern ganz andere Bruderschaften und Gegenimpulse sägen an diesem Ringen um Werte... denn dieses Ringen erschafft sie ja als erlebbare Realitäten, sonst blieben sie im Untergrund und in den verschlossenen Bibliotheken. Wir berühren hier auch gleich in unserer Assoziation den Völkermord an den Armeniern, die Blaupause für den Holocaust der Nationalsozialisten, wie kommen zu den Giganten Lenin, Mao, Stalin und vielen kleineren Kriminellen "Fürsten". Alles keine Gegner mit anderen Meinungen, sondern Feinde, schlau, und entschlossen, hochempathisch, um zu foltern!

      Nur weil ich sage "Si vis pacem.." dachtest Du, ich sähe das Menschenfeindliche in den Ländern, wo eine andere Kultur herrscht, als die unsere? Ich sagte doch, wie hart mich Kulturrevolutionen treffen, wo Kultur ermordet wird, stellvertretend anstatt der Ahnen, die bereits tot sind, und gegangen.

      Und wie mich die Art von "Kultur" verletzt, wo deren Inhalte und Werke bereits Fassadenschmuck, Kriegswappen und Beute Krimineller wurden. Der Papst schmiß nicht umsonst die Mafia aus der Kirche raus. Wer exkommuniziert die Clans-Chefs der russischen Netzwerke, die auch Religion zu einem metaphysischen Diebesgut pervertiert haben? Das haben sie getan.

      Ich würde sagen, liebe Ingrid, das gezielte hybride Nachrichten keine "Irrtümer" sind. Und wenn ein Killer auf mich zielt, gilt nicht, zu fragen, warum er so wurde, oder zu diskutieren, man hat wach und bewußt sofort abzudrücken, oder man stirbt! Den Rest kann der Mensch dann mit seinem Schöpfer ausmachen. Wenn uns ein Killer in ein Redegefecht verwickeln will, dann um Zeit zu gewinnen, weil er womöglich sah, daß wir noch Waffen, Freunde und Reserven haben.

      Dies geschieht in den Populistischen Fake News auf ähnliche Weise. Warum soll ich einem Intriganten auch noch erklären, warum ich denke, daß er gegen mich intrigiert und lügt? Weiß er es denn nicht? :-)) Nee, das Opfer soll nicht schrein, um seine Folterer nicht zu stören! :-)

      Viele unserer politisch interessierten Menschen wissen nicht, daß wir gerade in eine Zeit zu steuern drohen, wo das Ringen um Werte in Zukunft wieder bestraft wird. In der Türkei z.B. vielleicht mit dem Tode. Der mongolische Herrscher lügt, weil ihm danach ist. Nicht, weil er irrt! Er lächelt, mit wem er will, lächelt er nicht mehr mit dir, dann bist du tot.. (du kleingeschrieben heißt.. dann ist "man" tot..)!

      Wenn Anthropossi-Bären dann einem die Augen auskratzen, und sich mit Händen und Füßen wehren, und.. im Bilde "dieses wunderschöne spirituelle Pferd in die Stadt ziehn!" ... dann bin ich in all der Selbstbesinnung und Selbstbeherrschung, die ich zu leisten in der Lage bin, nicht gewillt, "meine nächtens drauf Stadt anzünden zu lassen"!

      mischa

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    16. Lieber Ton, danke, aber ich habe keine Ahnung, was das für eine Stelle war. Ich weiß aber, daß ich das im Dornacher Begegnungszentrum Anno 1990 bei der Bettlektüre nach Weihnachten gelesen habe. Wer von einem in die Geistige Welt sehenden Henker getötet wird, der wird ein angenehmeres Kama Loka durchmachen, so hat's geheißen. Möglicherweise war es auch in Die Drei oder in einem Goetheanum Artikel..
      mischa

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    17. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    18. @ Mischa

      Danke Mischa für deine eindringlichen Stellungnahmen. Ich habe etwas nachgeschaut nach der Person Fabian Scheidler

      Fabian Scheidler
      Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation
      Fabian Scheidler auch: Mitbegründer von Kontext TV

      Drei Beispiele zur Orientierung, die vieles sagen:

      Syrien. Aufschlussreich die Artikelübersicht auf:
      http://www.kontext-tv.de/de/sendungen/der-syrien-komplex-die-blockierte-diplomatie

      Wenn Regierungen lügen und Medien mitmachen
      Jens Wernicke spricht mit Fabian Scheidler, Mitbegründer des "unabhängigen" Nachrichtenmagazins Kontext TV.
      http://www.nachdenkseiten.de/?tag=kontext-tv

      Die globale Ordnung zerbricht
      Jens Wernicke spricht mit David Goeßmann, Mitbegründer des "unabhängigen" Nachrichtenmagazins Kontext TV.
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=26641

      Mein Eindruck von Autor und Fernsehmedium:
      Eine weitgehend oberflächliche, wirklichkeitsfremde und verzerrte Darstellung wird da geliefert. Das meiste kann mühelos Satz für Satz entlarvt werden.
      Ein Art Neo-Marxismus: Das Geld der Herrschenden ist natürlich an allem schuld. "Die" Medien werden mal wieder als Manipulationsanstalt der Eliten der Privilegierten dargestellt. Auf die Seite von Kontext TV eingebettet in einer Umgebung einseitiger, resistenter Amerika-Feindlichkeit und Putin-Verharmlosung. Fehlen darf natürlich nicht der Hinweis auf die Zeiten wo alles noch gut war.

      Ich hatte diesbezüglich schon geschrieben:
      "…Der Glauben an und die Sehnsucht nach vergangenen Welten können sehr wohl faschistoiden Zügen haben oder faschistisch geprägt sein. Sie sollten auch als solche bezeichnet werden dürfen. Auch wenn gewisse Leuten, aus guten Gründen, damit nicht einverstanden sind…"

      Am Ende des neuen Beitrages Michael Eggert heißt es:
      "…Der Rückfall in identitäre, nationalistische Reflexe erscheint wie eine Regression, die alle Gefahren wieder auf den Tisch bringt, denen Europa entstammt…"

      Solche Tendenzen des Rückfalls werden heute mit Methoden hybrider Kriegsführung gezielt herbeigeführt, gesteuert und zu Nutze gemacht. Gemeint sind russische, diktatoriale Machtansprüche, die zurzeit auch zusätzlich auch Waffengewalt, weltweit durchgesetzt werden. Noch raffinierter und effektiver wie in den Zeiten der Sowjet-Union wird gezielt und massiv eine Propaganda von Lügen und Verschwörungsmythen aufgebaut, verbunden mit aktivem Eingreifen durch Korrumpierung der demokratischen Entscheidungsprozesse. So erfolgreich werden Lüge und Verunsicherung verbreitet, dass inzwischen vielen nicht mehr in der Lage sind zu unterscheiden zwischen Propaganda und Wirklichkeit. Das Ziel ist doch offensichtlich: Beseitigung der Demokratien, Beseitigung der EU, nicht nur die Wiederherstellung der Sowjet-Union als Weltmacht sondern ein neues Eurasien unter diktatorialer Federführung Russlands.

      Mit Lagerdenken ("zwei Fronten") hat das nichts zu tun, auch nichts mit einer angeblichen Monokausalität in Bezug auf schuldig oder unschuldig.

      Unser "Wertekonsens" eines demokratischen und freiheitlichen Rechtsstaates sollte uns kostbar und heilig sein. Natürlich muss sie immer wieder ausgebaut, modernisiert werden. Natürlich darf man sich nicht blind auf sie verlassen. Und vor allem: Wir, nur wir sind dafür zuständig und verantwortlich ob diese Demokratie letztendlich gedeihen und sich fortentwickeln kann. Wenn einiges heute nicht so ist wie wir uns das wünschen, so liegt das vor allen in unserer Verantwortung. Demokratie ist nicht nur ein Vorrecht sondern auch eine anspruchsvolle Aufgabe. Freiheit zu statt Freiheit von. Damit hängt das auch zusammen.

      Die von der Propaganda geblendeten Träumer, die tatsächlich den Wertekonsens beiseiteschieben wollen, werden ein böses Erwachen erleben. Und das könnte, wie es aussieht, schon bald sein. Sich heute nicht zu positionieren zu Gunsten der Werten eines demokratischen Rechtsstaates dürfte, mehr als je zuvor, ein äußerst verhängnisvoller Fehler sein.

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    19. Fabian Scheidler
      Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation

      Könnte wohl unter dem Hash-Tag #blödmannsheil vertwittert werden...

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    20. Aber wenigstens beschert das Scheitern der Zivilisation noch unzähligen gescheiterten Existenzen die Möglichkeit, Bestseller mit Rekordumsätze zu schreiben.

      Das ist doch wenigstens Mal gerecht, oder?

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    21. Im Sinne einer Umverteilung gegen die Eliten?
      Ich befürchte das wird nicht funktionieren!

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    22. Ne, nur im Sinne bestimmter Gruppeninteressen...

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    23. @ bobby,

      Niemand hier schiebt den Wertekonsens beiseite, das ist Einbildung.
      Aber es wird doch verdammt nochmal erlaubt sein, unter Inanspruchnahme der Rechte und mit Rückgriff  auf die Instrumente des demokratischen Rechtsstaates zu versuchen, dort wo Regierungen die sich auf den Wertekonsens berufen, aber gleichzeitig die Werte die diesem zugrundeliegen und die sie sich auf die Fahnen schreiben mit Füssen treten, dagegen anzutreten. Mit dem Ziel,  sie wieder zu ihrer ursprünglichen Ausrichtung zurückzuführen.

      Es wäre ein äusserst "verhängnisvoller Fehler" einfach hinzunehmen, wenn im Namen des Wertekonsenses beispielweise  Angriffskriege geführt werden und terroristische Gruppen gefördert und mit ihnen zusammengearbeitet wird.
      Wer das nicht versteht, der verrät letztlich den demokratischen  Rechtsstaat selbst. Denn ein  solcher sollte sich nicht nur so bezeichnen, er muss es auch wirklich sein.

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    24. Sonnenmädchen Ursula!
      Hast Du zufällig schon das Daumenkino fertiggemalt?
      Dem Rudolf ist nämlich grade wieder sooooooooooo langweilig und dann hätte er eine Beschäftigung!

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    25. Früher mochte ich den Liedermacher Konstantin Wecker sehr, und er ist auch ein begabter Dichter, und lyrischer Musikant. (Ein "Musiker" ist im engeren Sinne für mich jemand, in dessen schöpferischem Fokus die Musik selber als professionelle Ausdrucksform steht, sind wir mal ganz streng, ein Musikant ist jemand, der aufspielt, oder auch dazu textet.) Na gut, meinetwegen, ist er auch Musiker.

      Was mir an ihm gefiel, war seine Unbeugsamkeit,, auch sein Mut zur Schwäche, nachdem er als alkoholbegeisterter Macho gescheitert war, und als Kokainist nach einem Höchstleistungs-Gipfel entgültig zusammengebrochen war. Er wurde sanft, liebevoll, und natürlich, "spirituell". Immer besessen vom Hoffen und Glauben an die "bessere Welt", versprach er, solange er noch lebte, denn auch der einstige Frauenschwarm Wecker wird älter und älter, ein verläßlicher Fels in gegen die querfront-völkische Brandung zu sein. Ich habe durch das Netz "selbst" virtuell "miterlebt", wie ihn die Jebsen-Demos, die "Montags-Mahnwachen" des seelisch kranken Manikers Ken Jebsen und sein infiziertes Personal heftig umworben haben.

      Konstantin Wecker, sein Image ist eine Marke. Der Mann, der singend das Mikrophon vollsabbelte, schwitzte und herrlich zornig in Reim und Versmaß protestierte und hymnisch spottete, ein Flaggschiff der Ungehorsamkeit gegenüber den Einforderungen des Spießbürgertums, die Klappe zu halten, klein zu bleiben, auch wenn man Größeres in sich fühlt. Er wurde seit 2005, als die 9/11 VT ins Netz gepumpt wurde, heftiger seit der Assad-Syrienkatastrophe, umworben von allen identitären, völkischen Hinterlistlern, Protestspießern und friedensbewegten Mobbinggenies, von der Großstadt bis ins Kuhkaff.

      Wenn man erlebt, wie die Szene bereits Moskaus kriminelle Grammatik beherrscht, wird einem klar: Wer bereits mit Krimellen im Leben, und sei's versehentlich, zu tun hatte, ist in diesen Tagen klar im Vorteil. Die rechte Szene hat einen Journalisten, einen Putin-Kritiker als Agent Putins bezeichnet, der als "Gegner Putins nur Verwirrung stiften soll". Sie haben kapiert! Verwirrung ist in diesem Kriege wichtiger, als die Fassade des guten Rufes. Man darf den Kreml "verbrecherisch" nennen, wenn es der Verwirrung dient.

      Echte Kriminelle sind keine Freiheitskämpfer, oft sind es größere Spießer, als dörfliche Handwerker, ländliche CSU-Bauern oder Facharbeiter im Reihenhaus-Nest. Wecker war zwar im Knast, aber er scheint so einiges nicht durchschaut zu haben. Wahrscheinlich machten ihm dort alle Einsitzenden eher den Hof... So gelang es Wecker immer weniger - und er ist ein Beispiel für viele - sich dem "Ja"-Sagen zur 9/11 VT zu entziehen. Er wackelte, sträubte sich... man kennt es ja von Anderen. "Vielleicht..", "..ist das wichtig, wenn es sein könnte..."..."..natürlich dürfen wir zweifeln!"

      Jetzt hörte ich, daß er erschreckt seine Unterschrift aus einer Liste gegen die Umtriebe Assads zurückgezogen haben soll, und immer intensiver von der engherzigen Querfront-Krake umklammert ist, er positioniert sich offenbar immer deutlicher dahingehend.

      Weckers Talent ist sukzessive zur Beute irrationaler Querfront-Reflexe geworden, jetzt ist er wieder mal wo, wo er nie hinwollte. "Dazugehören" ist eben im Leben nicht alles. Ob er aufwachen wird? Weiß ich nicht. Meine Welt war's nie, aber ich fand viel Liedgedichte von ihm gelungen und schön.

      mischa

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    26. Lieber Mischa,

      Deine Erwähnung von Platons „Staat“ fand ich deshalb so interessant, weil darin das Ringen um etwas spürbar wird, zu dem zum Beispiel Henry Kissinger sagte: »If I had to choose between justice and disorder, on the one hand, and injustice and order, on the other, I would always choose the latter.«

      - - -

      »Und wenn ein Killer auf mich zielt, gilt nicht, zu fragen, warum er so wurde, oder zu diskutieren, man hat wach und bewußt sofort abzudrücken, oder man stirbt!«
      Und die Einlassungen des anonymen „Rudolf“ hier empfindest Du tatsächlich bereits als das Zielen eines Killers???
      Naja. Das erklärt natürlich einiges.
      Wie ich bereits gesagt habe:
      »In Wirklichkeit, so meine Überzeugung, gibt es solches „Clandenken“ hier wie dort, in jedem einzelnen Menschen — und je mehr Anlaß wir haben (oder auch nur zu haben glauben), auf „Überlebensmodus“ umzuschalten, desto stärker wird es bestimmend. Hier wie dort.«

      Ich sehe, bobby hat »etwas nachgeschaut nach der Person Fabian Scheidler« — das klingt für mich so, als wäre alles, was Scheidler jemals gesagt/geschrieben hat und noch sagen/schreiben wird, dadurch von vornherein disqualifiziert, und man brauchte sich daher nicht weiter darum zu kümmern, ganz gleich, welche Belege er anführt.
      Naja. Genau das ist es halt, was ich als „Lagerdenken“ bezeichne.

      Lieber Mischa, :-) Deine Kommentare hier sind „schweinelang“, und ich habe derzeit einfach nicht die Zeit, auf allllllle Deine Gedanken einzugehen.
      Aber zu etwas, was Du hier gesagt hast, möchte ich nun doch nachfragen, weil mir bisher nicht klar geworden ist, was genau Du damit meinst:

      »Aber für mich ist es keine "Meinung" und keine "Weltanschauung", wenn eine Gesellschaft nicht auf wahrem Markt und nicht auf echter Marktwirtschaft sich substanziell aufbaut, sondern auf Raub.«
      Wo genau meinst Du „wahren Markt und echte Marktwirtschaft“ zu finden, und wo „Raub“?

      Herzlich,
      Ingrid

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    27. http://www.megamaschine.org
      //
      Kommt echt gut rüber ey!
      Megamaschine!
      Cooler Ausdruck!
      Sollte aber vielleicht besser Giga- oder Teramaschine heißen - mit Mega kommt ja heute nix mehr rüber, ey!
      Jedenfalls endlich klare Sache - hat mal einer nachgedacht, wär ich so nicht drauf gekommen...

      #blödmammsheil

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    28. Der Versuch, eine "Assad-Phobie" an die Stelle einer fundierteren Analyse zu setzen, warum sich die Grossmächte USA, EU auf der einen und Russland auf der anderen Seite wegen Syrien in die Haare kriegten, lässt ernsthafte Zweifel an der Intelligenz der diesbezüglichen Promotoren aufkommen.
      Es sei denn, sie würden zugeben, rein im Dienste der Propaganda zu arbeiten.

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    29. Rudolf, möchtest Du vielleicht den Werbeblock im Daumenkino gestalten?

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    30. @ Ingrid. Nein. Rudolf ist kein Killer, wie jeder weiß. Ihn würde ich gerne rausholen. Wo rausholen? Nun:

      Er kolportiert Propaganda-Muster und ahmt auch deren Raffinessen selbständig nach. Diese Propaganda -Muster wurden von kriminellen, geistesgestörten Menschen im Sowietsystem entworfen und werden von der Kreml-Regierung weiterentwickelt, deren Absicht es ist, Europa auf lange Sicht so zu entzivilisieren, wie das heutige archaische Rußland bereits ist.

      Er dient also, sei es aus geistiger Schwäche, sei es aus Absicht, oder privatem Frust, Killern. Auch heute wurde schon wieder ein über 70 jähriger Journalist in Rußland von Schlägerkommando auf offener Straße hingerichtet, totgeschlagen.

      Wir dürfen gegenüber solchen Strukturen, die seit Jahren ausgebaut werden und unsere Gesellschaft (hier- hier -hier im Westen) zunehmend unterwandern kein weiches Herz haben. Mafia bedeutet auch, seine Individualität für die Konzepte des Clans zu opfern (nicht unbedingt für den Boß, der ja oft ausgetauscht wird, wenn ein anderer sich empormordet - alle Mitglieder akzeptieren dies als "Spiel des Lebens"). Ein Killer wird Unperson, er wird zum Projektil eines Ungeistes, eines Nicht-Wesens. Die Kriminellen nennen diesen Ungeist eben "Spiel".

      Gewisse Anthroposophische Zeitungen und sie lesende Bürger verteidigen vieles, was in Richtung einer Gesellschaft führt, die solche Codices der Gewalt und Gnadenlosigkeit, Herzens-Anonymisierung begünstigt. Begünsigt. Das heißt: Nicht - selbst- installiert!

      "Wir haben ja alle nichts gewußt!"

      Menschen wie Götz Kubitschek oder Jürgen Elsässer, auch AfD-Leute usw. mögen eine Gesellschaft, in der Polizei anders definiert wird. Unsere Polizei ist unterwegs zum Ideal "Beschützer der Zivilgesellschaft"! Ja, unterwegs. Perfekt "ist nicht" in der realen Welt.

      Wie ganz früher in der Kaiserzeit oder in Rußland schützt Polizei primär die Obrigkeit und die Mitglieder der Herrscher-Cliquen, und im Osten die Familien der Mafiabosse.

      Cliquen, die die Polizei mit ihrem Personal unterwandern - wenn es nach dem heimlichen Willen völkischer Politik geht, ist das auch völlig ok. Dem Schein nach, dem Bürger genügt das, verhaftet die Polizei denn auch mal einen Wirtshaus-Schläger, nimmt einen kleinen Dealer oder Einbrecher fest. Genügt dann.

      Wenn dann die Schlägerkommandos eines Mafiabosses eines Stadtviertels aufkreuzen, dann trollt sich die Polizei. So geht das bereits oft in Rußland. Du wirst aus deinem eignen Friseurladen herausgeworfen, weil die Tochter vom Boss dort ein Nagelstudio eröffnet. Aber die Miete zahlst du freilich weiter! Das Spiel..

      Dort wird Bauern zum Beispiel 80-90 Prozent der herangereiften Ernte gestohlen. Von wem? Von Bossen florierender Exportfirmen für Konserven oder Gebäck. Freunde Putins. Sie kommen mit eigenen Erntemaschinen und Schlägertrupps. Das Spiel. Wenn der Dorfpolizist was sagen würde, bekäme er auf die Mütze. Das wurde heimlich gefilmt für unsere "Lügenpresse"! Für "Panorama", für "Auslandsjournal" der ARD.

      Danke, liebe Ingrid für Geduld und Aufmerksamkeit.

      mischa

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    31. Post scriptum: Mir ist im Eifer der Kürze ein Formulierungs-Fehler unterlaufen, der schlimme Konsequenzen nach sich zöge, wäre ich Politiker. "Ganz früher in der Kaiserzeit WAR ES AUCH BEI UNS SO- in Rußland schützt Polizei primär die Obrigkeit und die Mitglieder der Herrscher-Cliquen, und im Osten die Familien der Mafiabosse."

      Hier in Deutschland West habe ich, auch früher auf Demonstrationen u.ä. mit unserer Polizei wirklich nur gute Erfahrungen gemacht. Ich war auch nie der fanatische Typ, der sich ideologisieren ließ.

      ok?, mischa

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    32. @ Ingrid

      Hier, kurz noch, ja?
      http://www.shz.de/deutschland-welt/politik/journalist-nach-ueberfall-in-st-petersburg-gestorben-id16629011.html

      mischa

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    33. Von den eigenen Erfahrungen auf die Allgemeinheit schliessen ist kein guter Ratgeber. Ich hätte mich ohne die negativen Erfahrungen mit der Polizei meines Landes niemals auf das Afghanistan-Abenteuer eingelassen.

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    34. @ mischa:

      Soll dieser link eine Antwort auf meine Frage sein?

      Oder willst Du damit zum Ausdruck bringen, daß Du mich nun für eine „Rußlandverharmloserin“ hältst?
      Da würdest Du Dich sehr täuschen.
      Mir geht seit Jahren das Bild Alexander Litwinenkos nicht aus Kopf und Herzen.

      Was aber nichts an dem ändert, was ich hier sonst noch geschrieben habe.

      Herzlich, Ingrid

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    35. Was Kissinger meinte, bleibt mir undurchsichtig.

      Habe leider auch heftig zu tun. Nun gut. Ich sag mal so: Gerechtigkeit ist mir - immer - schon ein problematischer Begriff gewesen. Ordnung ist nicht gleich "totale Kontrolle", sondern ein geregelter Verkehr. Und der ist wiederum Konsens :-)) , außer für diejenigen, die das nicht wissen, und gerecht an der nächtlichen roten Fußgängerampel stehn, und die ausgestorbene hell erleuchtete Straße nicht überqueren können. Aus Furcht vor der Polizei.

      Die bei manchem größer sein kann, als die rechtschaffene Achtsamkeit, nicht überfahren zu werden, oder ein größeres Unglück für die andern, die Autofahrer hervorzurufen. Es gibt Rechtschaffenheit, ja, die gibt es. Aber Gerechtigkeit, hrm?

      Menschen sind unterschiedlichst, jeder kann was andres Tolles, jeder hat andre Zicken. Wenn jedes Inividuum für uns Menschen selbst zumindest eine ganze (gefühlte?) Gattung ist, wie sollen da - bis ins unendliche - verallgemeinerte Maßstäbe greifen?

      Es gibt viele Regeln jedoch, die fast jeder erträglich einhalten kann.

      Ich selbst war noch nie gerecht, obwohl ich so naiv war, es zu versuchen. Man scheitert spätestens an den Details. Die Welt war noch nie gerecht. Zu mir auch nicht. Alles wirklich Schöne verdanke ich dem Erbarmen meiner Mitmenschen und glücklichen Zufällen. Und der Gnade Gottes/der Natur (die jeder für seine eigenen Verdienste hält..)

      Aber vor größerem Unheil verschont geblieben zu sein, verdankte ich manchmal auch gesellschaftlichen Regeln, die Übergriffigkeiten Grenzen setzen können.

      Ja, vielleicht versteh ich Kissinger? (Grübel)

      mischa

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    36. "munteres draufloszuassoziieren" und "Lagerdenken".

      Das werde ich gerne mal ohne allzu viel Kommentar so stehen lassen.

      Natürlich nicht im Sinne der zitierten Gedanken Steiners aus GA 193 war das aufzufassen. Das Eine, "munteres draufloszuassoziieren", wird dabei wohl unvermeidlich zum Anderen, "Lagerdenken", führen, vermute ich. Eine weitere Beteiligung an der Diskussion dürfte unter dieser Sichtweise allerdings wenig ergiebig sein da ich unglücklicherweise dabei nicht vorhaben werde weder mein "munteres draufloszuassoziieren" noch mein "Lagerdenken" abzulegen.

      Nur eine kleine Ergänzung ist da aber, abschließend, doch noch zu machen:

      "…bobby hat »etwas nachgeschaut nach der Person Fabian Scheidler«…"

      Das habe ich geschrieben, in der Tat. Das habe ich auch gemacht verbunden mit zwei Stunden Zeitaufwand. Das wollte ich aber nicht dazu schreiben. Eine Forschungsarbeit zu Herr Scheidler hatte ich allerdings nicht vor zu leisten. Sein Buch wollte und werde ich ebenfalls nicht lesen. Seine mit Sicherheit zahlreichen Belege werde ich dadurch erst gar nicht zur Kenntnis nehmen dürfen.

      Was ich dafür gemacht habe, und das erschien mir notwendig auf Grund des anspruchsvollen aber sehr suggestiven und insinuativen Titels des Buches (Das Ende der Megamaschine: Geschichte einer scheiternden Zivilisation): Ich habe mich informiert (nebenbei: sich zu informieren kann ich grundsätzlich nur weiterempfehlen!). Zur Person des Verfassers (ein Gespräch zum Buch) und zu seinem heutigen Arbeitsfeld Kontext TV (Mitbegründer, aktiver Medienmacher im Sinne der Hauptverantwortung). Aufschlussreich und vielsagend. Das habe ich auch geschrieben. Mit authentisches und inhaltlich korrektes (Pfui!) Material. Dazu eine zusammenfassende, nicht positive, Bewertung geschrieben und die Informationsquellen zugänglich gemacht. Damit jeder seine eigenen Schlüsse ziehen kann.

      So sieht eben "Lagerdenken" für mich aus.

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    37. Rudolf, hast Du etwa schlechte Erfahrungen mit der Polizei?
      Verstehen die etwa auch nicht, was Du ihnen sagen willst?
      Glauben die Dir einfach nicht, dass Du den alten Damen immer nur über die Straße helfen wolltest und keinesfalls ihre Handtasche mopsen oder ihre politische Meinung umswitchen wolltest?
      //
      Da ist es mir wirklich nahezu unmöglich, nicht von Deinen Erfahrungen auf meine zu schließen...

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    38. @ Bobby "Das habe ich geschrieben, in der Tat. Das habe ich auch gemacht verbunden mit zwei Stunden Zeitaufwand".

      Hihihi, im Ernst...? Du hast 2 Stunden recherchiert, für einen Egoistenblogkommentar...?

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    39. Was meinst Du, wie lange ich in der Akasha-Chronik recherchiert habe bis ich herausgefunden habe, dass Rilkes Mädchen alle Aische hießen?

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    40. @ bobby:

      vorausgeschickt: ich schätze viele Deiner Kommentare sehr.
      Aber nun würde es mich doch interessieren, was genau Du unter „Lagerdenken“ verstehst.

      Ich verstehe darunter:
      Bevor man liest, was jemand wirklich geschrieben hat, holt man Informationen ein, in welchem „Umfeld“ sich der Autor bewegt.
      Aussagen anderer aus diesem „Umfeld“ rechnet man ihm zu, als wären es seine eigenen (zwei Deiner drei links führen gar nicht zu Texten von Fabian Scheidler).
      Aus einzelnen im Umfeld des Autors vertretenen Positionen schließt man automatisch auf andere mutmaßlich sowohl vom Umfeld als auch vom Autor vertretene Positionen, die — ja eben: die man demselben „Lager“ zuordnet.
      Letzteres bezeichne ich auch als – mit dem „Lagerdenken“ zusammenhängendes – „Drauflosassoziieren“.
      Dazu gehört zum Beispiel, aus jeglicher am „Westen“ geäußerten Kritik zu schließen, der Kritiker sei ein „Putinverharmloser“ — obwohl in dem von Dir verlinkten Artikel Fabian Scheidlers gar nicht von Putin oder Rußland die Rede ist, und obwohl in den von Dir verlinkten „Umfeld-Artikeln“ ausdrücklich gesagt wird, daß »im Moment die schlimmsten Kriegsverbrechen in Aleppo durch russische und syrische Bombardierungen« stattfinden (dies nur eine Aussage, auf die ich beim Überfliegen der von Dir verlinkten Seiten sofort gestoßen bin).
      Auch ein Satz wie: »Das meiste kann mühelos Satz für Satz entlarvt werden.«, unter Verzicht auf den wenigstens ansatzweisen Versuch einer solchen „mühelosen Entlarvung“, gehört für mich dazu.

      Was genau hast Du eigentlich einzuwenden gegen das, was Scheidler in diesem Interview sagt?
      Willst Du etwa, ähnlich wie Donald Trump, den Klimawandel leugnen? Die Schere zwischen Arm und Reich? Oder die Tatsache, daß es uns, obwohl wir längst genug wüßten (und trotz Obamas wunderbarer „Yes we can!“-Rede), bisher nicht gelungen ist, das Steuer herumzureißen?

      Herzlichen Gruß, und Gute Nacht!
      Ingrid

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    41. "Dazu gehört zum Beispiel, aus jeglicher am „Westen“ geäußerten Kritik zu schließen, der Kritiker sei ein „Putinverharmloser“..."

      Danke Ingrid für Deine klaren Worte! So allmählich ermüdet mich diese, wie ich finde, etwas einseitige Berichterstattung. Wenn man solche Dinge werten, vergleichen kann: Ich persönlich sehe auch in Leuten wie Putin (und Assad), sowie in den europäischen Rechtspopulisten eine extreme Gefahr, allerdings muss es auch erlaubt sein, gleichzeitig auf die katastrophalen Folgen der US-Interventionspolitik hinzuweisen (Der von mir sehr geschätzte Felix Hau z.B. sieht das anders, auf FB wird der US-Irakkrieg von ihm in regelmäßigen Abständen stoisch verteidigt/gerechtfertigt).

      Dass es bei vielen Anthroposophen und Verschwörungsfreaks reichlich Einseitigkeiten bezüglich eines undifferenzierten und schwammigen Antiamerikanismus gibt, sollte einen nicht hindern, verschiedene globalpolitische Bereiche kritisch anzuschauen.

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    42. Lagerdenken ist eben, wenn man einen Menschen nur anhand einer äußeren Etikette be-/verurteilt, ohne erst zu lesen oder zu hören, was dieser Mensch jemals gesagt oder geschrieben hat.
      Ob man da nicht zu einer vollkommen falschen Einschätzung kommt?

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    43. Also, ich finde, es sollte auch für Laien Kritik an der Choreographie der Aufmärsche, gerade der Frauengarden, von Kim Jong-un erlaubt sein. Das Leben ist kein Wunschkonzert und man sollte Nordkorea nicht immer nur aus politischer der Sicht kritisieren, sondern auch aus künstlerischer! Die Fassade gerade diktatorischer Regime ist bekanntlich immer auch künstlerisch interessant gestaltet und es gibt weltweit Leute, die Videos von militärischen Aufmärschen, unter künstlerischen Gesichtspunkten, versteht sich, tauschen, diskutieren, sammeln. Wie tadellos sitzen die Uniformen, wie sind sie geschneidert, wurden Plastikblumen für die Bucketts verwendet? Und wie läßt sich Training, Schritt-Elastizität beurteilen? Die Aufmarschformen, die Reihenfolge der Waffengattungen. Man sollte einfach auch mal ausblenden, daß hier eine Armee marschiert. Und begreifen: Es ist ein Ballett. Den Blick ein wenig lösen können von den einseitigen Betrachtungen, daß das eine Armee sei, öffnet für das Erfassen des Künstlerischen in solchen sog. Aufmärschen! Zwar im martialischen Gewande, spricht sich doch hier Seelisches aus. Es obliegt uns heute, gerade vor diesem Seelischen Ausdruck einer vielleicht hier oder da durch Diktatur behindertem Bevölkerung tiefen Respekt zu zollen. Denn .. öhm, gibt es ein Steinerzitat?

      Und im übrigen meine ich, daß sehr viele Menschen, denen man einen kleinen Finger hinstreckt, insofern die ganze Hand wollen, daß bei ihnen ein Satz wie .."..allein die USA in ihrer Anmaßung, Weltpolizist zu spielen etc." Sucht-Potentiale auslöst. Nach meiner Erfahrung und Ansicht ist es gerade den Menschen, welche unentwegt "die USA kritisieren" wollen? .. müssen!, nicht möglich, zu unterscheiden, wo die USA wirklich als Metzger auftraten, und wo als gescheiterter Chirurg. Und wo sie als erfolgreicher, wenn auch unter erheblichen Verlusten, Chirurg auftraten. Wo sie wirklich intrigierten, und wo sie sich geheimdienstlich nur zu verteidigen suchten. Ebenso ist's mit Israel!

      Es ist auch in dieser jetzigen Epoche kaum möglich, über Elementarwesen und alchymische Poesie öffentlich und spielerisch zu kommunizieren, ohne daß Entführungen durch Außerirdische und Chemtrail-Geschichten als psychomagnetische Spur-Rillen den Empfang solcher Themen unabänderlich festlegen. Bachblüten etwa, das Konzept dahinter?, gibt es heute nur im Combi-Pack mit UFO-Sichtungen, und womöglich einer überzuckerten Holocaust-Leugnung. Das ist jetzt nun mal so geworden. Um für lange so zu bleiben.

      Unter den 1000 USA- und Israel-Hassern sind etwa 100-30 Anthroposophen, die humorvoll und auf den Zehnspitzen wippend (I-A-O) wie Ganser und Totenhöfer die USA im 'sachlichen' .. Tonfall kritisieren. Unter 500 solcher Anthroposophen interessiert sich einer vielleicht für die historischen Fakten, und kann den Steiner-Schleier, den die Szene über diese legt, ausblenden.

      Mit dem kann man dann reden. Der Rest muß sich gefallen lassen, daß ich ihnen aus dem Weg gehn möchte. Man kann ja ein wenig über Kim Jong Uns Frauenbigade erzählen, wie sie mit ihren Röckchen und Knarren da durch die Siegesallee hoppsen. Haben die Russen auch solche?

      mischa

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    44. @ Mischa

      "Unter den 1000 USA- und Israel-Hassern sind etwa 100-30 Anthroposophen..."

      Ich glaube nicht, dass man mit eher quantitativen Zählungen in diesen Dingen irgendwie weiter kommt, das sind dann eventuell nur Vermutungen, bzw. gefühlsmäßige Eindrücke durch ein zuviel im Netz surfen. Überhaupt kann man m.E. eine ernstgemeinte Klärung der Frage über die weitreichenden und komplexen Hintergründe und Folgen der US-Interventionspolitik nicht auf einem Blog wie diesem oder auf FB behandeln (Da ist, wenn man schon online bleiben will, Wikipedia fast immer besser/gründlicher).

      "Es ist auch in dieser jetzigen Epoche kaum möglich, über Elementarwesen und alchymische Poesie öffentlich und spielerisch zu kommunizieren, ohne daß Entführungen durch Außerirdische und Chemtrail-Geschichten..." Exakt so ist es. Aus diesem Grund betreiben z.B. die Leute, die sich ernsthaft mit der Erfahrung von Elementarwesen beschäftigen (Karsten Massei, Thomas Mayer, Marco Pogacnik, uva) ihre Forschungen gerade nicht in einer "öffentlichen Kommunikation" im Netz, sondern eher in Arbeitskreisen oder Büchern.

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    45. Nebenbei: Man ist auch nicht automatisch ein "Israel-Hasser" wenn man gelegentlich auf das Jahrzehnte dauernde unsägliche Leid der palästinensischen Bevölkerung hinweist (auch wenn das nicht mehr so "in" ist und man sich im Grunde dran gewöhnt hat). Man muss auch nicht jede berechtigte Kritik an Netanjahus aggressiver Politik vor einem imaginären-virtuellen Pro-Contra Netzpublikum rechtfertigen.

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    46. Schon der Titel'Die globale Ordnung zerbricht' im Interview mit Fabian Scheidler genügt mir.
      Die Vorstellung von einer globalen Ordnung als Megamaschine setzt doch die Vorstellung einer diese Ordnung erzeugenden Elite voraus - der Weg zur verschworenen Weltelite ist quasi zwingend eröffnet...

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    47. Und nebenbei gesagt, sind die Nachdenkseiten (navjdenkseiten.de, wo das Interview veröffentlicht ist) nicht frei von verschwörungstheoretischer Problematik

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    48. »"Unter den 1000 USA- und Israel-Hassern sind etwa 100-30 Anthroposophen..."

      Ich glaube nicht, .... m.E. eine ernstgemeinte Klärung der Frage über die weitreichenden und komplexen Hintergründe und Folgen der US-Interventionspolitik..«

      Du machst es Dir viel zu schwer, lieber Rainer.

      Es genügt in den meisten alltäglichen Fällen ein wenig Gespür dafür, wer ein angenehmer Mensch ist. So jemand wird es sich nicht leicht machen, etwa USA- und Israel-Kritik als Alibi nutzen, von seiner amusischen und autoritärem Grundkostitution abzulenken, wenn er wahlweise mal nicht auf Arbeitslose, jüdische Weltverschwörung oder soziale Untergerechtigkeit (Flüchtlinge) schimpft.

      Viele Amerikaner wissen das übrigens, und es ärgert sie, wie manche Deutschen immer nach Osten kritiklos sind, seit jeher, in den Amerikanern ihre klammheimlichen Besatzer sehen, und jeden US-Bürger, den sie kennenlernen, erstmal politisch instruieren.

      Wen Du im Yogazentrum und auf Zwergenvorträgen triffst, daß weiß ich nicht, vielleicht brauchst Du da Statistiken und Facebook, mangels realistischer Grunderfahrung, wie die Leute auf der Straße öfter mal so ticken? :-)) hrm, hrm... Aber auch arme und abgehängte Menschen wissen öfter noch, was Deutschland den Amerikanern zu verdanken hat, und das reicht bis in die Zeit um die Wiedervereinigung.

      Was jemand gleich über die USA sagen wird, das sehe ich öfter schon an seiner Körperhaltung, seiner Kleidung, kombiniert mit den ersten zehn Sätzen. Ich muß auch sehr oft Zug fahren und horche, da höre ich oft ungeheuerliches, bin schon älter, und spreche nicht mehr jeden an.

      Wenn Du online gehst .. dann ... erfährst du ja erst, warum!
      Die Loide hoide so sindt wie sie sindt! Pegida ist dem Netz entsprungen.

      Mich interessiert dennoch weiterhin gutes persönliches Gespräch, und ich finde es hier und da. Man hat den Puls dann etwas in den Fingerspitzen, wie die Menschen so ticken.

      Mein Bekanntenkreis war zudem nie auf ein einziges Milieu und dessen soziale Assoziationen fixiert. Ich diffundiere gerne durch allerlei Schichten hindurch, und will alles sehen und hören und wissen.

      Von FB hingegen weiß ich klippklar von aktiven und organisiert-involvierten Anthroposophen, daß sie gegen eine regelrechte Front von Ganserianern und Jebsen-Liebhabern öfter mal stehn. Diese Front zu öffnen ist echte Arbeit, Sozialarbeit. Und das tut manche/r ohne Deckung durch einen qualifizierenden Titel!

      Warum möchtest Du das nicht wahrhaben? Nun gut, Dein Inneres geht mich nichts an.

      mischa

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    49. "Du machst es Dir viel zu schwer, lieber Rainer"

      Mag sein. Vielleicht machst Du es Dir hingegen etwas zu leicht mit der Gut-Böse Einteilung. Man kann sich natürlich auch seelisch innerlich einrichten, in der Beschwörung eines überschaubaren Feindbildes.

      Das fand ich übrigends schon Ende der 70er, Anfang der 80er im negativen Sinne auffällig: Man musste nur irgendwie "gegen Nazis" sein, dann war man schon ein guter Mensch, unabhängig davon, was für ein Trottel man sonst gewesen sein mag.

      "Aber auch arme und abgehängte Menschen wissen öfter noch, was Deutschland den Amerikanern zu verdanken hat..." Das weiß ich auch, ich bin auch bestimmt kein "USA-Hasser". Wenn aber schon Verantwortliche wie Colin Powell (!) oder Paul Wolvowitz (!!) ihr Versagen/Mitschuld an der Lage im Nahen Osten öffentlich zugeben, dürfen "wir" das auch, finde ich.

      Und "realistische Grunderfahrung wie die Leute auf der Straße öfter mal so ticken" habe ich mehr als genug (unabhängig davon berufen sich gerade darauf die Populisten).

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  14. @ Stephan:

    »Die Vorstellung von einer globalen Ordnung als Megamaschine setzt doch die Vorstellung einer diese Ordnung erzeugenden Elite voraus«
    Ah nein. Dazu braucht es keine bewußt verschworene „Weltelite“.
    Wie Fabian Scheidler meiner Ansicht nach eindrucksvoll darlegt, vom Beginn der Seßhaftigkeit des Menschen mit dem Übergang zum Ackerbau bis in die heutige Zeit, tut das die „Megamaschine“ automatisch – sie braucht dazu nur ganz gewöhnliche und gar nicht besonders „bösartige“ Menschen.

    Zitat aus dem Buch:

    *** »Maschine« meint hier keine technische Apparatur, sondern eine gesellschaftliche Organisationsform, die wie eine Maschine zu funktionieren scheint. Ich sage ausdrücklich »scheint«, denn bei allen systemischen Zwängen besteht die Maschinerie letztlich aus Menschen, die sie täglich neu erschaffen und damit – zumindest unter bestimmten Bedingungen – auch aufhören könnten. ***

    In anthroposophischer Terminologie würde das Buch Fabian Scheidlers wohl „Ahriman“ heißen.

    Es ist auch nicht etwa eine Kritik nur an den Menschen des „Westens“.
    Dazu noch ein Zitat aus dem Buch:

    *** Hatte Lenin vor der Machtübernahme noch verkündet: »Sozialismus wird nicht von Befehlen von oben geschaffen. (…) Sozialismus ist lebendig, kreativ – die Schöpfung der Volksmassen selbst«, so schrieb er danach: »Das Proletariat braucht staatliche Macht und die zentrale Organisation von Gewalt.« Es wäre allerdings ein Irrtum, darin einfach einen geplanten Betrug zu sehen. In dem vierjährigen Bürgerkrieg, der nach der Revolution ausbrach, und angesichts der fortgesetzten militärischen Interventionen ausländischer Mächte waren straff geführte, zentral organisierte Strukturen die einzige Möglichkeit, die revolutionäre Regierung aufrechtzuerhalten. Die Logik des Krieges schwächte die Kräfte, die für Selbstorganisation eintraten, und stärkte autoritäre Strukturen.
    Auch wenn Lenins Ziele durchaus andere waren, so hat sein Demokratieverständnis doch gewisse Parallelen zu den Ansichten der Gründerväter der USA und des Mainstreams der westlichen »Liberalen«. Er hielt die breite Bevölkerung, die er die »Massen« nannte, für unfähig, rationale Entscheidungen zu treffen; sie müsste daher von einer geschulten Elite geführt werden […].
    Die zunächst verblüffend erscheinende Übereinstimmung so unterschiedlicher politischer Lager in dieser Frage hat ihren harten Kern in der Funktionsweise der Großen Maschine, die Lenin und seine Mitstreiter keineswegs demontierten, sondern lediglich anders nutzen wollten. […]
    »Großtechnische, maschinelle Industrie bildet die Grundlage für den Sozialismus«, führt er aus, »sie erfordert eine absolute und strikte Einheit des Willens, die die vereinigte Arbeitskraft von hunderten, tausenden und zehntausenden von Menschen dirigiert. Aber wie kann eine strikte Einheit des Willens gesichert werden? Dadurch, dass Tausende ihren Willen dem Willen von einem unterordnen. ***

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    1. Ich habe Fabian Scheidlers Buch übrigens deshalb erwähnt, weil Mischa sagte:
      »Aber für mich ist es keine "Meinung" und keine "Weltanschauung", wenn eine Gesellschaft nicht auf wahrem Markt und nicht auf echter Marktwirtschaft sich substanziell aufbaut, sondern auf Raub.«
      Nun. Und steht denn nicht Raub bereits am Beginn der Seßhaftwerdung der Menschen – Landraub, indem man weiterhin nomadisch lebende Stämme vom „eigenen“ Land vertrieb? Ganz zu schweigen von der durchaus nicht friedlich vollzogenen Besiedlung Amerikas… und vielen anderen Eigenheiten der Geschichte unseres Fortschritts.
      Ist es nicht an der Zeit, daß wir uns das eingestehen?
      (Mischa zeigt ja selbst, daß er sich dessen doch irgendwie bewußt ist: » … denn das "freie Land"? Es ist verteilt, parzelliert, umzäunt.«)

      Im übrigen — um noch einmal auf den Titel von Michaels Artikel zurückzukommen, unter dem wir hier diskutieren:
      „Die Rechten“ mögen info3 nicht mögen. Aber ich kann mir auch kaum vorstellen, daß gerade „die Rechten“ Fabian Scheidlers Buch mögen würden, falls sie es jemals lesen sollten.
      Jedenfalls nicht, solange der Unterschied zwischen „rechts“ und „links“ noch irgendwie erkennbar bleibt.

      :-) Aber nun auch genug davon – ich bin ja hier nicht angetreten, um Reklame für dieses Buch zu machen.

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    2. Die ‘zwei Fronten‘ sind nicht ebenbürtig, wenn es auf universelle Freiheiten (in Europa die vier Freiheiten) ankommt. Öffentliche Selbstkritik ist heute letztendlich nur im Westen möglich. Und auch diese individuelle Gedankenfreiheit wird vom Populismus bedroht. Der radikale Populismus betont nicht die Gedankenfreiheit, sondern einen absolut freien Willen, einen Nationalismus und eine Multipolarität der Welt.
      Vgl. http://www.vanityfair.com/news/2017/03/is-trumps-chaos-a-move-from-the-kremlins-playbook

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    3. @ Ton:
      »Öffentliche Selbstkritik ist heute letztendlich nur im Westen möglich.«
      Ja.
      Gerade deshalb ist es so wichtig, daß diese Möglichkeit auch wahrgenommen wird.

      Vor einiger Zeit habe ich auf die Rede Navid Kermanis anläßlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels aufmerksam gemacht.
      Darin sagte Kermani:
      »Ich würde jedem Muslim widersprechen, dem angesichts des „Islamischen Staates“ nur die Floskel einfällt, daß die Gewalt nichts mit dem Islam zu tun habe. […] Die Liebe zum Eigenen – zur eigenen Kultur wie zum eigenen Land, und genauso zur eigenen Person – erweist sich in der Selbstkritik.«

      Das kann meiner Ansicht nach nicht nur für Muslime Geltung haben.

      (Im übrigen ist es, meinem Eindruck nach, auch der Grund dafür, warum Michael in seinem Blog soviele anthroposophiekritische Artikel veröffentlicht...)

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    4. @ Ingrid

      Ich bin mir nicht nur dessen "irgendwie bewußt", sondern bin davon abgekommen, eine Idealen Urzustand fixieren zu wollen, von dem die Menschheit abkam, und wo sie wieder hin muß!

      Ich bleibe dabei: Das Orginal ist Friedrich Georg Jüngers "Perfektion der Technik", ein Buch, was gegen Ende des Zweiten Weltkrieges "schwarz" im Untergrund erschien. Weil es "die Rechten" nicht mögten, gemocht haben taten, nicht gemocht getan haben.

      In diesem Buch versammelt sich die Technik-Kritik, die Heidegger in seinem "Das Gestell" umtrieb, und die auch Romano Guardini in seinen 9 Briefen "Die Technik und der Mensch" (Briefe vom Comer See), erste Auflage erschien 1927 darlegte.

      Was war passiert? Nun, der Erste Weltkrieg erschütterte die große, auch sozialpolitische, Technikbegeisterung des fin de siecle, aus der Ära der legendären Weltausstellungen ist noch der Eiffelturm ein Überbleibsel. Zuerst 1890-1914 die totale Euphorie - was in Zununft alles möglich sein würde. Dann die Analyse mit erdgeschichtlichen Dimensionen, wo "das Virus" Maschine und Ratio die menschliche Gesellschaft vom Mythos abschneidet, um den Mythos zu vernichten. Ludwig Klages Riesenwerk "Der Geist als Widersacher der Seele" ist dann die Basis einer umfassenden Wissenschaftskritik in einer Art ganz einseitigen Neu-Romantik, mit auch rassistischen Untertönen.

      Zuvor hatten wir ähnliches in kleineren Dimensionen. Romantik und Aufklärung als Antagonismen, die die Zeit vor und nach Napoleon prägen.

      Nach dem Zweiten Weltkrieg vermischte sich Technikkritik mit einer Gesellschaftskritik der Frankfurter Schule, und es entstanden die Grünen und eine Linke, die die einst - auch - völkischen Wurzeln der Technik-Kritik ganz in Vergessenheit geraten liesen.

      Haverbeck und Bruker z.B. wurden von linksorientierten und von antiautoritären Menschen gelesen und aufgesucht.

      Für mich ist einfach klar geworden, daß etwa der Verzicht auf Bewerbung von Verhütungsmitteln durch kirchliche Mission,die Impfgegnerschaft vieler "Esoteriker" und die Ablehnung der Blutinfusion durch Jehovas Zeugen vieles gemeinsam haben.

      Eigentlich müßte jeder seinen Anschluß an die Kanalisation ablehnen, an die Elektrizität, und auch Ölheizen und Autofahren.

      Wir sind in diese Dynamik aber hineingewachsen und ich weiß gerade jetzt, wo ich sehe, wieviele Völkische, fast zwangsläufig, aus den Heidegger-, Klages-, Jüngerlesern, Steinerlesern auch, erstanden und entsprungen sind, zweifele ich gerade deshalb schon stärker als je zuvor an solcher neuen Romantik. ("Romantik" als durchaus Versuch eines epochalen Oberbegriffs, nicht als Synonym für "Blauäugig").

      Es ist all das ein weites Feld...

      mischa

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    5. Der gängige Verschwörungstheoretiker kann mit Märhen, Mythen, Bildern und Symbolen überhaupt nicht "umgehen", er sucht das Mythische in der Realwelt. Daher sucht er dort auch sein Zentrum der Dunklen Mächte. Im Umkreis der Wirtschaft, der Politik, der realen Personen im öffentlichen Leben oder mithilfe seiner Rassenlehren.

      Was der Verschwörungs-Sucher den Personen des öffentlichen Lebens unterstellt ist deren Versuche, die Bevölkerung zu reduzieren.

      Aber woher haben der Verschwörungs-Otto und das Esoterik-Gretchen diese Gedanken? Aus der tiefergehenden Technik-Kritik.

      "Ohne Technik, Werkzeuge, Wissenschaft, Maschinen, Oranisationen, Straßen, Luftwege", so besagt manche Überlegung aus dieser Welt, wären die meisten Menschen nicht lebensfähig und die meisten Menschen müßten rasch sterben. Ohne all das wären aber durch ungebremste Selektion Milliarden gar nicht gezeugt worden, weil viele "schwache Menschen" ausgestorben wären. So gäb es heute vielleicht, statt 7,5 Milliarden nur 150 Millionen Menschen, und alles wäre... ja, was wäre dann? ............. ................ ................. besser? :-)

      mischa

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    6. @ Mischa:
      Ich kenne Friedrich Georg Jüngers „Perfektion der Technik“ nicht.
      Fabian Scheidler (und auch mir) jedenfalls geht nicht um „Romantik“, schon gar nicht um die Wiederherstellung eines „paradiesischen Urzustandes“ — es geht einfach darum, die Mechanismen, nach denen die „Megamaschine“ seit Jahrtausenden funktioniert, zu erkennen, und dafür zu sorgen, daß die Zukunft nicht auf automatischen Schienen dorthin läuft, wohin es eben automatisch weiterlaufen würde, sondern daß Menschen bewußt an ihrer Gestaltung mitwirken.

      Fabian Scheidlers Buch macht Mut für eine solche Zukunft. Siehe das Kapitel »Möglichkeiten«, in dem Scheidler auf menschliche (nicht automatische) Zukunftskonzepte aufmerksam macht, an deren Verwirklichung bereits konkret gearbeitet wird:

      »Die wachsende Instabilität und der mögliche Zerfall dieses Systems eröffnen einen Möglichkeitsraum für Veränderungen, wie es ihn seit Jahrhunderten nicht gegeben hat. Je weiter ein komplexes System vom Gleichgewicht entfernt ist, desto größere Wirkung können unter Umständen selbst kleine Bewegungen hervorbringen, wie der berühmte Schmetterling, der einen Tropensturm auslöst.
      In welche Richtungen diese Veränderungen gehen werden, ist prinzipiell nicht vorherzusagen. Sicher ist aber, dass es in dem Chaos, das sich derzeit abzeichnet, auf uns alle ankommt. Was am Ende geschieht, wird […] das Ergebnis von unendlich vielen einzelnen Entscheidungen sein, getroffen von beinahe unendlich vielen Menschen in einer Unendlichkeit von Momenten.
      Auch wenn uns angesichts der Übermacht eines destruktiven Systems oft ein Gefühl von WIrkungslosigkeit und Ohnmacht befällt, so ist doch alles, was jeder Einzelne von uns denkt und tut (oder auch nicht denkt und nicht tut), für die Weichenstellungen der Zukunft von Bedeutung. Ob sich am Ende neue autoritäre Systeme, Mafia- und Warlordnetzwerke oder Strukturen demokratischer Selbstorganisation durchsetzen, wird davon abhängen, wie wir auf die systemischen Brüche, die bevorstehen, vorbereitet sind.«

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    7. Mechanisierung ist eins. Nach Steiners Kritik “führt uns die Fortsetzung des alten Weges zur Mechanisierung des Geistes, zur Vegetarisierung der Seele, zur Animalisierung des Leibes.“
      http://www.dreigliederung.de/steiner/zitate/1919-07-22_GA_333_1985_062-064_000007_001

      vgl. GA 296.15 f. (1919): “Sehen Sie nach Amerika: der Hochpunkt der Mechanisierung der Geister! Sehen Sie nach dem europäischen Osten, nach Rußland: jene wilden Triebe und Instinkte, die sich da ausleben, und die furchtbar sind: Animalisierung des Leibes. In der Mitte, in Europa die Schläfrigkeit der Seele. Mechanisierung des Geistes, Vegetarisierung der Seele, Animalisierung der Leiber, das ist dasjenige, was man sich ohne Täuschung vorhalten muß.“

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    8. @Ingrid und Ton

      Mit dem Schmetterlings-Aspekt kann ich sehr gut mit und Ton liefert wie so oft genau den passenden Schlüssel mitten aus dem Herzen der Anthroposophie: Mega-Mechanisierung ist ein Aspekt, aber eben nur einer!

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    9. "Was der Verschwörungs-Sucher den Personen des öffentlichen Lebens unterstellt ist deren Versuche, die Bevölkerung zu reduzieren."

      Generell formuliert ist dieser Satz unzutreffend, da VT nicht immer und selbstredend um die bewusste Reduzierung der Weltbevölkerung kreisen und außerdem die "Unterstellung" in jedem Einzelfall erst nachgewiesen werden müsste.

      Es geht vielmehr darum, VT grundsätzlich von realen Ereignissen und Entwicklungen auseinanderzuhalten, also nicht die Grenze von VT und Realität zu verwischen, bzw. mehrdeutig und schwammig werden zu lassen.

      Wenn "Personen des öffentlichen Lebens" z.B. bewusst (d.h. mit welchen "Begründungen" auch immer) Kriege befürworten, diese geistig (propagandistisch) vorbereiten, deren Umsetzung planen, anordnen, einleiten und letztlich durchführen, warum sollte dann nicht die Aussage erlaubt sein, dass diese bewusst an der Reduzierung der Weltbevölkerung arbeiten ???
      Gibt es Gründe hierfür, bzw. leben wir bereits in einer Diktatur mit Redeverboten?

      Eine simple Tatsache wird man "im freien Westen" ja wohl noch aussprechen dürfen, oder etwa nicht?

      Und über die grauenvolle Dimension einer Realität, die darin besteht, dass "offiziell" dem demokratischen Rechtsstaat verpflichtete westliche Regierungen und deren "Personen des öffentlichen Lebens" mit islamistischen Terrorgruppen zusammenarbeiten, welche erklären 500 Millionen Ungläubige (Nichtmuslims) umbringen zu wollen, sollte man auch offen sprechen dürfen, ohne als Verschwörungstheoretiker bezeichnet zu werden.

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    10. Rudolf, ist das das Drehbuch-Manuskript für den Daumenkino-Thriller?
      Kann ich das so übernehmen?

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    11. Tu dir keinen Zwang an, und natürlich auch immer das, was du nicht lassen kannst.
      Es steht dir frei.
      Aber bedenke, Realitäts-Thriller sind nun halt mal nichts für schwache Nerven!

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    12. Warum werden wir Mädchen (als Repräsentanten der Reinheit und des Fühlens) eigentlich auf diesem Blog permanent getriezt, gepiekt, geduzt, ausgelacht, missachtet und gedemütigt? Warum schreiben hier nur ältere verwirrte Männer?

      Mein Meister hat wieder 2 sehr gute Artikel geschrieben. Es geht um Fabian Scheidler. Es geht um Eggert als Kind. Und es geht um uns Mädchen.

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    13. Ich kann Dich beruhigen, Sonnenmädchen Ursula!
      Was die Ausführungen Deines Meisters über die männergeprägte Hochleistungsmedizin angeht, so hat er nur wieder den üblichen vorurteilsbelasteten unqualifizierten Bullshit produziert...

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    14. Und es geht um das Wesen des Luziferischen (I und II).

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    15. Aber Ursula, vielleicht könntest Du ja aus dem neuesten Meisterstück Deines Meisters ein Waldorfpuppespiel für den nächsten Fasching machen:
      Als meinem Meister vor Zorn der feuerrote Bart brannte!

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    16. Diese von Spott triefenden, mädchenfeindlichen und alles andere als von einer warmherzig tief gefühlten Empfindung kommenden Kommentare eines Herrn Birkholz kann man nur noch als zynisch und äußerst unanthroposophisch bezeichnen.

      Wie der Meister mir eben mitteilte, sei es wohl ziemlich sicher Herr Birkholz gewesen, der für dieses Mädchenverspottungswerk verantwortlich ist:

      https://herrsalami.de/hanni-und-nanni-schlachten-ein-reh/

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    17. "Bacon betrachte die Natur als Sklavin des Menschen. Sie sei auf die Folter zu spannen, um ihr ihre Geheimnisse zu entreißen, immer weiter in sie einzudringen. " Da kann Ursula nur hoffen, dass Niederhausen das metaphorisch meint.

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    18. Schicken wir Dockter Niedersausen ein Freßpacket, Hohnbrötchen, mit 'ner eine Büxe Kieler Spotten, ein Glas Saure Sorgen und eine gut abgehangene Kalamiwurst. Dazu eine Schnupftarrbackdose mit einem kräftigen Tubak von der Marke "Scharfer Antichrist" mit einer Flasche hochprotzentigem "Mädchenfang". Harrharr. :-))
      "Die bösen Egoißtn auf des Totenmannes Kistn, hooorioh, unndi Buddel voll Rrrummm..."

      mischa

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    19. Ursula, Du solltest bitte auch unbedingt darauf achten, dass Dein Meister täglich höchstens eine halbe Stunde Daumenkino schaut - mehr tut ihm einfach nicht gut.

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    20. Na du Sonnenkalb, machen sie wirklich soviel Spass deine Selbstgespräche mit deinen Wechselidentitäten? ;-)

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    21. Hab das Klagen von Herrn Niederhausen jetzt vollständig durchgelesen. Das Theater habe ich ja auch im realen Bekanntenkreis, in verschiedenen Varianten. Da wurde ich zum Beispiel als unspiritueller Mensch entlarvt, der den Schicksalsmächten den Rücken kehre, weil ich mich angeschnallt habe. Ein spiritueller Mensch versündige sich, und der Rechtsstaat nötige den Menschen, Gott ein Schnippchen zu schlagen und weise seine Gnade im Straßenverkehr zurück. Ebenso wiesen Schwarze in Afrika, die gegen Aids Kondome nützen, Gottes Möglichkeit, zu strafen, oder gnädig zu sein zurück, und wenn ich ein schlechtes Gefühl habe, solle ich eben zu niemandem ins Auto steigen. In den einfachsten Dingen zeige sich, wie "ernst", nämlich wie verlogen mein "spirituelles Interesse" ohne wahre Spiritualität sei. Naja. Wozu erwähnen, daß mir von dort dann auch die Mitteilung würde, daß Merkel, diese Verbrecherin den übelsten Abschaum aus den ausländischen Gegenden ins Land hhole, und es ja klar sei, daß ich das jetzt plötzlich gut fände, wo ich Merkel bisher (bis 2013) dooof fand. Nun, ich sagte, ich bräuchte dafür kein Dach, denn Gott möge mich so sehr, daß es immer trocken bleibe, wo ich läge, wenn ich bei Regen im Freien schliefe. Und daß ich gelernt habe, daß es politische Gegner in einer Demokratie gäbe, die man ursprünglich irrtümlich und pubertärer Weise wie Feinde ansah. Nun, ich werde da jetzt nicht mehr ernst genommen, denn ich bin ja auf das System hereingefallen. Und was Heidegger in den Schwarzen Heften sage, müsse man sehr ernst nehmen, der große Mann habe rrechcht gehabt, immer... usw. Und das tut mir dann schon weh, nich?
      Auch wenn ich sehe, wie Herr Niederhausen da schwärmt von Christus, links, und Liebe und Gandhi, das Leben wie im Kinderbuch führen will, vielleicht hat er ja das Geld dazu, und hockt ruhig, satt und warm, schläft auf Schaffell bei Lavendelduft und Honigkerzen, gut massiert mit feinen Ölen, joo, und dann die Widersacher aus dem Sack läßt, gegen "uns" Egozentristen, da ist etwas, in all dem, das tut mir durchaus weh. Aber mein Herz ist ja jetzt zu Stein geworden. Für die Todesstrafe bin ich noch nicht, auch wenn ich alt geworden bin. Und Rosa Luxemburg hab ich auch nicht erschossen. Nee, nee...
      mischa

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    22. Rudolf, das Gespräch mit Dir von Männerherz zu Männerherz enthielt mir dann doch zu viele lieblose Todesimpulse, darum habe ich mir Ursula das Sonnenmädchen geschaffen...

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    23. Oh, oder war das gar nicht Rudolf?
      Mir schwant, das war zwar nicht Moses im brennenden Dornbusch, aber dafür der Meister im brennenden Zornbart persönlich...

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    24. Gute Nacht! Ich fahre mal zur Ruhe, es war hier mächtig was los, find' ich, die Tage, gute Nacht, ihr Sonnenmädchen, Birkhölzer, Rudolfinen und Niedersauser, und alle in diesem Theater, ... let the roadies take the stage ... https://www.youtube.com/watch?v=7UC4SLsPQic ..
      .. bis zur nächsten Schau :-)
      mischa

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    25. @ Stephan @ Ursula

      Seid Ihr denn jetzt endlich das langerwartete Egoblog-Dreamteam...?

      Aber mal im ernst: Vor einigen Tagen fuhr ich in HH S-Bahn, als sich plötzlich neben mich und gegenüber 2 MÄDCHEN (!!), ca 11,12 Jahre, hingesetzt haben. Mein erster Gedanke: Das sind sie, das sind welche von den Niederhausenmädchen! "Nicht mehr Kind, noch nicht Frau...usw." Solche Gedanken drängen sich einem ja als Egoblogger und HN-Fan regelrecht auf.

      Ich habe die dann mal etwas beobachtet und überlegt, ob ich die vielleicht mal kurz berühren oder wenigstens irgendwie an ihnen riechen könnte (ähnlich wie in HNs "Der alte Mann und das Mädchen"), habe mich dann allerdings nicht getraut. Musste nach einer gewissen Zeit des "emphatisch-intuitiv-meditativen Hinspürens" dann allerdings feststellen, dass die irgendwie gar nichts "reines und unschuldiges" an sich hatten (eher leicht zickig und etwas zu laut). Hat sich HN eventuell geirrt?

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    26. Moin Rainer, u.a.

      Wenn ich gestern schrieb, daß mir so manches aus gewissen "sbiritu-ell, esotärischen" Nischen "ein bißchen weh tun" tut, dann ist es das bange Gefühl für Menschen, die nicht erwachsen werden wollen. Und dazu gehört meines Erachtens ein wesentliches Eingeständnis:

      "Ich habe nicht mehr auf alles eine Antwort. Nicht wirklich. Hier und da ringe ich drum, mich zu positionieren..."

      HN konstruiert sich, ohne es zu merken, da bin ich mir sicher, eine Welt, die es nicht gibt, bzw. hier schleift er Ecken ab, dort verzerrt er ihn verunsichernde Angesichter und Ahnungen zu Fratzen, ab und zu glorifiziert er Prinzipien mit einer Art Sehnsucht, Sehnsucht, aber auch nicht gerade Not leidet!.. zu Wunderbarem - welches der wirklich wahren Welt manchmal abgeht.

      HNs Sprache steht meiner näher, als die von Heinen Anders. Doch letztendlich macht es der genauso.

      Es sollen mehrere Hektar (ein Fußballfeld ist ein 3/4 ha) pro Tag sein, die zuasphaltiert werden. Irgendwie offene Bodenfläche. Wald oder Wiese oder Halde. Hat etwas bedrückendes. Dann die Quadratkilometer Regenwald, die abgesägt werden. Oft atme ich auf, wenn eine Tierart ausgestorben ist: Immerhin besser, als dieses Zittern um Wesen, die ohne Lebensraum doch keine Zukunft auf der Erde mehr haben. Auf diese Fragen habe ich keine wirklichen Antworten mehr, da wird uns die Illussion einer Göttin, eines kosmischen Mädchen nur betäuben. Ein evolutionärer Flaschenhals: Die "Maschine der Zivilisation" werden etliche Lebewesen-Arten nun mal nicht überstehn. Die ganzen Ökokonzepte sind mir bekannt. Sie werden nur realisiert, wenn sie wirtschaftlich tragbar und bezahlbar sind. Notfalls, man sieht das an der Fischerei-Industrie, die so lange den Markt bedienen möchte, bis die Fische halt ausgestorben sind, warten auf Erholung der Bestände? Gilt nicht. Aber HN hat keine Antworten. Und im Populismus und Ökofaschismus suche ich - nicht - mein Heil. Darum bin ich empfindlich hinsichtlich Amerikakritik, denn die wird fast eh nur instrumentalisiert und mißbraucht, war oft in unserer neueren Geschichte so. Auch wurde mir klar, daß diejenigen, die ich in meiner Pubertät für sowas wie "Feinde" hielt, was ich nicht explizit so ausdrückte, und auch keine finsteren Pläne ausheckte, daß die durch mein Akzeptieren der demokratischen Regeln allerhöchstens politische Gegner sind. Denn wirklich feindliches ist seit einiger Zeit unter der politischen Landschaft spürbar geworden. Da ich nach 1945, obendrein im Westen geboren bin, hab ich solches zuvor noch nicht gekannt. Wer das wirklich Bedrohliche dieser aktuellen Zeit nicht spürt, hat keinen Instinkt. Politischen nicht, und Überlebens-Instinkt aber auch nicht.

      mischa

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    27. Moin Mischa,

      ich glaube auch, wir (immerhin, soweit ich erinnere, gleicher Jahrgang) sind in diesen Einschätzungen nicht so weit voneinander entfernt. Das sind manchmal nur Nuancierungen, bzw. Reaktionen auf das, was man eventuell in diesen Tagen und Wochen viel liest. Tendenziell weiß ich natürlich, dass wir gerade in D. den USA sehr viel zu verdanken haben; mich nerven gelegentlich die Einseitigkeiten von Felix und co.

      Moin Stephan,

      großartig, die Story mit der Bartfrau! (Wusste gar nicht, dass Du "Brigitte" liest).

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    28. Hast Du auch gesehen, wie die Bartfrau heißt:
      Rose Geil
      //
      Niederling hat den Codenamen seines Projektes darum auch von 'Berta das Dampfweib' auf den Namen der Bartträgerin geändert.
      Niederling selbst trägt ja auch schließlich nicht Vollbart, weil er besonders männlich sein möchte, sondern weil er besonders weiblich sein möchte.
      Zwei Änderungen in der anthroposophischen Terminologie sind allerdings noch dringend überfällig:
      Der 'Menschheitsrepräsentant' muss in 'MenschheitsrepräseTante umbenannt werden und der Menschensohn muss natürlich Menschentochter heißen.
      Wenn Steiner Niederlings Belehrungen nun allerdings im Nachhinein beherzigt muss er erkennen, dass die Menschheit mittlerweile schon auf einem anthroposophischen Globus leben würde, wenn er damals als Rudolfine gekommen wäre...

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    29. Die Mainzelmänchen sind übrigens die ersten, die auf Niedersausens Mädchenschmöker voll abfahren..

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    30. Du solltest übrigens auch Brigitte lesen, Rainer!
      Seit ich Brigitte lesen, habe ich endlich Zugang zu Niedersausens Geisteswissenschaft gefunden - vorher war mir diese vollkommen verschlossen...

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    31. Ihr seid so ekelhaft. Keiner von Euch "älteren Herren" versteht auch nur ansatzweise die IDEE DES MÄDCHENS. Ihr seid selbstzufrieden in Eurem zynischem Wahn und erkennt nicht Euer selbstgeschaffenes Gefängnis.

      Wie mein Meister geschrieben hat: Die Frage "Egoist" oder "Mädchen" ist "eine der wichtigsten Fragen unserer Welt". Es geht nicht um zufällig-willkürliche Bezeichnungen von "rechts/links". Es geht um mich, um das Erleben des Sonnenmädchens.

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    32. Ursula, ich hab ja schon die Brigitte abonniert - nur wegen Dir!

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    33. ..ähm, Stephan... ? ? ?

      herzlich, mischa

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  15. Wie das Ringen um die richtige Staatsform elementar durch die Weltereignisse entsteht, zeigt auch diese Grußbotschaft:

    "Benedikt XVI. in Grußbotschaft: 'Eine explosive Situation'"

    kath.net dokumentiert die Botschaft Benedikts XVI. in voller Länge

    "Das gewählte Thema führt staatliche und kirchliche Obrigkeiten dazu, gemeinsam zu einer für die Zukunft unseres Kontinents wesentlichen Frage in einen Dialog zu treten."

    http://kath.net/news/59303

    Inwieweit Europa zwischen Ost und West zerrieben wird, weil es das geistige Erbe der Aufklärung, welche Rudolf Steiner fortführte, aus den Augen verliert, bleibt abzuwarten.

    E.S.

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