Liebe Mysa. Über Karma und Liebe

Die schöne Wegman 1908 (!)
Wie viele Beziehungen, Ehen, angeblich platonische Liebschaften, Verhältnisse mit „magnetischem Anziehungsband“ sind vor anthroposophischem (oder auch anderem esoterischem) Hintergrund schon geschlossen oder beendet worden? Viele dieser Menschen fühlen sich ja als sehr ernsthafte, ehrenwerte Herr- und Frauschaften und sehen sich als „weiter entwickelt“ an als der Durchschnittsverliebte. Daher braucht es eine höhere Warte, um das als moralisch vielleicht nicht ganz integre Verlangen auf zu werten, quasi zur Notwendigkeit zu machen- denn wer kann schon gegen das Karma an?

Daher wird das Verlangen in den Kontext einer karmischen Verwirklichung gestellt, um sich - vor allem vor sich selbst- zu rechtfertigen. Wie viele Male in den hundert Jahren anthroposophischer Geschichte wird eine Ehe mit der Begründung beendet oder begonnen worden sein, die oder der Neue sei eine mit einem selbst tief verbundene, über Jahrhunderte und Jahrtausende bestehende innige Beziehung? Dies vor allem dann, wenn es sich ohnehin um eine durch Waldorf-, Arztpraxis, Arbeitsverhältnisse, Wohngegenden, Lebensstil, Lesegewohnheiten, spirituelle Bedürfnisse bestehende Subkultur handelt. Ich kenne so gelagerte Freundeskreise, in denen praktisch jede Ehe/ Beziehung im Laufe der Jahre nicht nur mit ähnlichen Begründungen beendet worden ist, sondern dieselben Personen haben jeweils Partner innerhalb derselben Subkultur ausgetauscht. Von außen betrachtet sieht das aus wie ein Bäumchen- wechsel- dich- Spiel und kann zu komplizierten Arrangements bei Einladungen zu Festen führen. Nach innen wird nicht selten mit der Karma- Argumentation begründet - vielleicht sogar so empfunden. Schließlich gilt das Steinerwort („Okkulte Geschichte“ S. 60): „Den Egoismus zu überwinden und den Zug nach dem Allgemein- Menschlichen und Kosmischen sich anzueignen, ist nicht so leicht, wie mancher sich das vorstellt.“ Allerdings, vor allem in der Liebe.

Vor all dem war auch der Meister nicht gefeit. Die schöne, unabhängige, exotische Ita Wegman, aus Indonesien stammend, von der javanesischen „Insel der hundert Vulkane“, traf ab 1902 auf ihren Lehrer Rudolf Steiner, der sie zunächst nicht besonders beeindruckte. Er sprach „kurz und bedeutungsvoll“, „sah mich forschend an“, aber sie besuchte zunächst „nicht viele seiner Vorträge“, denn „etwas gefiel mir nicht.“ (Wegman, Notizen, in: van Emmichoven, Wer war Ita Wegman, Band 1, S. 45f)

Doch zwischendurch in ihren Notizen taucht dann doch etwas auf, was anders klingt: „Wir verstanden uns sehr gut.“ (s.o.) Der Biograf van Emmichoven spielt dann auch die Karmakarte: „Stiegen Schicksalsahnungen in ihr auf, Fragen vielleicht, die bis dahin unbewusst in ihr gelebt hatten, Bilder, die schon immer schweigend in ihr gewesen waren und jetzt zu sprechen begannen?

So oder so: Wegman sprach Steiner an mit der alles eröffnenden Frage „Kann man noch mehr von solcher Esoterik erfahren?“ (s.o., S. 46) Von 1907 bis 1914 verfolgte Wegman Studien und hatte Beziehungen. Von Steiner war sie 1906, als sie ihm nach Leipzig nach gereist war, brüsk zurück gewiesen worden - „was sie hier suche“ (s.o., S. 54). Aber 1914 saß sie - nach Andre Belyi („Verwandeln des Lebens“) praktisch ständig im Publikum in Dornach: „Zu meiner Beschreibung sagte man allgemein: „Das stimmt, das ist die Wegman. - Wenn das stimmt, dann kenne ich sie sehr genau, ohne je mit ihr bekannt geworden zu sein; über ein Jahr saß sie bei den Vorträgen Steiners in der Schreinerei uns gegenüber, am Fenster, meistens in weißer Bluse und schwarzem Rock; ich glaube, sie war immer allein. Wir begegneten ihr fast jeden Tag.“ Sie wurde in der Folge eine der wichtigsten Ärztinnen im anthroposophischen Umfeld, innovativ, mutig, eine Unternehmerin und Gründerin. Ab 1922 besuchte Steiner die von ihr geleitete Klinik bei jeder Gelegenheit- es kam zu seinem Lebensende hin zu einer intensiven Zusammenarbeit zweier selbständiger Persönlichkeiten. Wegmans Temperamentsausbrüche waren legendär- Steiner selbst sprach von ihrem „Gestrüpp“. Sie selbst meinte dazu selbstbewusst: „Es wird dem Doktor noch leid tun, wenn ich zu sanft geworden bin.“ (van Emmichoven, Band 1, S. 102)

Dann aber - 1924 - wurde Steiner ihr gegenüber sanft. In Briefen nannte er sie „meine liebe Mysa- Isa“: „Hoffentlich ist das Befinden meiner lieben Mysa gut .. Schön wäre es, wenn Mysa da wäre. Doch man muss diese Dinge eben „vernünftig“ einrichten.“ (Brief aus Prag, 1.4.24) Muss man das? Und war Steiners schwärmerischer Ton nicht auch insofern unvernünftig, als er selbst schon mit dem Kosenamen die karmische Karte spielte? Van Emmichoven erläutert: „Der Name „Mysa“ bezeichnet eine Mysterienpriesterin des Artemistempels in Ephesos im fünften vorchristlichen Jahrhundert. Wahrscheinlich deutet der Name eine Funktion an; Steiner schrieb in manchen Gedichten auch „Artemysia“.“ (s.o., S. 201)

Während er in Koberwitz „Karmavorträge“ (Brief 8.5.24) hält, schreibt er an Wegman „Bei allem ist mein guter Freund M-I. bei mir, und meine Gedanken gehen zu ihr.“ (S. 204) M-I ist ein Kürzel für „Mysa-Ita“. Wenige Tage später (10.6.24) schreibt er Wegman: „Du gehst als Freund mit mir in geistige Welten.“ (S. 205) Nur einen Tag später wird er explizit: „Es ist so in unserem Karma, dass ich an Dir einen echten, unerschütterlichen Freund finden muss, wenn die Schülerschaft den rechten Weg gehen soll. So will es unser Karma. Wenn dies Karma zunächst einen tragischen Zug haben muss, so wird das nach keiner Richtung in der Zukunft mehr hemmend sein können. Es ist ja gewiß traurig, daß Du nicht schon früher mit mir zusammenkamest..“ (S. 206). Er erklärt Wegman, dass „wir“ „vorher“ große Impulse zu verwirklichen gehabt hätten, die Wegman auf ihre Art verwirklicht hätte. Er schreibt offensichtlich von einer gemeinsamen karmischen Vergangenheit: „Als Du damals von mir gingst, war viel von mir genommen. Die Jugend, die in Dir an meiner Seite stand, ward von mir genommen. Ich war in keiner Inkarnation so alt als damals. „Mit ihm ist mein Herz über den Pontus gegangen“. Das war meine Stimmung.“.

Es ist viel spekuliert worden, ob Steiner an dieser Stelle über Aristoteles und den jungen Alexander schreibt - „Pontus“ als Beginn der Reise Alexanders Richtung Asien. Wie dem auch sei, handelt es sich zugleich um einen Liebesbrief - „Du schreibst „Wirst du mich jetzt immer lieben bleiben?“ Meine liebe Mysa: Diese Liebe ruht auf dem unerschütterlichen Fels. Sie ruht ja auf dem, was Deine Wesenheit mir offenbart. Und das ist viel, sehr viel.“ (Koberwitz, 11.6.24) Steiners Beziehung mit Wegman strebt nun nach etwas ganz Einzigartigem: „..ich konnte doch zu keinem Menschen so stehen wie zu Dir. Du lernst mich auch ganz anders noch kennen als andre Menschen mich gekannt haben, oder kennen. Daß da manchmal sich in unser Zusammensein etwas gemischt hat, was Du vielleicht nicht haben wolltest, das hängt doch damit zusammen, daß ich nur im vollen Eins- sein mit Dir leben möchte.“ Die erhaltenen Briefe Wegmans wirken tatsächlich dem gegenüber kühl. Steiner zitiert sogar Wegmans Reaktion „Du sagst: „Es ist nicht immer gut alles zu schreiben“, in der sie ihn offensichtlich zur Zurückhaltung auffordert. Tatsächlich hat diese Mysa- Geschichte ja nach Rudolf Steiners Tod wenige Monate später zur völligen Ausgrenzung Ita Wegmans geführt, der vor allem von Steiners Ehefrau Marie Anmaßung spiritueller und karmischer Art vorgeworfen wurde. Wegman konnte gerade wegen Steiners schwärmerischer Bedrängung seiner Ärztin gegenüber die Rolle, in der sie sich und er sie sah, nicht ausleben, sondern wurde zur Geächteten.

Dabei scheint sie durch Rudolf Steiners Umdeutung ihrer jahrelangen Beziehung eher überfordert gewesen zu sein. Sie konnte sich kaum gegen die karmischen Zuordnungen ihres Lehrers, die dieser so explizit vorbrachte, wehren. Offensichtlich brachte er auch Hoffnungen auf Liebe, Freundschaft, gemeinsame Zukunft und einen Neuanfang für sich selbst ins Spiel. Ebenso offensichtlich sind seine Einsamkeit, das Gefühl des Eingeengtseins, seine Erschöpfung und Überforderung. Aus seinen Liebesbriefen spricht ein Mensch, den selbst die Umschwärmte eher als Lehrer zu sehen gewohnt war.

Kommentare

  1. Danke Michael für das Bild, den Text.

    Hatte zuerst nur einen Text wegen dem Bild aufgesetzt, das sein lassen.

    Ich will nun meine Empfindung schreiben, nach dem Lesen des Textes, in all die Briefe in dem Gesamtwerke hatte ich mich nicht eingelesen.

    Meine Empfindung ist nun, endlose Erleichterung!!!!

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  2. Die Ausführungen von Michael Eggert lassen die Erinnerung auftauchen, wie vor Jahrzehnten ein Hinweis gelesen wurde, Steiner habe Frau Sivers geheiratet, weil sie ansonsten von der Schweiz nach Russland abgeschoben worden wäre.
    Es bleibt offen, ob sie kirchlich geheiratet haben, 1914 gab es noch nicht die Christengemeinschaft.
    Zu erinnern ist, Rudolf Steiners erste Heirat kam unter merkwürdigen Umständen zusammen. Steiner hatte ja eine Haushälterin, wohnte dann alleine an einem anderen Ort, kam mit dem Haushalt nicht zurecht, bat "sie" ihm den Haushalt zu führen, wobei sie dann die Bedingung der Heirat ins Spiel brachte. Er heiratete sie mit ihren Kindern. Ein Recht ungewöhnlicher Vorgang.
    Es kann durchaus sein, bei so viel esoterischem Wissen und der Belastung durch den "Auftrag" seines Meisters, war es Rudolf Steiner nicht vergönnt, ein "normales" Liebes- oder Eheleben zu führen. Insofern auch eine gewisse Tragik.

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  3. http://www.handmann.phantasus.de/g_marienbader_elegie.html
    Zitat:
    (...)
    "Dem Frieden Gottes, welcher euch hienieden
    Mehr als Vernunft beseliget — wir lesen's —,
    Vergleich ich wohl der Liebe heitern Frieden
    In Gegenwart des allgeliebten Wesens;
    Da ruht das Herz, und nichts vermag zu stören
    Den tiefsten Sinn, den Sinn, ihr zu gehören.

    In unsers Busens Reine wogt ein Streben,
    Sich einem Höhern, Reinern, Unbekannten
    Aus Dankbarkeit freiwillig hinzugeben,
    Enträtselnd sich den ewig Ungenannten;
    Wir heißen's: fromm sein! — Solcher seligen Höhe
    Fühl ich mich teilhaft, wenn ich vor ihr stehe"
    (...)

    Ein (mich) nachdenklich stimmender Artikel, der mich meditieren läßt, und in der Phase der Melancholie fällt mir diese Elegie vom alten Johann Wolfgang Goethe ein...
    mischa butty

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    1. Lieber Mischa,

      ganz herzlichen Dank.

      Lieben Gruß,
      Ingrid

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  4. Michael, Du schilderst leider nicht nur, sondern Du bewertest. Und Deine Bewertungskriterien speisen sich aus dem, was Du als "normales" Liebesleben zu sehen scheinst.

    Es kommt Höllenqualen gleich, wenn Du jemanden vor Dir hast in dem Du mehr siehst als der/diejenige selbst, auf sich bezogen und auch auf sein Gegenüber.

    In den meisten Beziehungen schläft man miteinander, aneinander vorbei, im Leben und auch im Bett. Und das ist auch ganz gut so!

    Eine Erlösung wird es nur dann geben, wenn man einander erkennt, füreinander erwacht, sich wirklich sieht. Sieht der eine Partner mehr als der andere, entsteht automatisch das, was wir als Leiden oder Sehnsucht kennen.

    Möchte man Steiner nicht einfach nur journalistisch beschnüffeln, sondern ihm wirklich Gutes wünschen, sollte man ihn nach oben ins Licht entlassen, statt ihn hierher nach unten zu ziehen in die umnachteten menschlichen Beziehungen.

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    1. Ich sehe keine "umnachteten", wohl aber menschliche Beziehungen- keine idealisierten, halbgöttergleichen Abstraktheiten. Im Gegenteil, ich finde diese Briefe sehr berührend. Es geht darum, zu verstehen, was sich zwischenmenschlich abgespielt hat. Dabei gehe ich natürlich von meinem Horizont aus. Aber "von meinem Horizont" aus finde ich für alle Beteiligten gute Gründe für ihr Handeln, was verhindert, dass idealisiert und dämonisiert wird, dass sich Fraktionen von jeweiligen Anhängern 90 Jahre über das Geschehene unsinnig streiten.

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    2. ...wenn Du diese Briefe "sehr berührend" findest, freut es mich, das zu hören.

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  5. Ich schaue mir grad das Bild der schönen Ita an und sehe auf ihrem Tuch ein Hakenkreuz. Wie käme es eigentlich rüber, wenn ich mir auch so ein Halstuch umbinden würde? Ob ich dann dem heutigen journalistischen Aufarbeitungsgeist ins Netz gehen würde -- ? Sicherlich, die sehen ja ganz klar inzwischen. :-)

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  6. http://philosophie-der-freiheit.blogspot.de/2014/03/wo-wird-uns-ein-astral-futter.html
    Eben gefunden bei Junko Althaus
    Wolfgang

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    1. "Astraler Hund" ist doch mal eine nette Abwechslung zu dem sonstigen "da wirkt Sorat".

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    2. Danke für den link.
      Sicherlich hat es Herr Eggert nicht nötig, er wird verteidigt, die Menschen werden individuell mit dem Text und dem Bild umgehen.
      Etwas in mir sagt, ja, Du kannst es schreiben:

      also, vor vielen, vielen Jahren verbrachte ich einige Wochen in Dornach, nahe dem Goetheanum, wohnte bei meiner damaligen Freundin, welche eine Ausbildung am Goetheanum vollzog. Eines Tages las ich zufällig, Frau Elisabeth Haich hält in ihrem Zentrum einen Vortrag. Ich hatte ihr Buch "Einweihung" gelesen, das mich tief beeindruckte.
      Wir fuhren gemeinsam hin.
      Ich setzte mich in den Vortragsraum in ihrem errichteten Zentrum, sie hatte oben an allen Wänden ihre Taro-Karten in groß anbringen lassen.
      Mit geschlossenen Augen lauschte ich ihren Worten.
      Sie waren ungewöhnlich.
      Sie erzählte von einem jungen Mann, einer jungen schönen Frau.
      Sie kannten sich. Der Mann ersehnte die Frau.
      Eines Tages stand sie vor ihm, ganz in weiß, die Reinheit, gekleidet,
      ein goldener Gürtel zierte ihre Hüfte.
      Da frug sie ihn hold,
      welchen Teil von mir willst Du haben,
      den Oberen, oder den Unteren.
      Darauf hauchte der Junge Mann ganz sittsam, den Oberen.
      Hierauf lächtelte die junge Dame,
      knüpfte mit ihrer zierlichen Hand den Gürtel auf
      und ließ ihn zu Boden fallen......

      Frau Haich löste damit die Spannung im Raum.
      Es ist so eine Sache mit der Begierde.
      Wer ihr Buch "Einweihung" kennt, erfährt wie eine Pharaonentochter
      in die tiefsten Geheimnisse eingeweiht wurde. Es sind dramatische Dinge,
      welche geschildert werden. Das Buch ist empfehlenswert.
      Als Pharaonentochter hatte sie die Aufgabe, Abgesandte ferner Länder zu unterrichten.
      Darunter wilde Barbaren. Sie mußte einen bestimmten Mann in ihren Räumen unterrichten.
      Eines Tages übermannte sie der Barbar. Haich schildert dies, wie rote Flammen der Begierden auf sie einschlugen, in Besitz nahmen.
      Ganz tief in ihrer Seele erkannte sie, ja sie wollte das Erlebnis.
      Am nächsten Tag, so schildert Frau Haich in ihrem Buche, ging sie wie gewohnt
      zu den Löwen ihres Vaters... ...doch sie hatte etwas verloren, die Löwen töteten sie.
      Aufgrund ihres "Falls" (ihre Lehrer warnten sie), verwandelten sich alle ihre Visionen,
      zur Realität der nächsten Inkarnationen, darunter ihr Leben als "Haich" im Zweiten Weltkrieg.

      Ich weiß nicht, ob die Geschichte mit dem jungen Mann und der jungen Frau von ihr erfunden wurde, oder aus der Literatur ist.
      Übrigens erlebte Frau Haich ihre früheren Inkarnationen während eines Herzinfarktes.

      Es ist also schwierig, wenn Begierden für sich verteufelt werden. Sie sind der Grundstoff
      am Beginn der Inkarnationsreihen. Übrigens zeigten meine Forschungen im Internet, die "Begierden" des japanischen Mannes zur japanischen Frau haben etwas Spezielles, auch die japanische Frau hat etwas ganz Besonderes in ihrem Wesen und sei der Akt noch so "roh" dargestellt. Keine Lotus-Blume ohne Sumpf.

      Seltsam, ich erlebte irgendwie eine tiefe Erleichterung bei den Betrachtungen von Michael Eggert und eine gewisse Dankbarkeit, diese Momente von Steiner und Wegmann kennenlernen zu dürfen.

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  7. "Daher braucht es eine höhere Warte, um das als moralisch vielleicht nicht ganz integre Verlangen auf zu werten, quasi zur Notwendigkeit zu machen- denn wer kann schon gegen das Karma an?"

    Ja, wirklich wahr!
    Wenn das Karma per definitionem zum Naturgesetz wird, dann wird es in der Tat schwierig sich gegen das Karma aufzulehnen und somit zum wirklich freien Menschen zu werden! Aber es ist wirklich nur verführende Bequemlichkeit!

    Denn wenn wir es wirklich wollen, kommen wir auch gegen das "Karma" an!
    Beweise doch einer das Gegenteil!

    Wenn wir aber einen Zauberhut wollen, aus dem wir nach Belieben alles, aber auch wirklich alles hervorzaubern und auch alles wieder dorthin zurückstecken können, und der uns dazu dienen soll alle sonstigen "niederen" Beweggründe unseres Handelns zu rechtfertigen, dann werden wir eben froh sein, dass es dafür dann u.a. das "Karma" gibt.

    Oder sind wir Feiglinge und willenlose Subjekte? Menschen, die sich nicht das zu tun trauen, wonach sie streben und immer und für alles eine Rechtfertigung brauchen?

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    1. Klar Rudolf,

      "Denn wenn wir es wirklich wollen, kommen wir auch gegen das "Karma" an! "

      Die "karmische Medizin" ist - nehmen wir Steiner ernst - seine Geisteswissenschaft. "ER" betont, sogar karmische Unfälle lassen sich damit umgehen. Ketzerisch, vor lauter Angst bekommt "ER" viele Anhänger. Blicken wir dem Karma ins Auge, was sein muß, muß sein, wenn Karma gerecht ist. Wenn, bedarf es erhöhter Anstrengung, bzw. sieht Karma gar nicht so schlimm aus, Schlechtes wird nicht mit Schlechtem vergolten, sondern die Seele nimmt sich vor, mit "Gutem" das "Schlechte" auszugleichen. Da war doch einer, der versklavte Menschen, Ketten, Afrika und im nächsten Leben wurde er der große Menschenfreund. Es gilt den Karmagedanken zu entrümpeln, neu zu finden...... ... Das mit den "Ketten" hat Steiner "erzählt".... (Pestalozzi)

      Bange machen gilt nicht!!!

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    2. Gegen das Karma läßt es sich auf ähnliche Weise "ankommen" wie gegen die Schwerkraft:
      Solange wir blindlings versuchen, dagegen anzukämpfen, drückt sie uns zu Boden.
      Wenn wir sie aber zu unserm Freund machen, können wir uns mit ihrer Hilfe aufrichten und auf zwei Beinen fortbewegen.
      Und sobald wir die Gesetzmäßigkeiten ihres Wirkens begreifen, können wir uns sogar, scheinbar "gegen" sie, in die Lüfte erheben...

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    3. "Karma" ist für mich primär das Hamsterrad, in dem ich stecke- die Persönlichkeitsstruktur, das, dem ich nachrenne, was ich glaube zu wollen und zu sein. Die Maximen, die ich glaube erfüllen zu müssen, die Charakteristika an mir, die die mir nahe stehenden sehr wohl erkennen, ich selbst aber nur mit erheblichen Schwierigkeiten. Der Freiheitsbereich, die geistige Autonomie, stösst sich daran, reibt sich an sich selbst und schafft Gelegenheiten, die schicksalhaft wirken. Darin kommt es zur Selbstkonfrontation. Es bedarf einiger Kraft und Anstrengung, tatsächlich neu zu denken, tatsächlich und real neu zu gestalten. Die "Ego- Strukturen" sind normalerweise das, was wir zu verteidigen gewohnt sind. Das allein - den Standpunkt des Ich- zu verlagern und sich wie von außen zu betrachten, ist "Karma- Arbeit". Das ist das Erkennen der eigenen Form. Es ist irrelevant, wie nun im Einzelnen vergangene Formen - Inkarnationen- gewesen sein mögen im Verhältnis dazu, was diese Vergangenheit an und in mir bewirkt hat. Den archimedischen Punkt zu finden, an dem ich meine innere Welt erst einmal überhaupt erkennen kann, das ist das Problem. Das ist der Punkt der Autonomie und Selbstverantwortung.

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    4. Lieber Rudolf

      "Denn wenn wir es wirklich wollen, kommen wir auch gegen das "Karma" an! "

      ...wenn Du unter dem "wirklich wollen" die/eine absolute Hingabe verstehst und sie durchziehst und -hältst, wahrscheinlich ja. Dann würdest Du wahrscheinlich dazu kommen können dem Karma von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen und bereit, es einfach nur Leben zu nennen.

      Ich versuche mir grad vorzustellen, was ich wohl tun würde, oder es überhaupt vermöchte überhaupt etwas zu tun, wäre ich durch und durch karmafrei. Ich glaube, dann wäre ich nicht inkarnationsfähig und mindestens ein Engel. Ich glaube, Karma ist keine mich beängende ..., sondern eine Aufgabe und man wird es abstreifen können durch "Aufgabe", bzw. Hingabe.

      Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es in dieser Schöpfung hier NUR Karma gibt, also das, was Karma bewirkt und fordert, wie es sich zeigt, einem darstellt.

      Der Mittelpunkt eines jeden Kreises ist in absoluter Stille gegenwärtig und trägt und hält das, was sich um diesen Mittelpunkt bewegt, durch seine absolut präsente Stille am "Leben"! Ich glaube diese Stille, in sich erzeugt, erlernt, geübt, erworben, ist jene karmafreie Zone, die ich hier schon mal angesprochen habe. Karma ist Tätigkeit und Auftrag und "Wiedergutmachung", aber dieses Tätigkeitswirken kann nicht allein, durch sich allein bestehen, es wird geführt und verwaltet durch das Karmagesetz. Handle ich im Sinne jenen Gesetzes würde ich zumindest kein neues Karma erzeugen, sondern eine Energie, die sich im karmischen Sinne sofort wieder auflöste und erneut zur Verfügung stünde.

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    5. "Und sobald wir die Gesetzmäßigkeiten ihres Wirkens begreifen, können wir uns sogar, scheinbar "gegen" sie, in die Lüfte erheben.."

      Hier die Anleitung:

      http://www.kiz-online.de/content/99-deutscher-katholikentag

      und:

      http://www.katholikentag.de/ueber_uns/gremien/katholikentagsleitung.html

      Sah gestern zufällig ein rießiges Plakat in Schwandorf.
      Es kam mir vor wie die Anweisungen einer Flugbegleiterin mit ihren Zeichen vor dem Flug.

      Interessant, wie vor dem „Kreuz“ eine fast leicht bekleidete junge Frau lächelt.
      Das Motto des Katholikentages in Regensburg lautet zwar.
      „Mit Christus Brücken bauen“

      es kommt aber tatsächlich von der Schwingung wie eine Fluganleitung daher,
      weg vom „Festgenagelten Männlichen“.

      Das ist eben Kulturentwicklung, oder?! :-)

      Oder ist es sogar "Karma light"? "Karma mit Freude, dank Christus!!

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    6. Ist das nicht Eurythmie Ernst? Ich glaube, da sickert was durch, jetzt brauchen wir nur noch zu warten :-)

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    7. Du hast recht Manfred, bei gutem Willen könnte das schon sein, aber sie haben ja tatsächlich das neue Kruzifix, wo er die Hände hebt, das Kreuz zerfällt, als geistiges Zentrum in Regensburg. Habe diesen Text aufgesetzt, bevor ich Deinen Hinweis lese:

      Aber nicht nur "Fliegen" hilft,
      manchmal auch eine "Gefriertruhe"
      um das Karma zu übewinden!

      Dieser "Guru", mit Millionen von Anhängern, entdecke ihn gerade erst zufällig,
      darf nicht tot sein, nein er darf dieses Karma nicht erleiden!

      https://www.youtube.com/watch?v=VzGDQ4rr2Ms

      Hier der Artikel:

      "Toter Guru wird in Gefriertruhe aufbewahrt"

      http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/panorama/artikel/toter-guru-wird-in-gefriertruhe-aufbewahrt/1032072/toter-guru-wird-in-gefriertruhe-aufbewahrt.html

      Ich gehe davon aus, sogar Christen hätten bei vorhandener Gefriertruhe, dasselbe gemacht,
      wie unsere Millionen Freunde (es wird aber die Führung sein) im Osten.

      Also, im Westen werden sie Fliegen, im Osten wird gefriergetrocknet?!

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    8. Ich habe Junko Althaus vergessen, wegen der Worte
      sie hat recht Frau Althaus.
      Da will ich mal so ein ganz junges Erlebnis hinstellen:

      als ganz junger Knabe in der ersten Klasse hatte ich schon eine gewisse Sehnsucht nach dem Weiblichen, spielte fangen mit ihnen.
      Ich erinnere mich jener Erlebnisse mehr von Außen zuschauend.
      Also da wurde ich von der Klassenlehrerin zur Rede gestellt, mußte vortreten.
      Es war Frau "Haupt", die erste Lehrerin, die mich prägte.
      Ich hatte offensichtlich was angestellt, wie Krsna mit den Mädchen spielt.
      Irgendwie war wohl meine Verteidigungsrede besonders,
      denn ich erinnere mich nur eines Wortes von ihr,
      zusammen mit einen Blick, den ich nicht vergesse:

      "Schwertmaul"

      Damit war ich entlassen, ohne Strafe.
      Ich weiß gar nicht, wie ich mich verteidigte, doch war es nicht meinem Alter gemäß,
      deswegen die Reaktion der Lehrerin.

      Erst viel später sah ich das Bild

      Christus mit dem Schwert aus dem Munde....

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    9. "Aber nicht nur "Fliegen" hilft,
      manchmal auch eine "Gefriertruhe"
      um das Karma zu übewinden!"


      Zunächst einmal muss man ja Karma verstehen lernen und das sollte möglich sein, zumal wir es ja selbst sind/gewesen sind, was uns jetzt in dieser Gestalt und Aufgabe entgegentritt und aus uns heraus sich verwirklichen möchte. "Es" spielt sich ja alles um mich herum ab und für all dieses gibt es, muss es, einen Mittelpunkt geben. Und es gibt ihn auch!

      Und dieser Mittelpunkt verbleibt lebendig in mir und braucht nicht gefriergetrocknet zu werden, weil er eh aus einer anderen Sphäre stammt. Bin ich im Kontakt mit ihm, mehr oder weniger, dann wirft er das entsprechende Licht auf mein Tun. Je mehr jenes Licht vom Mittelpunkt kommt desto klarer vermag es mir zu zeigen, worum es gerade geht, ich werde immer un-mittelbarer, direkter, spontaner und (")richtiger(") zu handeln und zu reagieren wissen, mit den entsprechenden sich dadurch einstellenden Resultaten.

      Handeln bedingt Karma, richtigeres Handeln verwandelt seine Hüllen. Wenn es einen Herrn des Karma gibt, dann ist er Zeuge dessen, was VOR dem Karma ist.

      "Niemand kommt zum Vater denn durch Mich!"

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    10. "Niemand kommt zum Vater denn durch mich!""

      Das ist eben die Krux, ich will zur "Mutter", das andere ist ein Diktat!
      ohne geisteswissenschaftliches Verständnis.

      "Zunächst einmal muss man ja Karma verstehen lernen und das sollte möglich sein, zumal wir es ja selbst sind/gewesen sind, was uns jetzt in dieser Gestalt und Aufgabe entgegentritt und aus uns heraus sich verwirklichen möchte."
      Muß man(n), eher "frau" :-) ?!

      Ich war gerade zweischenzeitlich im Wald, Holz holen und hatte einen solchen eleganten Sturz hingelegt, so richtig flachgelegt, das Vorderrad unter mir, konnte es noch so drehen, es ging nichts kaputt, ich mußte dann so lachen, blieb länger liegen und genoß die Erde des Waldweges, "Mutter Erde" und "Vater Sonne" scheint so hold dieser Tage.

      Ernst, natürlich war es mein "Fehler", mein "Karma", so kühl wie Steiner es beschreibt,
      sogar die Muskeln führen uns zum Karma, er beschreibt das Steiner, nicht mal unser Bewußtsein, es sind unsere Muskeln, welche Karma spielen, nicht unsere Gedanken, "die Musikeln spielen lassen", heißt es.

      Natürlich wußte ich, Junko Althaus wird es möglicherweise nicht gefallen, wie man/frau hier Ost und West vergleicht, verbindet, das dachte ich auch noch, so am Boden liegend.

      Einen "Herrn des Karma" lehne ich ab, da ist es mir direkt lieber, wie Jostein Saether seine Inkarnation als Luzifer andeutet, da verändert sich das "Spiel" und der Vorstand in Dornach konnte damit sicherlich nichts anfangen..... .

      Als Jugendlicher habe ich mal ein Gedicht geschrieben das inhaltlich etwa sagte, ich will lieber ein ehrlicher Dieb sein, als ein Heiliger.... .

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    11. Das Problem ist allerdings, so entnehme ich das jetzt aus den vorherigen Beiträgen, dass Karma vor allem im subjektivem Empfinden zu hause ist. Es ist nicht real, es ist nicht beweisbar, keine absolute Größe. Wer denkt, dass Karma sein Leben beeinflusst, hat ein bestimmtes Bild einer postulierten Gesetzmäßigkeit oder (nur empfundenen) vergangenen Realtät , eine allerdings nur gedanklich definierte und umreissbare Bezugsgrösse vor sich. Ein Bild beweist aber nicht die Realität des Abgebildeten. Es führt dazu, sich eine Realität bestenfalls "einzubilden" und führt zu individuellen "Realitäten", in unserem Denken, Wollen und Fühlen.

      Die schwerkraftähnliche Wirkung besteht aber nur dann, wenn wir etwas subjektives nicht als solches erkennen und dem Glauben verfallen, es sei wirklich real.

      Es ist wirklich (von mir aus auch wirk-lich ;-) ) nur das alte Prinzip des notwendigen Ausgleichs von Gut und Böse, der notwendigen Wiedergutmachung als Regel für das menschliche Zusammenleben, religiös betrachtet nichts weiter als die alte Litanei von Schuld, Sühne, Sünde, Opfer, Ablass, Wiedergutmachung und Läuterung.

      Der Glaube ist es aber nicht, was den freien Menschen ausmacht. Dieser hat andere Beweggründe für sein Tun. Eben nicht den "Glauben" an das "Karma", zu verwenden als Antriebsfeder für sinnvolles positiv ausgerichtetes Handeln oder auch Entschuldigung und Rechtfertigung für sein eigenes eventuelles Versagen.

      Karma, bzw. der Glaube daran, ist ein Werkzeug für - von wem auch immer - unfrei gemachte Menschen. Vielleicht hilft es einigen, die Menschheit hält es aber in einem geistigen Gefängnis. Das beste was es geben kann, ausbruchsicher sozusagen!
      Wenn wir wirklich frei sein wollen, wird es auch nicht mehr wie eine "Schwerkraft" auf uns wirken und es wird gar nicht mehr nötig sein dagegen ankämpfen zu müssen. Es wird unwirksam werden, so wie jeder andere böse Zauber auch, wenn er erstmal als solcher erkannt, allgemein enttarnt, offengelegt, und warum denn eigentlich nicht....dem allgemeinen Gelächter preisgegeben sein wird.

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    12. guter Text, ehrlich, muß schon wieder irgendwie lachen, da mir der Sturz bewußter wird, was in der "Schwerkraft" vor sich ging.
      Dachte vorhin darin, wie eines nachts bewußt wurde, an meinem Geburtshoroskop wird sichtbar, in diesem Leben ist Erdengang und Sternengang eins, also mußte wohl der gefriergetrocknete Guru etwas auslösen, der Aberwitz, wie er da saß auf seinem Sofastuhl, welch eine Aura (als Schwingung) dieser Man(n) ausstrahlte, wie er guckte, die Weltkugel, die zwei Hände, die vielen abertausende Menschen, alle beten zu Gott, bzw. zu dem Mann, welche ein Schauspiel des Lebens, die Musik, die Streicherinnen. Was wollte die Schwerkraft mir sagen?! Da will ich nachlegen.
      Im Fallen beobachtete ich mich, sah, wie meine Hände gezielt sich in Position brachten, den Sturz abzufangen, ich bewunderte meinen Körper, der sich intuitiv streckte, so daß alle Glieder gleichzeitig auf den Boden prallten. Meine Ehefrau, die mich schon ein dutzend Mal mit dem Fahrrad so stürzen erlebte, fuhr hinter mir. Als ich so platt auf dem Boden lag und die Freude des Bodens spürte, erwachte die soziale Verantwortung und ich rief sofort, alles ok! - Karma als "Kuhhandel" des Glaubens für die besseren Bedingungen der nächsten Inkarnation kann es nicht geben.

      "Karma, bzw. der Glaube daran, ist ein Werkzeug für - von wem auch immer - unfrei gemachte Menschen"

      Ja, das ist auch ein Glaube, Karma sei für unfrei gemachte Menschen. Das heißt die Mitglieder der AAG, welche lebendig mit "Karma", den Gedanken Rudolf Steiners ungehen, sind "unfrei", per se, durch das Karma selbst, bzw. den Glauben daran. Interessant.

      Ich kenne keinen einzigen '"freien" Menschen, nur Illussionen der Menschen, sie handelten frei. Freiheit wäre es, im Sturz zu fliegen, die Schwerkraft aufzuheben. Nun, ich kenne die Nähe des "Jupiters", da die Schwerkraft tatsächlich dort nicht exisitieren wird. In meinen nächtlichen Reisen mit den Menschen versuche ich auf diese zukünftigen Verhältnisse hinzuweisen - bemerke da, ich führe mich da glatt als Lehrer auf, im Nachtbereich meine ich, wird mir im Zusammenhang der Schwerkraft bewußter. Nein, jetzt erleb-t-e ich die Schwerkraft, sie erzählt etwas, mir, mit mir, mit uns, mit Sonne, Mond und Erde..... .

      ....Freiheit ist Erfüllung am ehesten

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    13. .... und lese gerade von der gestrigen "Schwerkraft", den Folgen eines bekannten Mannes aus Köln, der Mann mit dem Hirschgeweih...... .

      http://www.welt.de/regionales/koeln/article125802462/Kabarettist-Juergen-Becker-mit-Motorrad-verunglueckt.html

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    14. Lieber Ernst,

      "Das heißt die Mitglieder der AAG, welche lebendig mit "Karma", den Gedanken Rudolf Steiners ungehen, sind "unfrei", per se, durch das Karma selbst, bzw. den Glauben daran."

      ja, interesssant wäre es schon, zu erfahren wie dieses "lebendige Umgehen" mit dem Karma denn in der Realität aussieht, und vor allem, ob und was es denn überhaupt bringen kann, im positiven Sinne natürlich. Ich kenne leider nur negative bis erschütternde Beispiele dieses "Umgangs" mit dem (angeblichen) Karma.


      Aber wie auch immer, so wie es in jeder Glaubensgemeinschaft immer grundsätzlich 2 Arten von "Gläubigen" gibt, so ist dies sicher auch in der AAG der Fall. Auch wenn hier landläufig Glaube mit Wissen und "geistige Erfahrung" mit Erkenntnis verwechselt oder sogar bewusst vertauscht werden.
      Unfrei ist immer nur ein Teil der einer Glaubensgemeinschaft Angehörenden, nämlich diejenigen, welche Glaubensinhalte, Postulate, Hypothesen für bare Münze nehmen und letztlich daran glauben, bzw. glauben diese auch erkannt zu haben, sie aber nie und nimmer beweisen können.

      Frei ist hingegen jener Teil der "Gläubigen" einer Glaubensgemeinschaft, welcher aus eigener Freiheit die Freiheit des anderen Teils bewusst einschränken, indem sie die Glaubensinhalte wider besseres Wissen als Realitäten hinstellen.

      Klar ist natürlich, dass die Frage ob erstere ihre Freiheit legitim gebrauchen, nur von Abweichlern, sprich Ketzern bzw. "Ungläubigen" gestellt werden kann.

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    15. zu "Schwerkraft".

      Mir schickte vorhin Jemand ein Bild aus einer bayerisch-katholischen Kirche. Er konnte es nicht glauben was er sah, ein Kreuz mit Flügeln.
      Dank des Internets löste ich das Problem für ihn, denn natürlich konnte das nur eine Heiligengeschichte sein. Hier der link zur "Schwerkraft":

      http://kath-zdw.ch/maria/hl.Josef.Copertino.html

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  8. http://philosophie-der-freiheit.blogspot.ch/2014/03/wer-setzt-uns-grenzen.html auch

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  9. @ Ernst Seler
    Es ging um eine Dame bei Hofe, die ihren Verehrer fragte, ob er den Teil oberhalb oder unterhalb des Halsbandes stärker begehre, als der Verehrer das Individuelle, ihr Gesicht hervorhob und die Gewandtheit ihrer Sprache, den Eindruck ihrer Augenblicke, lachte sie, und zog das Halsband als Strumpfband an.. es muß aus dem französischen kommen.
    Die Geschichte der Pharaonentochter hatte etwas mit dem Kundalini-Feuer zu tun.
    Die junge Pharaonentochter war zu früh in irgendwelche höchsten Dinge eingeweiht worden, nämlich außersinnliche, überphysische Organe hatte sie entfaltet. Ihre hochdifferenzierte Seele war kaum körperlich, war nicht wirklich "inkarniert"!
    Dann verliebte sie sich in einen wilden, aber in seinen Anlagen empfindsamen "Neandertaler", ähem.. "Barbaren", einen rothaarigen aus dem Norden :-))
    Als sie schließlich sexuelle Erregung erfasste, passierte die Bescherung: Ihre ganze, schon vollendete über- und außersinnliche Seele wurde in den physischen Leib hineingerissen, das aber war nicht vorgesehn.. All das wird irgendwie "technisch" beschrieben, aber irgendwie in der Dramatik ..nachvollziehbar.. Man wird an die Pupertätskrisen perfekter Kunstturnerinnen oder Schlittschuhläuferinnen erinnert, wo die Geschlechtsreife "alle" wie "zerstört".. all die Unschuld.. all die Perfektion! Die Verbindung der hochdifferenzierten Seele, die all die fein entwickelten Chakren und Organe hat- mit dem physischen Leib der jungen Frau, der auch fein ist, aber eher Marionette ihrer "draußen" seienden Seele, statt ein Gefäß... läßt beide, Physis und Seele wie bei einer Art Reaktorschmelze aufglühn. Fazit: Der Körper wird dumpfer, die feinen Nerven verbrennen teilweise, und die astralen Organe lösen sich auf und zerfallen, vergehen... Vorbei mit der telepathischen Lenkung der Löwen "von außen her"... die ihren Streitwagen zogen.. vorbei auch die Fähigkeit, sich kaum mit dem physischen "Plan" zu identifizieren...
    Ein echter Klassiker, egal, ob man darin ein Tatsachenbericht, oder einfach nur ein gleichnishaftes Märchen über das Pupertieren erblicken will... über den Verlust von Unschuld.. und Konfrontation mit der groben Welt... der Löwe erschlägt die Pharaonentochter, und sie liegt bei vollem Bewußtsein an ihren Ätherleib gefesselt 1000 Jahre lang in einem Grab, wie ein in Harz eingegossener lebender Gegenstand, quasi lebendig.. begraben...
    Danach folgen dumpfe Inkarnationen, wo das Sexuelle als kaum greifbare Sehnsucht nach etwas wie höherem geahnt wird, aber unerfüllt bleibt, die Verzweiflung des Klammerns in bewußtseinslosen Getriebenheiten.. an den Andern.. un-individuell... teils klischeehafte Alpträume, teils ist ja auch was dran...
    Ist halt auch in der hierarchisierenden Denkungsweise verfasst, von "unten nach oben".. diese Denkungsweise kann den Menschen ungerecht werden lassen, wenn sie "Käseglocke" wird..und moralisierend... man kann das Buch der Elisabeth Haich poetisch lesen, statt moralistisch...
    gruß, mischa butty

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    1. @mischa butty

      interessante Gedanken.
      Für mich war das Buch nur eine Rückerinnerung in eine vorhergehende Inkarnation, besonders das Leben in Ägypten...... .

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  10. doch schoen das Steiner differentiert hat zwischen Monden und Sonnen Karma...

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  11. Freundin
    Lieber Michael,

    ich schätze diesen Blog sehr. Diesmal war ich aber irritiert´bis schockiert. Wenn du Rudolf Steiner mit jedem xbeliebigen anthroposophischen Zahnarzt (nichts gegen solche) gleichsetzt, der die Lust auf Ehebruch mit Karma entschuldigt - wer war dann deiner Meinung nach Rudolf Steiner?
    Dass er überarbeitet, erschöpft, unglücklich war... das ist alles sicher so gewesen. Und dann har er eine so komische Karma-Geschichte erfunden? Und dann hat er die Karma-Idee überhaupt erfunden? Oder wie?

    Wenn Steiner so auf's Allzumenschliche reduziert wird, dann ist die ganze Anthroposophie in ihrer Glaubwürdigkeit in Gefahr. Finde ich. Da verstehe ich auch die Empörung von Junko Althaus,

    Erbitte dringend Aufklärung.

    Eine verwirrte Freundin

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    1. Die Aufklaerung ist zu finden wenn man hier die Gesamtstimmung des ganzen Blogs betrachter, dann braucht es keine neue Aufklaerung mehr.

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    2. ...formulier doch mal, Kees, was sich hinter der zu findenden "Aufklärung" verbirgt --

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    3. @Monro, wenn Leute so ueberdeutlich nicht objectiv sprechen ueber Rudolf Steiner,sondern ihre eigene Vorstellungen auf seine Person projizieren. Es ist nicht einmal ein Mitschwingen, sondern es steht auf der Vordergrund.

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    4. (brain)-face to (brain)-face statt heart by heart?

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  12. "Karma" ist für mich primär das Hamsterrad, in dem ich stecke...

    Naja - aber das Hamsterrad wurde ja nicht als Folterinstrument erfunden, sondern als Spielzeug (bzw zum Ausleben des Bewegungsdranges in Gefangenschaft lebender Tiere). Freilich kenne auch ich Zeiten, in denen ich vergessen zu haben scheine, wo der "Ausgang" ist (zB gestern, als mein Computer seinen Geist aufgab und ich alle bereits angefertigten Texte für das Programmheft meines nächsten Konzertes nochmal schreiben mußte, inklusive Übersetzungen :-() - aber meist reichen schon einige bewußte Atemzüge (und ein wenig Humor ;-)), um den Blick wieder frei zu machen.

    Ich finde es sehr erstaunlich, daß "Karma" von vielen hier offenbar als etwas ausschließlich "Negatives" gesehen wird, das es zu "überwinden" gilt (oder eben als der Glaube an ein derartiges angeblich unfrei machendes "Hindernis").

    Für mich ist "Karma" die "Substanz", die wir während eines Erdenlebens "erzeugen", und aus der wir in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt (mithilfe der Hierarchien) unser "Schicksal" für das nächste Leben zimmern. Dieses "Schicksal" sorgt dafür, daß wir in die Regionen gelangen und den Menschen (wieder)begegnen, mit denen wir "etwas zu tun haben". Es ist der "Boden", auf dem wir uns bewegen, die "Ursache" dafür, daß wir uns gerade hier und jetzt inkarniert haben, der "Stoff", auf dessen Grundlage wir unser "Lebenskunstwerk" gestalten...

    Wie wir dieses Kunstwerk gestalten, liegt in unserer Freiheit. Und je besser wir die Eigenschaften unseres "Stoffes" kennen, und die Gesetzmäßigkeiten seines Entstehens, desto "freier" können wir gestalten.

    Zur Zeit kennen wir weder die Eigenschaften dieses "Stoffes" noch auch die Gesetzmäßigkeiten des Karma besonders gut, insofern ist es um unsere Freiheit in vielen Situationen noch nicht sehr gut bestellt. Aber das muß ja nicht so bleiben...

    Die Zeit, in der wir leben, ist sehr viel "schnelllebiger" als noch vor hundert, zweihundert Jahren. Ich habe den Eindruck, daß sich manche karmischen Auswirkungen nicht erst in einem nächsten, sondern schon in diesem Leben zeigen. Vielen Menschen ist das heute bewußt, und ich bin ziemlich sicher, daß auch einige der hier Mitdiskutierenden im Rückblick derartiges in ihrem eigenen Leben feststellen können.

    Das gelingt natürlich nur, wenn man sich zu einem solchen Rückblick entschließt.

    Wer lieber so tun will, als gäbe es gar keine karmischen Gesetzmäßigkeiten, weil er sich nur ohne sie "frei" fühlen kann, gleicht einem Schachspieler, der sich nicht an die Regeln hält...

    Wie beim Schach besteht die wahre Freiheit aber nicht darin, die Regeln zu leugnen, sondern darin, wie man sie anwendet.

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    1. P.S.: Lieber Jostein, in diesem Zusammenhang vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich kann darin auch diesmal wieder einiges erkennen, das ich ganz ähnlich "ahnend erlebe", für das ich aber selbst keine Worte finde (weshalb ich auch lieber nicht darüber spreche).

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  13. @angelll

    Steiner hat die 'Karma-Idee' doch nicht 'erfunden', sie kam aus dem Osten in den Westen, er hat sie aufgegriffen und (speziell) erklärt/interpretiert, wie andere auch in der Zeit (z.B. Bäzner, Blavatsky, Meyrink, Leadbeater, etc. etc.).

    Michael meint hier sicher das Mystifizierende und Verklärte etc. ohne Klärung.

    Und ich meine, Steiner hätte konsequenter sein sollen, er hätte Wegmann heiraten sollen, bei der Verliebtheit bzw. mystischen Verbundenheit! (es sei denn sie wollte es gar nicht). So wurde die ganze Angelegenheit zum Pulverfass und sehr kompliziert, sowohl für ihn als auch für die beiden Frauen.

    Zudem - aus dem Brief spricht auch Merkwürdiges: Er scheint Frau Wegmann fast etwas in Bedrängnis gebracht zu haben, ihr schien das nicht ganz geheuer was er da so offenherzig schrieb, denn er war ja verheiratet, zudem auch Autorität und außerdem saßen ja alle aktiv im Anthro-Boot!...
    War sie am Ende die Vernünftigere? man kann nur spekulieren...

    Er war sicher verliebt, Karma hin, Karma her...Er hätte Wegmann aber zur Frau nehmen sollen (oder sie ihn zum Mann), das wäre fair gewesen, finde ich jedenfalls ...

    Gruß-Valentin

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    1. Nachtrag: Andererseits - so ist das halt oft in der Liebe, alles nicht so einfach ;-))

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    2. Lieber Valentin,

      Er hätte Wegmann aber zur Frau nehmen sollen
      :-) Ein solcher Ratschlag setzt eine Einsicht in die damalige karmische Situation voraus, die ich mir jedenfalls nicht zutraue. :-)

      So einfach ist es wirklich nicht. Oder meinst Du, man könne nur mit einem einzigen Menschen "karmisch verbunden" sein? Wieso sollte die Institution der Ehe allen möglichen karmischen Konstellationen gerecht werden können?

      Lieber Valentin - warst nicht Du es, der vor kurzem auf Michael Endes "Der Spiegel im Spiegel" aufmerksam gemacht hat (ich bin mir nicht ganz sicher)?
      Wenn ja: was sagst Du zu "Es ist ein Zimmer und zugleich eine Wüste."?
      Gegen Ende heißt es:
      "Immerhin seid ihr euch begegnet ... Das können nicht alle von sich sagen."

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    3. "Karmische Situationen und Zusammenhänge"......naja, diese geistigen Gefängnisse sind also anscheinend einfach nicht zu überwinden.
      Wohl denn, Hauptsache es hat alles den Hauch des Übermenschlichen, Unbeeinflussbaren, über alle menschlichen Niederungen Erhabenen und deswegen nicht Hinterfragbaren.

      Das Naturgesetz "Karma" , wie einfach und bequem. Jeder darf mitspielen, alles menschliche, letztlich sogar die anderen (wahrhaften) Naturgesetze ausser Kraft setzen, alles ist erlaubt, wie schön.....wir wissen nichts und bilden uns ein weiss Gott wie erhaben und weise zu sein, schön langsam aber sicher beschleicht mich ein unheimliches Grauen......
      Obwohl, Moment mal, wir leben doch in einem demokratischen Zeitalter, gleiches Recht für alle!!
      Also nichts mehr mit "quod licet Iovi, non licet bovi".
      Weg damit, jeder darf, nichts muss, alles kann.
      Hurra, ich darf alles, alles ist erlaubt, nichts mehr unerreichbar, ungreifbar, Karma sei Dank! Keine Scham mehr für nichts! Herrlich!
      Danke ihr Orientalen, Inder, Blavatskys, Leadbeaters und Co!!

      Wahrer Dank aber nur Dir, Rudolf Steiner, für das Aufzeigen dieses Irrsinns!!!

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    4. :-) Langsam interessiert es mich, WAS Du eigentlich überhaupt findest in dem, was Rudolf Steiner uns hinterlassen hat... gibt's da wirklich irgendwas, dem Dein "gesunder Menschenverstand" zustimmt?
      Denn nach dem, was Du sagst, nehme ich mal an, Steiners "Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge" gehören zu den Dingen, die Du lieber "entsorgen" möchtest...
      :-) Viel Spaß weiterhin in Deiner eingebildeten Freiheit!

      LG, i.

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    5. Liebe Ingrid,

      Ich möchte von Steiner keinen einzigen Satz "entsorgen". Wie kommst du nur drauf? Alles von ihm hat unschätzbaren Wert. Es kommt nur darauf an, was wir daraus machen, wie wir es verwenden, welche Schlussfolgeringen wir für unser Leben daraus ziehen. Es kommt darauf an, das zu erkennen, was er, Steiner, wirklich erreichen wollte, indem er das alles in die Welt setzte.
      Er wollte sicherlich nicht den Menschen spanische Wände verkaufen, hinter denen sie ihre Unzulänglichkeiten verbergen könnten! Nein, das meinte ich auch wirklich nicht!
      Ich meine, dass er die Menschheit befreien wollte. Befreien von jahrtausendelanger unzeitgemäss gewordener Bevormundung und geistiger Gängelung.
      Und was tat er also?
      Ihr scheint einfach nicht verstanden zu haben, was Steiner uns mitteilen wollte.
      Steiner hat der Welt all das mitgeteilt, was vor ihm nur einem geringen Kreis von Eingeweihten, wenn überhaupt, zugänglich war.
      Wie ich schon mal andeutete, hat er - sicherlich als "Auftragsarbeit", was seine epochalen Verdienste aber nicht im Geringsten schmälert - Geheimwissen für jedermann zugänglich gemacht.

      Als Anthroposophen solltet ihr doch wissen, dass jeder der Macht über andere haben will, auch Geheimnisse hat. Mit jeder Preisgabe von Geheimwissen, verliert der Mächtige einen Teil seiner Macht und seiner Wirksamkeit.
      Offengelegtes Geheimwissen verliert seine Wirksamkeit. Und auf die Wirksamkeit oder eben nicht mehr Wirksamkeit kommt es an.

      Darin liegt der Verdienst und die Wirksamkeit Steiners. Er wollte nicht Macht über Menschen, er wollte verhindern, dass das nicht offengelegte Geheimwissen die Menschheit weiterhin in Unfreiheit belässt.

      Steiners Wirken ging eindeutig in Richtung Befreiung des Menschen. Aber natürlich muss der Mensch das auch erkennen, die ihm dargebotene Freiheit auch annehmen, nutzen und gebrauchen.
      Diese erreicht der Mensch aber nicht durch religiöses hündisch ergebenes Glauben und Nachplappern dessen , was Steiner sagte, nein wirklich nicht!

      Er erreicht sie, indem er erkennt, was Steiners Absichten waren und indem er Steiner dafür dankbar ist, durch die Offenlegung des geistig unzeitgemäss gewordenen Ballastes von Jahrtausenden seine Überwindung eingeleitet zu haben und derart auch die Überwindung der Macht des Menschen über den Menschen und somit seine Befreiung eingeläutet zu haben.
      Letzteres konnte er zeitbedingt noch nicht alles selbst zu Ende führen, natürlich auch weil dies zum Teil jeder Mensch für sich selbst erledigen muss. Es liegt also an uns, erkennt ihr denn das wirklich nicht?
      Dies bedeutet heute wahres Anthroposophieverständnis. Nicht Glauben der Mitteilungen Steiners, sondern Selbstbefreiung durch Überwindung der Wirkungen unzeitgemäss gewordener "Überlieferungen".

      Kurz zusammengefasst, frei werden durch das Verständnis dessen, was Steiner wollte und nicht dessen, was er sagte!

      Lg
      R.

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    6. @ Rudolf

      "Ihr scheint einfach nicht verstanden zu haben, was Steiner uns mitteilen wollte"

      Möglicherweise ist das wirklich so und Du hast recht. Daher ist es gut, dass wir jemanden wie Dich hier haben, der uns etwas hilft, zu verstehen, was Steiner wirklich wollte, bzw. was Freiheit bedeutet.

      Wir anderen machen dann erst einmal weiter wie bisher, also ein "religiöses hündisch ergebenes Glauben und Nachplappern dessen , was Steiner sagte", Danke für Deine Hilfe, Deine Nachsicht.

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    7. Lieber Rudolf,

      "Ich meine, dass er die Menschheit befreien wollte. Befreien von jahrtausendelanger unzeitgemäss gewordener Bevormundung und geistiger Gängelung."

      Ich glaube wirklich ziemlich genau zu verstehen, was Du meinst und uns hier sagen möchtest. Allerdings diese Deine Befreiung des Menschen, die Du in dem zu erblicken meinst, was Rudolf Steiner hat einleiten und bewirken wollen, meinst Du, das war wirklich alles? Uns einfach nur zu befreien? Wozu??

      Warum sollte er uns die Freiheit schenken, was meinst Du hat ihm da wohl vorgeschwebt mit dieser Freiheit vom alten freiheitsberaubenden Ballast?

      WAS ist für Dich denn Freiheit und zwar die, die begriffen hat, dass sie jetzt "von jahrtausendelanger unzeitgemäss gewordener Bevormundung und geistiger Gängelung" befreit worden ist? Was machen wir jetzt damit??

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    8. Lieber Rudolf,

      nun würde mich interessieren, wie Du auf den Gedanken kommst, daß ich etwas "nachplappere".

      Und Du willst also nichts "Unbeeinflußbares" in Deinem Leben haben und lehnst den Gedanken des "Karma" daher ab.
      Das erstaunt mich --- aber vielleicht kannst Du mir ja erklären, auf welche Weise Du, Deiner Ansicht nach, "beeinflußt" hast, zu welcher Zeit und an welchem Ort Du geboren wurdest, wer Deine Eltern waren, welche Menschen Du in Deiner Kindheit oder auch in Deinem späteren Leben als "prägend" erlebt hast und Ähnliches mehr...

      LG, i.

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    9. ... genau! ..."und Ähnliches mehr" -- meine ich wirklich ernst !

      Ansonsten ist es mir lediglich ein verengt genutzter Horizont, dem man durch die Kraft der Verengung eine gewisse Intensität zuspricht.

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    10. @Ingrid

      "Oder meinst Du, man könne nur mit einem einzigen Menschen "karmisch verbunden" sein?"

      Nein, natürlich nicht. Mir geht es hier schlicht darum was aus seinen Briefen an Wegmann spricht und das scheint sehr intensiv zu sein. Die Vermutung liegt nahe, dass er sie sehr geliebt oder gar begehrt hat und das ist schon brisant für das Ganze. Wegmann fühlte sich zudem bedrängt und sah das Unglück wohl heraufkommen und spätestens da hätte er konsequenter sein sollen oder können, so oder so...Für Marie Steiner war das alles andere als schön denke ich, einfach zu viel der Nähe, wer hält das aus? - sie war sicher kein Übermensch (ob sie krankhaft eifersüchtig war, weiss ich allerdings nicht).

      Nach einer Klärung oder Trennung hätten sich die Frauen vielleicht immer noch nicht gemocht, aber sicher respektiert...

      Und klar, das alles ist natürlich Karma-Kuddelmuddel und sollte wohl erstmal so kommen, auch für die Anthr. Gesellschaft ;-)

      P.S. Das mit M. Ende war ich nicht :-))

      h.Grüsse-Valentin

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    11. @ manroe

      Ich denke schon, dass Steiner die Menschen nicht nur befreien wollte, das stimmt schon, er wollte noch viel mehr. Vielleicht ist es vereinfachend ausgedrückt, er wollte sicher einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Menschen auf eine höhere Daseinsstufe zu bringen.
      Die Freiheit des Einzelnen, ist hierfür sicher nur eine von vielen Vorraussetzungen. Natürlich liegt es in der Verantwortung eines jedes einzelnen freien Menschen, seinen Beitrag zu leisten. Im Bewusstsein, dass er nur als geistig freier und unabhängiger Mensch selbst eine höhere Stufe erreicht, welche in den Dienst der Menschheitsentwicklung gestellt werden kann.

      @ Ingrid,

      Das mit dem "Nachplappern" meinte ich sicher nicht auf dich bezogen. Ich sprach ja ausdrücklich vom "Menschen" im Allgemeinen.
      Ich lehne nicht den "Gedanken des Karma" ab. Dieser ist ja real in der Welt, und nicht zu leugnen, mit all seinen eher negativen Wirkungen, wie ich meine. Ich lehne aber die Realität des Karma an sich ab, weil diese unbeweisbar ist, und ich daher jede Behauptung, das Karma wäre real und nicht nur gedanklich, als realitätsfremd und überheblich betrachte.
      Aber auch ohne ein ev. postuliertes Karma, gibt es genügend "Unbeeinflussbares" in unserem Leben, das kann man gar nicht anders denken. Deswegen würde es auch gar keinen Sinn machen, nicht Unbeeinflussbares im Leben haben zu wollen.
      Und die anderen Fragen die du gestellt hast, da bin ich bescheiden genug zuzugeben, dass ich darauf keine Antwort weiss. Man könnte hier vielleicht Hypothesen aufstellen. Aber was sollte das bringen? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht, ob ich es beeinflusst habe, wo, wann und von wem ich geboren wurde.
      Ich bin aber überzeugt davon, dass dieses Eingeständnis weniger überheblich und daher auch wahrhaft menschlicher ist, als anzugeben es geschah bewusst wegen diesem oder jenem "Karma".

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    12. Lieber Rudolf,

      "Ich lehne aber die Realität des Karma an sich ab, weil diese unbeweisbar ist,..."

      ...nähme ich nun statt des Karma die Realität des Denkens, wäre es, also das Denken, für Dich beweisbar? Und wenn ja, warum, im Vergleich zum Karma, das für Dich ja unbeweisbar ist.

      Ich frage auch deshalb, weil mir diese Menschen, die sich in dieser Deiner Art von einer sogenannten Unbeweisbarkeit abhängig machen, nicht verstehe. Mir ist nicht klar, was das eigentlich ist, jene Unbeweisbarkeit? Vielleicht doch nur ein unfrei machendes Dogma, das meine geistige Freiheit einschränkt und knechtet? In diesem Sinne verstehe ich dann nämlich nicht, welcher Freiheit Du das Wort redest?

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    13. Lieber Rudolf,

      ich finde es lustig, was Du sagst:

      Ich lehne nicht den "Gedanken des Karma" ab. Dieser ist ja real in der Welt, und nicht zu leugnen, mit all seinen eher negativen Wirkungen, wie ich meine.
      Die positiven Wirkungen dieses Gedankens, von denen ich gesprochen habe, scheinst Du gar nicht wahrzunehmen...

      Noch lustiger:

      Ich lehne aber die Realität des Karma an sich ab, weil diese unbeweisbar ist, und ich daher jede Behauptung, das Karma wäre real und nicht nur gedanklich, als realitätsfremd und überheblich betrachte.

      Du scheinst völlig zu übersehen, daß das Gegenteil von etwas "Unbeweisbarem" ganz ebenso "unbeweisbar" ist, daß Du also hier mindestens ebenso "gläubig", und natürlich auch "realitätsfremd und überheblich" bist wie die Menschen, denen Karma eine erlebte Wirklichkeit ist...


      Und zu Deinen abstrakten Erwägungen über "Geheimwissen" wäre es interessant zu erfahren, wovon Du überhaupt sprichst. Was ist denn, Deiner Ansicht nach, ganz konkret ein solches "Geheimwissen", mit dem die Menschen früher "seelisch geistig gelähmt" wurden, wovon Rudolf Steiner sie "befreit" hat?

      :-)

      LG, i.

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    14. ... ja, und jetzt tauchen wir langsam in die Welt der Geisteswissenschaft ein, ab jetzt wird es wirk-lich spannend :-)

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    15. @ manroe

      ich kann mich doch nicht von etwas abhängig machen, dessen Existenz ich leugne, weil es möglicherweise auch gar nicht existiert. Wie sollte denn das funktionieren?
      Und zur Möglichkeit das Denken zu leugnen.....fällt mir nur ein, dass dies dasselbe wäre, wie sich selbst zu leugnen. Wozu sollte das führen? Erblicke darin keinen Sinn.
      Freiheit kann natürlich immer nur in Bezug auf Interaktionen und Wahlmöglichkeiten zwischen uns und real existierender und daher beweisbarer Bezugsentitäten gesehen und gedacht werden.
      Was sollte es denn bringen, sich für etwas Unbeweisbares zu entscheiden? Natürlich kann man aus Freiheit auch die Freiheit leugnen, indem man sie ins Leere laufen lässt, sinnlos aber wie ich finde.

      @ Ingrid

      ich kenne leider keine positiven Wirkungen des Karmagedankens. Mag sein, dass andere Menschen daraus positive Wirkungen erfahren, dann wäre der Gedanke zwar positiv, aber noch lange nicht die Realität bewoesen.
      Das wovon du sprachst, empfinde ich nicht als positiv, sondern einfach als gegeben, d.h. wertfrei.

      Und was soll denn das Gegenteil des Karmas sein? Das Nicht-Karma? Natürlich kann man das Gegenteil von etwas Unbeweisbarem auch nicht beweisen, das ist klar. Aber was willst du denn mit so einem ins Leere gehenden "Zirkelschluss-Sophisma" denn eigentlich sagen? Es gibt doch gar keine Veranlassung die Nichtexistenz des Karma zu beweisen. Es sei denn, man würde als Hypothese annehmen wollen, das Karma wäre gar nicht existent. Dies wiederum wäre aber ein völlig unlogisches und unmotiviertes Unterfangen. Denn warum sollte man überhaupt dazu kommen wollen, die Negation von etwas noch Unbewiesenem zu beweisen? Also liegt es doch nahe, wenn schon, nur die Existenz von etwas noch Unbewiesenem, in diesem Falle der Existenz des Karmas, zu beweisen, damit wir vom Glauben zum Wissen gelangen könnten.
      Aber nicht gläubig gläubig (sic) zu sein, das geht nun mal beim besten Willen nicht!

      Und da wir schon beim Karma sind, dies ist ein gutes Beispiel für den Begriff "Geheimwissen". Es handelt sich beim Geheimwissen eben nicht um Wissen, sondern um als Tatsachen verkaufte Lügen oder unbeweisbare, bzw. unbewiesene Hypothesen. Da diese nicht sicher real sein können, aber als real verkauft werden, eignen sie sich als Mittel der Machtausübung und seelisch geistigen Lähmung. Aber natürlich nur dann, wenn sie geglaubt oder fälschlicherweise subjektiv als wahr empfunden oder erfahren (d.h. eingebildet) werden. Beweise sind eben wichtig!

      Schade übrigens, dass du meinen Freiheitsbegriff, bzw. mein persönliches Streben nach Freiheit mal als "eingebildet" bezeichnet hast. Natürlich kann man aus Freiheit auch gegen die Freiheit sein, oder dem Begriff "Freiheit" eine andere Bedeutung geben, oder seinem Gesprächspartner seinen Freheitsdrang absprechen. Aber damit würde man nicht wahre Freiheit befürworten oder anstreben, sondern wohl eher sich auf die Seite der Gegner der Freiheit stellen.

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    16. Lieber Rudolf,

      "ich kann mich doch nicht von etwas abhängig machen, dessen Existenz ich leugne, weil es möglicherweise auch gar nicht existiert. Wie sollte denn das funktionieren?"

      Wenn Du Dir diesen Satz nochmal genau anschaust, müsstest Du erkennen können, wie Du Dich durch ein von Dir selbst gesetztes Dogma in Deiner doch so sehr angestrebten und verteidigten Freiheit selbst beschneidest.

      Schau mal in den Abgrund bzw. das schwarze Loch dessen, was sich Dir im Wesen des Leugnens offenbaren könnte, indem Du zumindest stellenweise mal "etwas" mehr oder anderes zuliessest, um dort herauszukommen, aus dem Loch des Leugnens, das seiner Substanz nach aus Furcht besteht, teste mal an :-)

      UND, genau hier und AUCH deswegen hat Rudolf Steiner uns die Befreiung schenken wollen, vor und für in uns Selbst nämlich, allerdings muss man sie, diese Freiheit, zumindest stellenweise auch mal sich selbst anver- und zutrauen.

      Und wenn Du Denken und Karma mal nebeneinanderstellen würdest, um sie anzuschauen wie zwei lebendbebende Wesen, dann könnte man im Karma soetwas wie die Kulisse in einem Theaterstück anschauen auf dessen Bühne sich das Denken betätigt, beides zu leugnen wäre nämlich absurd :-)
      -------

      "Was sollte es denn bringen, sich für etwas Unbeweisbares zu entscheiden?"

      Das mit dem Unbeweisbaren ist für Dich unumstösslich sicher??????

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    17. na gut, sagen wir eben......so lange es unbewiesen ist! ;-)

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  14. Karma? Oben steht: Karma „und“ Liebe. Da das „so“ ist, daher kann gefragt werden, welchen Schein das Wort Liebe auf das Wort Karma wirft. Zu deutsch – Handlung.

    Einer solcher Scheinwerfer ist Rudolf Steiner. Bereits in seinen Grundlinien legt er die Mission
    der künstlerischen Natur des Menschen, eben die Liebe zur Handlung, für jeden Menschen nachdenkbar, dar.

    So eben besagtes Handeln des Menschen sich nicht seiner Natur gemäß als Erscheinung entfaltet, ist dieses Entfalten verhindert dadurch, dass eigenwillige Lieblingsvorstellungen einiger weniger, wie Götterbotschaften dem Vorstellungsleben der übrigen Menschen eingepflanzt werden. Und das aus gutem Grunde. Und das, einfach weil man weiß, dass viele doch vieles gerne für solche Götter tun und noch wenig als freier Mensch selbst damit beginnen wollen, aus Liebe zur Handlung in Tätigkeit zu sein.

    Daher kann Steiner sagen: Anstelle Gottes den freien Menschen. Er ist also dazu entschlossen, solchen Göttern den Krieg zu erklären. Er schlüpft dafür in deren Garderobe, tritt so selbst wie ein Gott in die Erscheinung und schreibt als so ein Gott seine Philosophie der Freiheit.

    Und das einfach daher: Wer noch nicht aus Liebe zur Handlung tätig ist, der sollte sich und das ist dabei der Wille in R. Steiner, beim Handeln und dort bereits im Ansatz, für dessen Folgen in der Welt selbst, solche Vorstellungen bilden können, die mehr und zunehmend mehr, sich im Vorstellen so auswirken, dass dabei das Vorstellungsleben für das Handeln selbst, freiwilliger und immer freiwilliger wird.

    So das gut geht, kann man - aus einem zunehmend wahren, also befreiten Vorstellungsleben und Freiheit ist immer freudvoll und bei wahrer Freude ist das Lieben stets zugegen - aus Liebe zur Handlung, stets anfänglich in Tätig sein.

    Ist das Eingangs von Michael Eggert geschilderte ein Handeln von Steiner aus Karmaerkenntnis? Geht es dabei in Steiner darum, Karma zu erkennen? Oder geht es in ihm darum, das „die Karma“, also sie, die Tat, tatsächlich, mithin in ihren Tatsachen, „sich“ erkennt. Geht es also dabei um einen Vorgang der Selbsterkenntnis der Täterin, von der Goethe in seinem Faust sagt, dass sie im Anfang lebt?

    Die Karma? Wer ist das? Ist das die Täterin, also die Ursprungsgöttin? Eben diejenige Wesenheit, die in der Bestimmungslosigkeit ihrer Selbstbestimmung „seiend“, also stets aus Freiheit, den Zusammenhang ihres tatsächlichen „Daseins“ als Übergang, also als den Zusammenhang von bereits „Gewordenem“, eben Daseinendem und Werdendem erschafft? Und so die Einheit des Lebens stiftend und dabei in Güte sich darlebend sich auswirkt? Ist „die Karma“ dasjenige Lebewesen, das sich in dem Dasein seiner einzelnen Menschenkinder so auslebt, dass es dafür den Übergang bildet, dass es in diesen einzelnen sich darlebend, dass es dabei, mehr und zunehmend mehr, jeweils in einem Einzelwesen die Einheit zu bezeugen strebt, die die Einheit des Lebens aus Freiheit selbst ist?

    Ist mithin „die Karma“, die im „Dasein“ sich Zusammenhang stiftend, also erkennend betätigt und so aus Erkenntnis sich gütig in ihren Taten darlebt, ist sie es, „die Karma“, die erkennt? Heißt es daher: Karmaerkenntnis? Ist die Täterin des Erkennens die Karma?

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    1. Viele Fragen! Also fragen wir doch einmal Steiner selbst, wie seine Antwort darauf lautet. Karma -
      Tat – Handlung. Steiner, als Fichteleser, kennt die „Tathandlung“. Letztes Wort beinhaltet: Ursache und Wirkung. Ursächlich ist die Tat. Auswirken tut sie sich als Handlung. Wir kommen also auf Steiners, bereits oben erwähnte, Philosophie der Freiheit zurück.

      Diese Philosophie statuiert allein ein einziges „Prinzip“, auf das eben angesprochenes zutrifft. Was wurde eben angesprochen? Diejenige Tathandlung, die als Täterin „und“ Händlerin ein und dieselbe Wesenheit ist. Laut der Philosophie der Freiheit ist dieses Tun das des Denkens. Es ist ein und dasselbe Denken, dass als Täter denkt und in seinen Taten, eben den Gedanken, ganz bei sich, also in Selbstbestimmung, tätig ist. Mithin: Es ist die Natur des Denkens, sich in seinen Taten zu handeln. Natur bedeutet: Geburt. Folglich sind des Denkens Gedanken dessen Kinder. Da es in seinen Kindern bei sich selbst ist, daher ist der Vorgang als Ganzes derjenige der Selbstgeburt. Statt des letzten Wortes sagt Fichte: Tathandlung.

      Da das so ist, daher ist die Täterin des Denken das Lebewesen: „Frau Karma“. Da es weiterhin so ist, dass sich Karma im „Dasein“allein lebend auswirken kann, daher sind die Gedanken von Frau Karma Lebewesen. Die bereits weiter oben mit dem Wort „Kinder“ benannt wurden.

      Die Philosophie der Freiheit statuiert dieses Denken als jenseits von Subjekt und Objekt. Das besagt: Der Vorgang des Karma kann niemals so einer sein, der als das Karma eines Subjektes, also eines, sich für einen Einzelmenschen haltendes, Wesen gültig sein.

      Weiterhin ist „die Karma“ jenseits von jeglichem Objekt. Das besagt zudem: Es gibt im Weltge-schehen keine Objekte an und für sich selbst. Weiterhin ist damit also gesagt: Die Tathandlung der Selbsterkenntnis von Frau Karma, die lebt sich dar und aus in einem einförmigen Umgang der Selbstbestimmung, aus und in sich selbst, als jeweilig gegenwärtiges Weltgeschehen.

      Zu guter Letzt: Aus und in beinhaltet - „Sein“ und „Dasein“ in einem Vorgang, als eine Wesenheit, als ein Weltgeschehen.

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    2. Lieber Burghard,

      meinst Du, insbesondere auch dort wo Du bist und seist, wenn Du formulierst, was Du formulierst, dass Du "dort" allein bist?

      Oder direkter gefragt, DAS Denken von dem Du sprichst, so wie Du es darstellst, ist es wirklich einzig und allein DEIN Vermögen und ich meine jetzt Vermögen und nicht das, was Du durch Das Denken hervorbringst? Hast Du Dich schon mal an jener Quelle des Denkens gefragt oder vielleicht sogar darüber gestaunt, dass das überhaupt geht, das, was wir Denken nennen?

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    3. Hallo Burghard,

      ich wollte mal nachfragen, ob Du noch vorhast, mir zu antworten ?

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    4. Hallo manroe,

      Du sagst: "DAS Denken von dem Du sprichst, so wie Du es darstellst, ist es wirklich einzig und allein DEIN Vermögen....? "ist es wirklich einzig und allein DEIN Vermögen....?" "DEIN?"

      Manroe, Wieso fragst Du mich das?

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    5. Hallo Burghard,

      Du sagst: "DAS Denken von dem Du sprichst, so wie Du es darstellst, ist es wirklich einzig und allein DEIN Vermögen....? "ist es wirklich einzig und allein DEIN Vermögen....?" "DEIN?"

      "Manroe, Wieso fragst Du mich das?"

      Deine Nachfrage verstehe ich allerdings auch nicht so recht :-)

      ...ich würde gern wissen wie Du Dich als Denker siehst, wahrnimmst und ob Du die Fähigkeit zu denken auch allein Deinem Vermögen zuordnest. Also nicht das Denken als Vorgang mit seinen "Objekten" die es hervorbringt, sondern die Tatsache, dass Du/man überhaupt zu denken vermagst, ob Du das unterscheidest?

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    6. Hallo manroe,

      ob ich die Fähigkeit zu denken auch allein meinem Vermögen zuordne? So ich das Wort „allein“ weglasse: Ja, das tue ich. Als Mensch liegt es in meinem Vermögen, denken zu können.

      Weiter oben sagst Du: „Hast Du Dich schon mal an jener Quelle des Denkens gefragt oder vielleicht sogar darüber gestaunt, dass das überhaupt geht, das, was wir Denken nennen?“

      Nun, staunend sehe ich, will ich deiner Frage nachgehen, wieso das überhaupt geht, das der Mensch denken kann, dass ich um das Denken dabei nicht herum komme. Das besagt mir: So das Denken im Menschen sich nach seinem Ursprung fragt, so kann der Mensch diese Frage allein denkend formulieren und allein ebenso beantworten.

      Das wiederum sagt mir: So die Frage nach dem Ursprung des Denkens allein denkend beantwortet werden kann, so muss dabei im Denken des Menschen der erfragte Ursprung tätig sein.

      Folglich kann ich zudem fragen: Ist dieser Ursprungsquell dabei so tätig, das er, neben anderem, auch die Quelle des Denken sein kann? Oder: Ist der denkende Mensch der Ursprungsquell von allem anderen?

      Also: Ist dieser Ursprungsquell dabei so tätig, das er, neben anderem, auch die Quelle des Denken sein kann? So das so sein sollte, bei welcher Tätigkeit wäre dieser Quell allein bei sich selbst? Beim Fühlen? Geht nicht. Das Fühlen bedarf stets eines „etwas“, auf das es ausgerichtet ist. Bleibt noch der Wille. Jeder denkende Mensch ist sich dessen bewusst, ohne Wille gibt es kein wirkliches Denken. Daraus ergibt sich diese Frage: Gibt es einen reinen Willen vor allem Fühlen wie vor allem Denken?

      Letzte Frage führt zu dieser: Was will also dieser Wille vor jeglichem Fühlen, vor allem Denken? Er will sich selbst. Was will dieser Wille, so er sich selber will?

      Nun, es steht vollkommen außer Frage, das dieser Wille ein Lebewesen ist. Daher: Was will das Leben, so es sich selber will? Ganz einfach: Leben! Weitere Frage: Leben, wie bist Du? Die Antwort lautet: In stetiger Veränderung. Denn: Stillstand ist leblos. Daher: Das Willenslebewesen, „Änderung“, wie änderst es sich? Genauer: Wie änderst es sich so, dass es in seiner Andersheit zugleich dennoch bei sich selbst ist? Oder: Wobei ist es so in seiner Verschiedenheit tätig, dass es dabei stets in Erneuerung der Einheit seiner Lebenswirklichkeit tätig ist?

      Des Willenslebewesens Einheit ist der Zusammenhang von dessen Verschiedenheiten. Wie erzeugt es seinen Zusammenhang? Dieser Frage zugehörig ist diese: Wobei offenbart sich des Lebens-willens verschieden sein können? Denn, es geht hier inzwischen darum, die Tätigkeit, die Zusammenhang stiftet, zu gewahren. Worauf also richtet die Tätigkeit, die Zusammenhang stiftet, ihr Vermögen? So wir die dazugehörigen Verschiedenheiten im Blick haben, so können wir auch sagen, welche Tätigkeit das ist.

      Daher: Wie erzeugt das Willenslebewesen die Verschiedenheit, anhand der es zugleich seine Einheit als Leben ausbildet?

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    7. Zur Erinnerung: Verschiedenheit in stetiger Änderung ist „das“ Leben.

      Verschiedenheit bedarf des Unterscheidens. Wie unterscheidet das Willenslebewesen sich in sich selbst? Bereits klar ist: Es ist der Wille des Lebenswillens, sich in sich unterscheiden zu wollen. Denn, des Lebenswillens Wille ist es, leben, also in Verschiedenheit leben zu wollen. Und die bedarf nun einmal des Willen Fähigkeit, unterscheiden zu können.

      Damit ist eine erste „Eigenschaft“ des Willens offenbar. Die, unterscheiden zu können. Die zweite ist. Für die, in Unterscheidung erzeugte Verschiedenheit, den dazugehörigen Zusammenhang zu erzeugen, eben denjenigen, der der Garant der Einheit des Lebens ist.

      Wie ist Wille tätig, indem Wille sich in sich selbst, willentlich unterscheidet? Nun, dessen Tätigkeit vor Augen, sehen wir den Unterschied. Als Einzelheiten. Hier als Buchstaben. Auf einem Display. Auf einer Ablage. U.s.w.

      In diesen Einzelheiten wie deren Verschiedenheit, offenbart sich des Willenslebewesens Wille, seine Einheit, aus seiner Unterscheidungskraft, in Andersheit leben zu wollen. Den Zusammenhang, nicht allein dieser Buchstaben hier, seiner so stets erneuerten Einheit, den erzeugt es wie? Denkend!

      Mit letztem Wort ist gesagt: Das Denken ist eine weitere Eigenschaft des Ursprungs-willens-lebe-wesens. Denn: Wer erzeugt seine Einheit als den Zusammenhang seiner Andersheit? Eben besagtes Wesen.

      Da Andersheit stets empfunden werden will, folgt eine dritte Eigenschaft: Das Fühlen. Frage: Sind das nun alles Eigenschaften des Ursprungsquells? Oder: Ist alles das, das Eigenschaffen der Eigentümerin, die wollend und dabei fühlend und dabei denkend sich in sich selbst so unterscheidet, dass sie sich dabei trinitarisch auswirkt.

      Ich erinnere nun an Absatz 4. / 5. Dort steht: So die Frage nach dem Ursprung des Denkens allein denkend beantwortet werden kann, so muss dabei im Denken des Menschen der erfragte Ursprung tätig sein.

      Folglich kann ich zudem fragen: Ist dieser Ursprungsquell dabei so tätig, dass er, neben anderem, auch die Quelle des Denken sein kann? Oder: Ist der denkende Mensch der Ursprungsquell von allem anderen?

      Also: Da es der Wille des Ursprungs-willens-lebe-wesens ist, in stetiger Selbsterzeugung, also in der Erneuerung der Einheit seiner selbst leben zu wollen, daher erschafft es aus Unterscheidungs-kraft seine Verschiedenheit dafür, dass es die wiederum fühlend als das gewahrt und im weiteren denkend seinen Zusammenhang erneuert.

      Mithin: Unterscheidungswille schafft stets erneuerte Verschiedenheit. Das Fühlen gewahrt diese jeweilig. Das Denken schafft den Zusammenhang von den Einzelheiten jeweiliger Andersheit.

      Obiges sagt mir: Das „Werden“ selbst ist: Denken und Fühlen im Willen. Wollen und Fühlen im Denken. Wollen und Denken im Fühlen. Also: Es ist stets das ganze des Lebens, das in seinen Eigenschaften in Tätigkeit sich auswirkt.

      Das Wille im Denken waltet, das sagt mir: Meine aktuelle Verfassung. Ich bin jetzt groggi. Das ich jetzt „so“ bin, das sagt mir das Fühlen im Willen. Das „ich“ das bin, der jetzt groggi ist, das sagt mir das Zusammenhang stiftende Denken im Fühlen und Wollen.


      ~ Ciao




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    8. Lieber Burghard,

      "Das Wille im Denken waltet, das sagt mir: Meine aktuelle Verfassung. Ich bin jetzt groggi. Das ich jetzt „so“ bin, das sagt mir das Fühlen im Willen. Das „ich“ das bin, der jetzt groggi ist, das sagt mir das Zusammenhang stiftende Denken im Fühlen und Wollen. "

      Ich vermute mal, Du wirst heute früher schlafen gehen als sonst? :-)

      Zunächst einmal vielen Dank für Deine sezierende und anschliessend zusammenführende Energie, ich werde mich morgen melden.

      Gruß
      Manfred

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    9. Guten Morgen Burghard,

      ich fasse mal auf meine Art zusammen, was Du gestern so schön dargestellt hast.

      ...wenn ich mal den Willen einziehe, wie die Schnecke ihr Fühlhorn, dann ganz dicht bei "mir" bin mit allem wodurch ich tätig werden könnte und dies auch fühle, dann ruhe ich in mir, könnte man sagen, es "schläft" eine jegliche Aktivität, zumindest die des Verwirklichens, bzw. die in die Unterschiedlichkeit gehende und verlaufende.

      Ich habe meine Werkzeuge eingezogen und werde zum kleinsten gemeinsamen Nenner. Jetzt komme ich mir vor wie eine Lichtkugel, die in denjenigen Bereich schauen kann, in und aus dem ich das Umzusetzende in die Verschiedenheit zu Bringende gewissermassen planend, mich anregend, betrachte, oder selbst das nicht, indem ich auch jenes Sichtbare "einziehe" und wirklich still bin, in jeder Hinsicht. Pures Potential aus ruhendem Licht.

      Was ich mit meiner Frage an Dich wollte, war dies: "meinst Du, insbesondere auch dort wo Du bist und seist, wenn Du formulierst, was Du formulierst, dass Du "dort" allein bist?"

      Alles was Du beschrieben hast, sehe und erlebe ich genauso, bzw. sehr ähnlich und ich würde sogar sagen, deshalb, weil es auch so ist. :-), ABER, ich sehe es so, dass bislang (fast) immer nur der Mensch selbst in den Mittelpunkt gerückt betrachtet wird und wie es ausschaut, wenn er tief und frei in sich hineinschaut, erkennt, wie das, was er tun kann, abläuft, geschieht, ineinander verwoben und differenzierend sich in seinen Handlungen dar- und auslebt. Wir beschreiben hier immer "nur" den Menschen, in seiner Freiheit.

      Du sagstest gestern: "Oder: Ist der denkende Mensch der Ursprungsquell
      von allem anderen?"


      Ich sehe es so, dass er als MENSCH, als Denkender, in seinem Ursprung ist. Als Mensch ist der Mensch im Denken in/an der Quelle von (")Allem("), was seine bisherige Fähigkeit betrifft. Man könnte auch sagen, dass er im Denken am göttlichen Prinzip Anteil hat, ANTEIL am Prinzip des Göttlichen. Er schafft es z.B. noch keine Lebewesen hervorzubringen... Und weil das Denken prinzipiell von gleicher Natur ist wie die göttliche Kraft selbst, sie dem Menschen aber nur anteilig zur Verfügung steht, muss der "Rest" ihn, den Menschen umgeben, sprich, er ist nicht "allein" bzw. nicht alles!

      Ich möchte, wollte nur das Augenmerk lenken auf die den Menschen umgebende "Welt" in der er als Denkender zu Hause ist nebst der Frage, sich mal anzuschauen zu versuchen, bzw. es mal mit in die Anschauungen hereinzunehmen, warum "unser" Denken überhaupt "funktioniert", bzw. wovon es Ausdruck ist, damit wir endlich mal vom magnetischen Verhaftetsein des "Egoisten" mit seiner Blindheit nach aussen uns zu lösen vermögen und uns mal versuchen umzuschauen in den Bereich hinein, der unser Denken impulsiert und unseren Willen "von aussen" antickt... -- zumindest auch, meistens, wenn man wirklich denkt !?? Ich habe nämlich den Eindruck, dass diese Fragen bislang nur mit Dir anschaubar sein könnten. Und wenn man da versucht sein Augenmerk hinzulenken, auch, dann "tönen die Wände" (war ja nur ein Bild :-) )

      Wie geht´s Paul eigentlich?

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    10. Hallo Manfred,


      Du sagst: „Und weil das Denken prinzipiell von gleicher Natur ist wie die göttliche Kraft selbst, sie dem Menschen aber nur anteilig zur Verfügung steht, muss der "Rest" ihn, den Menschen umgeben, sprich, er ist nicht "allein" bzw. nicht alles!“

      Die Umgebung ist das Gegebene. Gerade die Tatsache, dass es gegeben ist, ruft das Denken auf den Plan. Für das Denken selbst gilt: Es erzeugt „seine“ Gegebenheiten, die Gedanken, selbst. Daher weiß es um deren Herkunft wie Entstehung.

      Das wirft diese Fragen auf: Wie ist das Verhältnis des in sich selbstständigen Denkens zur gegebenen Welt? Kann es „in sich“ etwas „sehen“, das einerseits seinem Wesen zugehörig ist und andererseits zugleich auch Wesen davon sein kann, das dem Denken entgegensteht?

      Das Gegebene ist vor aller Denktätigkeit so: acxtjipdefghijk...... Der Begriff, anhand dessen der Begriffsbildner diese Zusammenhanglosigkeit in seinen Zusammenhang bringt, den nennen wir: Alphabet. Wo kommt es her? Aus dem Sprechen. Woraus spricht das Sprechen? Aus der Sprache. Durch wenn spricht die Sprache? Durch den Menschen. Der Mensch spricht also anhand der Sprache. Wessen?

      Fragen wir dafür die Sprache selbst. Alphabet bedeutet: Alpha und bet in einem. Wer ist Alpha? Wer ist Beta? Alpha bedeutet: Der in sich einheitliche Anfang. Beta wurde im Neugriechischen zudem auch so benannt: Vita. Auf deutsch: Leben. Alphabeet besagt mithin: Das Leben, das sich selbst Anfang ist. Das in seinem Anfang zugleich seine Einheit ist.

      Ich erinnere: Der Mensch spricht also anhand der Sprache. Wessen? Die Sprache selbst antwortet: „Ich bin der Anfang. Als das bin ich Leben. Als das spreche ich mich selbst, aus dem Anfang, aus.“
      Wo hinein spricht sich das Leben, so es sich aus- spricht? Was ist das Außen? Das ist die Ausspra-che. Wie ist die? Ayurtckswbcdefgh... Also wie? In Verschiedenheit sich auslebend. Daher sagte Schiller: „Spricht die (einheitliche) Seele, ach, spricht die Seele mit mehr.“ Jetzt wissen wir warum. Sprechen ist Vereinzelung.

      Und nun? Nun schauen wir einmal, wie der Sprecher sich sprechend auswirkt. Wo? Im Gegebenen. Vom dem wissen wir inzwischen, wer der Geber der Gabe ist. Der sich selbst auslebende und dabei aussprechende Anfang.

      Sprechen ist stets Fürsprache. Wofür? Für die Einheit dessen, der sich ausspricht. Einheit bedeutet hierbei: Leben. Zudem wissen wir: Das Leben will sich selbst. Also Leben. Mithin in stetiger Änderung leben. Von der Änderung wissen wir: Sie ist das Gegebene.

      Spricht das Sprechen sich allein im Gegebenen aus? Wofür diese Frage? Für diese: Wie ist das Verhältnis des in sich selbstständigen Denkens zur gegebenen Welt? Kann es „in sich“ etwas „sehen“, das einerseits seinem Wesen zugehörig ist und andererseits zugleich auch Wesen davon sein kann, das dem Denken entgegensteht? ( s. Absatz III )

      Also: Ist das Denken, ebenso wie das Gegebene, das Sprechen aus dem Anfang, eben dessen sich aussprechen? Vom Denken wissen wir: Es ist zugehörig dem Eigenschaffen, eben dem Eigner des Lebens. Da das in sich selbst im Anfang lebt, daher ist dessen Denken das Denken des Anfangs. Zudem wissen wir: Denkend erzeugt der Anfang den Zusammenhang seines Sprechens. Also den seiner Verschiedenheiten, als das Gegebene. Mithin: Denkend spricht der Anfang seinen Zusammenhang aus.

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    11. Zurück an den Textanfang. Du sagst: „Und weil das Denken prinzipiell von gleicher Natur ist wie die göttliche Kraft selbst, sie dem Menschen aber nur anteilig zur Verfügung steht, muss der "Rest" ihn, den Menschen umgeben, sprich, er ist nicht "allein" bzw. nicht alles!“

      Was „dieser“ Rest ist, sagst Du selbst. Hiermit: „den Menschen umgeben“. Also das Gegebene. Als das ist das eine Gabe. Also Fähigkeit des Gebers. Von dem Geber wissen wir: Es ist das Wesen seiner Natur, sich so auszusprechen, dass es sprechend sich in Verschiedenheit, also in stetiger Änderung seiner selbst, sich „in sich selbst“ auswirkt. Mithin: Für den „Geber“ selbst gibt es kein ihm Gegebenes. Wer sollte so ein weiterer Geber auch sein! Denn: Im Anfang bedeutet: Aus Bestimmungslosigkeit in Selbstbestimmung sich auswirkend.

      Eben gesagtes besagt also zudem auch das noch: So jemand von der Umgebung als dem Gegebenen spricht, so ist das also die für „ihn“ erlebbare Erscheinungsweise des Lebewesens, das sich in seinen Gaben, eben Fähigkeiten, darlebt. Das es „so jemand“ wie gegeben erscheint, das ist wofür gut?

      Das ist dafür gut, dass das Leben selbst, sich in seinen Einzelheiten, also in seiner Gütererzeugung, also in aus Güte erzeugter Verschiedenartigkeit, so auszugestalten streben kann, dass es darinnen mehr und mehr sich in Übereinstimmung mit seiner Ursprungsstimme, also dem Sprache sprechen, empfindet.

      Es will also nicht allein als das ganze Leben sich in seiner Einheit erleben, sondern es will in jedem seiner Teile sich zunehmend mehr so erleben, das die „Teile“ Mitsprache erheben können. Wofür? Dafür, dass dem Leben selbst, aus seinen „Teilen“, etwas zuteil wird. Was? Das, was es allein dabei erzeugen kann, indem es sich „teilt“. Was ist das? Das ist die Anteilnahme. Oder: Das Mitgefühl. Oder: Das in der Mitsprache, also im Mitfühlen können der „Teile“, dass dabei, eben in dessen warmen Atem, das Können sich zu entflammen beginnt, dem die „Teile“ ihr Dasein verdanken.

      Diese Teile sind, wie bereits gesagt: Güter. Als das verdanken sie sich einer Gütererzeugung. Wer Güter erzeugt, der erzeugt die also aus Güte. Da erzeugen ein Vorgang im Willen ist, daher ist so ein erzeugender Wille, der gute Wille. Da dieser gute Wille sein Wollen dafür auswirkt, dass er in seinen Teilen, also hier in seinen Einzelmenschen, sich zunehmend in Übereinstimmung mit sich selbst wie in Mitsprache empfindet, eben in Mitgefühl, also in gutem Willen, daher ist das dafür verantwortlich zeichnende Lebewesen der absolut gute Wille.

      Absolut bedeutet? Selbstgeburt. Wie? Aus Güte. Als was? Als Gabe. Wofür? Für Mitgefühl. Wobei? Im Miteinander. Wessen? Der „Teile“. Deren Tun in Mitgefühl ist? So in Tätigkeit zu „sein“, wie es das Wesen ist, dessen Gabe sie sind. Dem sie also ihr „Da“- Sein verdanken. Wie ist der Geber? Gütig! Wobei? Im Geben seiner Gaben? Diese Gabe nennen wir: Das „Da“-Sein. Sagte ich eben, > so in Tätigkeit zu „sein“, wie es das Wesen ist, dessen Gabe sie sind.< Also sage ich abschließend:

      So im „Da“ -Sein in der Tätigkeit zu „sein“, der jegliches Dasein sich verdankt. Wer so im Dasein zugleich aus dem Sein, also dem Ursprung heraus tätig ist, der handelt wie? Gütig aus Güte. Gütig ist der Anfang. Na, so gütig bin ich nun auch wieder nicht, als das dieser Text daher sein Ende nicht findet. Daher: Ende des Textes.


























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    12. Hallo Burghard,

      ...ich möchte eigentlich die ganze Zeit vom Menschen selbst runterkommen, die Blickrichtung wenden und neben dem, wie er von seinem Zentrum her sich zu äussern vermag, mehr hinschauen auf das Phänomen Mensch selbst, es zumindest versuchen. Zu staunen darüber, sich zu fragen wie das geht, dass er es überhaupt vermag, dieses Denken, in dem ich das Urtätigsein an sich sehe, das wiederum von ihm selbst geführt wird, geführt sein will von Mir, bevor Ich es in den Umsetzungs-Willen lenke.

      Ich vermag nur dann etwas zu bedenken, wenn ich etwas sehe, auf welche Weise auch immer, ich muss was sehen. Das Urwesen des Denkens muss demnach Licht sein, absolut neutral und ungeformt ohne jeden Eigenwillen, denn es macht sichtbar, damit ich zu be-denken vermag. Zusammenfassend wäre mir Denken das rein geistige Schöpfertum im Namen des Lichts, jener komplett selbstlosen und neutralen göttlichen Substanz, die in der Lage ist, geführt und geformt, alles hervorzubringen. Licht als die göttliche Urenergie.

      Ich, mein Ich, ich selbst wes(t)e im Licht, von dem ich nehme und durch mein wachsendes Vermögen vermittels meiner Werkzeuge, die sich immer mehr auffächern und differenzieren, arbeite ich an mir, ich schaffe mich selbst.

      Der von Dir zitierte Umraum, "Rest", --

      "„Und weil das Denken prinzipiell von gleicher Natur ist wie die göttliche Kraft selbst, sie dem Menschen aber nur anteilig zur Verfügung steht, muss der "Rest" ihn, den Menschen umgeben, sprich, er ist nicht "allein" bzw. nicht alles!“

      ist von mir in dem Sinne gemeint, dass ich mich erlebe als ein denkend Tätiger - mit all dem wie das so abläuft - in einer geistigen Umgebung sich Befindender, von der ich so gut wie nichts mitbekomme, aber spüre, dass ich hier nicht allein bin, sondern wahrgenommen werde und hier, bzw. dort etwas waltet, dass ich als gesetzmässig bezeichnen würde, möchte, Moral z.B. als das mich hier umgebende "Naturgesetz".

      Sehe, sähe ich nur mich mit meinen Gaben, käme ich mir vor wie ein Verlorener, Vergessener, Blinder, der eigentlich aus seiner Willkür heraus vor sich hin werkelt und sich daran ergötzt, zu was er alles fähig ist. Und die, die mir zusehen ... sehen, dass ich nur dann wirklich erwache für meine Umgebung, wenn ich aus meinem TuTraum mich erhebe.

      Wenn ich mich, diese Szene anschauend, frage, wann ich zu bemerken beginne, dass ich nicht allein bin, hier, würde ich sagen dadurch, dass ich bewusst auf--hören würde - im doppelten Sinne dieses Wörtchens - mit dem, was ich bislang selbst als Tätigsein erlebe. Innehalten und hören, lauschen, aus mir heraustretend, im Bilde mein Tun hereinnehmend und es wiederum aussendend als ein lauschendes Fragen.

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    13. Hallo Manfred,

      mein inneres Auge, das sieht bereits wiederum an die 7000 Textzeichen. Die sind aktuell das Kleid, das das Topmodel mir auf dem Laufsteg vor Augen führt. Sehen kann ich sie, da sie im Lichte der Sonne erscheint. So wie der Mond. Auf dem Flyer, den ich in Händen halte, ist ihr Name abgedruckt. Frau von Luna.

      Obwohl ein weiterer Vorname von mir Peter ist, will ich hier im Weiteren nicht Peterchens Mondfahrt zum Besten geben. Sind wir doch hier Gäste im Blog. Meiner Sicht nach ist das Thema „Karma und Liebe“ sprechend zu Wort gekommen. Da ich auch weiterhin Wort halten will, ziehe ich hier jetzt wiederum meine Fühler ein. Für das vom Model vorgeführte Kleid werde ich veranlassen, dass es mir zurückgelegt wird.

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    14. Hallo Burghard,

      ...ja, der ätherische Laufsteg ist schier unendlich -- das sind alles die eigenen Bilder, Ab-Bilder, vielleicht auch nur Karma oder Phantasie, zieht man den Stecker dieses Laufbands, dann wird´s zunächst einmal ganz still und dunkel, aber allmählich "sprechend" -- und ab hier, da frage ich mich und fragte Dich, ob Du wirklich allein bist, jenseits Deines dann nötigen Willens, um auch hier zu verstehen? Wenn Phantasie erstirbt und Imagination ersteht, mit wem spreche ich dann? Nur mit mir, aus mir selbst?? Inspiriere ich mich selbst, um im nächsten Schritt intuiert zu sein??

      Wenn wirk-lich gedacht wird, bin ich dann wirklich allein?

      Ich finde schon, das passt alles auch zum Thema Karma :-)

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    15. Hallo Manfred,

      zur Erinnerung: >>Steiner sagt: Das «Ich» bleibt als die eigentliche Wesenheit des Menschen ganz unsichtbar. Treffend nennt daher Jean Paul das Gewahrwerden des «Ich» eine «bloß im verhangenen Allerheiligsten des Menschen vorgefallene Begebenheit». Denn mit seinem «Ich» ist der Mensch ganz allein. - und dieses «Ich» ist der Mensch selbst. Das berechtigt ihn, dieses «Ich» als seine wahre Wesenheit anzusehen.

      Niemals kann der Name «Ich» von außen an mein Ohr dringen, wenn er die Bezeichnung für mich ist. Nur von innen heraus, nur durch sich selbst kann die Seele sich als «Ich» bezeichnen.<<


      Was ist das Tun des Ich? Picasso sagt: Die Inspiration existiert, aber sie muss dich bei der Arbeit finden. Arbeit.

      Steiner sagt, dem Sinne nach: Höhere Geistorgane können als das, allein in Tätigkeit bildend, im Erleben auftauchen. Das Ich kann allein in dessen Tätigkeit erlebt werden.

      Steiner sagt direkt: >>Aber das Ich nimmt in sich die Strahlen des Lichtes auf, das als ewiges Licht in dem Menschen aufleuchtet. Wie dieser die Erlebnisse des Leibes und der Seele in dem «Ich» zusammenfaßt, so läßt er auch die Gedanken der Wahrheit und Güte in das «Ich» einfließen.<<

      Aus: Theosophie - Das Wesen des Menschen - I V

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    16. Hallo Burghard,

      "Steiner sagt: Das «Ich» bleibt als die eigentliche Wesenheit des Menschen ganz unsichtbar."

      manroe sagt, alles was ich sehe, das bin nicht Ich. Und ich bin mit meinem Ich in guter Gesellschaft ?? Ja, oder Nein? Ich will ja nicht mein Ich sehen und dann glauben, ich wäre nicht allein :-)

      Es gibt ja von Steiner genügend weniger abstrakte Hinweise über die diversesten Wesen ... und würde von Dir nur gern mal hören, ob Du der Ansicht bist, daran glaubst, meinst es teilweise denkerisch belegt zu haben oder gar glaubst belegen zu können, wie auch immer, ob Du als geistiges Wesen/Mensch/Individualität durch/vermittels Deines Denkens dasjenige hervorrufst/erzeugst/bildest... was wir/man die Geistige Welt nenn(en)t, oder ob z.B., Michael (der wahre) ein wirkliches Wesen ist, oder lediglich ein Erzeugnis menschlichen Glaubens und ob dann ganz generell mögliche weitere Wesen am Leben erhalten werden durch irgendwelche noch mystisch verhafteten Regungen ... ?

      Es wirkt vielleicht so, als würde ich Dich jetzt irgendwie festnageln wollen, aber dem ist nicht so, mein Beweggrund ist der, dass an dem "Ort", an dem ich diese Frage stelle sich mir eine gewisse "Y"-"Weg"-Gabel zeigt und durch sie zwei prinzipiell verschieden sich zeigende Haltungen. Und an jener "Gabel" würde ich gern, ganz generell, bestimmte Gedankengänge beginnen lassen, damit man nicht wie so häufig drumherumeiert an und mit den Äusserungen, die sich so ergeben und die zumeist im Dunkel verschwinden, weil eigentlich keiner mal darüber spricht oder sich traut... Es gibt hier in Kiel einen Kinderladen der da heisst "Trau Dich", das finde ich ganz wunderbar :-)
      -------------------------
      Steiner sagt direkt: >>Aber das Ich nimmt in sich die Strahlen des Lichtes auf, das als ewiges Licht in dem Menschen aufleuchtet. Wie dieser die Erlebnisse des Leibes und der Seele in dem «Ich» zusammenfaßt, so läßt er auch die Gedanken der Wahrheit und Güte in das «Ich» einfließen.<<

      Was Steiner hier sagt ist ganz in meinem Sinne und konkret erlebt zeigt es sich ja/aber ganz anders als nur so in reiner Textform, die man dann in sich irgendwie mehr oder weniger hineininterpretiert, falls man nichts anderes bemerkt.

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    17. Hallo Manfred,

      Die Geisteswissenschaft von Steiner, mit der befasse ich mich, inzwischen zunehmend mehr, allein in den Regionen, in denen ich selber tätig bin. Das bringt mit sich, indem ich Steiner lese, immer wieder erneut dieses, von dir hier eingeführte Y, in mir aufzubauen. Irgendwo sagt Steiner: Für die geistige Welt gilt: Die Wahrnehmung folgt der Begriffsbildung.

      Da ich als Maler mit Begriffen in Bewegung arbeite, daher gilt für mich: Die Trauung von willentlich gebildeten reinen Begriffen mit den Vorgängen im Willensleben selbst, in denen diese Begriffe sich auswirken. Das geht dabei immer hin und her. Mal belebt mein Tun den reinen Begriff, ein andern mal führt mich die Folgerichtigkeit reiner Begriffe so durch das Willensleben, dass es sich freier auszugestalten beginnt. U.s.w.

      Zurück zu Steiner: Die Wahrnehmung folgt der Begriffsbildung. So es also dabei gut geht, also beide „Pole“ füreinander tätig werden, so geht es immer mehr dahin: Belebte Begriffsbildung weckt mich auf für noch von mir verschlafene Willensvorgänge. Einfach dabei: Belebte Begriffe sind wie der Kuss, mit dem Dornröschen aus ihrem hundertjährigen Schlaf geweckt wurde. Als wer wurde sie geküsst? Als eine schlafende Schönheit. Hier gilt: Gleiches wird durch gleiches erkannt. Das bedeutet: Reine Begriffsbildungs ist die Ausbildungs einer schönen Gestalt. Daher nennt Steiner seine PdF. eine künstlerische Begriffsbildung.

      Zu dem (wahren) Michael: Steiner entnehme ich: Dabei geht es um Mut. Du sagst oben: „Trau Dich.“ Dir entnehme ich, Mut ist also ein Tun, bei dem man sich auch traut. Trauen ist mir nun der Vorgang, der die Ehe beschließt. Ehe ist Zusammenarbeit. Wovon? Für mich: Ich wiederhole:

      >Da ich als Maler mit Begriffen in Bewegung arbeite, daher gilt für mich: Die „Trauung“ von willentlich gebildeten reinen Begriffen mit den Vorgängen im Willensleben selbst, in denen diese Begriffe tätig sind.<

      Wieso bedarf es dafür des Mutes? Nun, so manches Bild ist im Werden bereits sehr schön. Aber: Es „wird“ nichts. Warum, das bleibt vorläufig allein meine Sache. Wer alles gegeben hat und dann, weil es nichts wird, zerstören muss, damit es anders weitergehen kann, der zerstört dabei stets zugleich seine augenblickliche Existenz. Denn: Für so ein "anders weitergehen", dafür gibt es keine Garantie. Das meinerseits zu: Mut. Oder dem (wahren) Michael.


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    18. Guten Morgen Burghard,

      ...zumindest mit in Deinem Mittelpunkt scheint zu stehen die Aussage Steiners: " Die Wahrnehmung folgt der Begriffsbildung."

      Mir persönlich ging es immer genau umgekehrt, ich habe in mir etwas vorgefunden, bemerkt, gesehen, das ich näher kennenlernen und verstehen wollte und mir dabei die Anthroposophie die genauere Formulierung bis hin zu Begriffen gegeben hat, an dem, was ich in mir bemerkte hat sich durch jene Begriffe allerdings kaum was verändert, bei mir ist es demnach genau umgekehrt. So betrachtet und auch durch die Jahre kann ich von mir sagen, dass ich die Anthroposophie "kenne", sie kommt mir bekannt vor, ist Bestandteil meines geistigen Atmens.

      Getragen von dieser inneren Anwesenheit bemerke ich an ihr und durch sie, dass sie Ausdruck lebendiger Gesetzmässigkeit ist. Für mich ist es völlig unverständlich, ja eigentlich unverstehbar, wenn man die geistige Welt nicht als lebendig erlebt.Und lebendig ist mir Ausdruck von lebendigen Wesen.

      Schon allein die ganzen in der Natur "verborgen" schlummernden aber sehr wirksamen Gesetzmässigkeiten, die können doch nicht Ausdruck sein, von ja von was denn, wenn nicht von (einem) tätig gewesenen lebendigen Geist(ern), der/die da erheblich bereits mehr wusste(n) als wir kleinen Menschenwesen hier.

      Du arbeitest, was (den wahren) Michael betrifft, mit dem Mut (auch), den man in Verbindung bringt mit Michael. Liesse ich mal den Michael weg und betrachte nur den Mut an sich, ja was erlebe ich denn dann daran? Mut, das ist ein ganzer Kosmos, durch und durch von Folgerichtigkeit und Impulsen durchzogen, die alle absolut sinnvoll und lebendig-kräftig sind, Mut ist bereits eine gegebene Tatsache, ein Vorbild, ein Wachstums- und Belebungsfaktor in den ich mich hineinzuarbeiten vermag und durch den ich wachse!! Siehst Du dieses Bild vor Dir ohne es "abzutöten"? Es ist nicht eingebildet, sondern abgelesen, hingeschaut... ganz ohne Namen, die derer vieler sein könnten natürlich, um diesem Wesen einen Namen zu geben, der lediglich uns in der Kommunikation behilflich ist.

      Was Du an und mit der Kunst erlebst kann ich sehr gut nachvollziehen, eigentlich malt man sich ja selbst, ganz konkret, erschafft sich, bestenfalls, wenn man seinen eigenen Bewegungen nachspürt und sie in den Aus-Druck bringt, man prägt sich, schafft seinen eigenen lebendigen Widerhall, eine Art umgekehrter Sprache, die, von den Werken aus auf mich geschaut, mich beschreibt, wir hören uns gegenseitig zu.

      Ich lese grad in GA 226, Schlafen, Wachen, Geburt und Tod -- und schon allein das, was im Schlaf so alles geschieht, FÜR MICH und AN MIR, das bin nicht ich allein und schon gar keine simplen Begriffe, die da an mir und mit und wegen mir, werkeln.

      In der Zusammenschau kann man sehen, dass der Mensch sich kennenlernt, insbesondere "heute" und fast ausschliesslich in "seinen" Begriffen sich aufhält und ich frage mich immer, WOFÜR tut er dies?? Warum hält er nicht mal inne, schlägt sein Buch zu, in das er unablässlich seine Nase steckt und bemerkt, dass er ein Buch liest, ein Buch, das Ausdruck ist von was oder wem?? Aus-Druck und Ein-Druck, da, mittendrin, da sitzt er der kleine Mensch und glaubt, weil er bereits ein wenig zu denken vermag mit Gott zusammen durch die Welt zu laufen. Mag sein, dass das ja auch stimmt, verbliebe dann nur noch sich dann zumindest mal die Größenverhältnisse beider Spaziergänger sich anzuschauen, aber wirklich mal hinsehen und wirken lassen!! :-)

      Lieber Burghard, ab hier jetzt nehme ich wahr, dass es eine "unendliche" Geschichte werden könnte, ich bedanke mich bei Dir für Deine Schilderungen und erinnere mich wieder, bzw. auch, daran, dass wir hier Gäste sind. Ich hoffe wir hören/lesen noch voneinander.

      lG
      Manfred

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  15. Ich wüsste immer noch gerne, ob du, Michael, meinst, Steiner habe sich alle dies Geschichten nur ausgedacht. Oder habe sich von seinen eigenen Sehnsüchten verführen lassen und in Phantasien hineingeraten. Ob du eine Gleichsetzung machst zwischen Steiner und allen möglichen Anthroposophen, die den Begriff "Karma" zur Rechtfertigung ihrer erotischen Abenteuer verwenden. Und wo du dann die Grenzen der Glaubwürdigkeit Steiners auch in anderen Angelegenheiten siehst. Ich finde das wichtig.
    Wie sehen das denn die anderen?
    Aber in erster Linie geht die Frage an Michael.

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    1. Warum willst Du das wissen? Es kommt nicht darauf an, was ich denke, sondern darauf, welche Fragen ich in Anderen damit aufwerfe. Wenn es so aufrührt, dass es Beiträge wie von Burghard anregt, dann ist es gelungen und gut. Ich spiele keine Rolle als die des Aufrührers. Das, nicht um Urteile von mir zu transportieren und irgendwie "recht zu haben", sondern um zur Fragestellung anzurühren. Da Du es aber unbedingt wissen möchtest, hier meine Meinung: Steiner war kein Zahnarzt. Er war in vielfacher Hinsicht bis auf die Knochen erschöpft. Er hatte auch schon die Krankheit im Leib. Er hatte auch diese Neigung zu sehr starken Frauen. Und er fühlte sich - wahrscheinlich aus den von ihm angegeben Gründen- von Ita Wegman auf besondere Weise verstanden, und umgekehrt. Aber es war nicht klug von ihm, es auf diese Weise auszusprechen. Es hat sich gerächt, und ich denke, dass es Ita Wegman geschadet hat. Es hat letztlich die Bewegung als ganze zerrissen. Hier liegt ein wesentlicher Anteil für das größt mögliche Zerwürfnis, und es geht auf Steiner selbst zurück.

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    2. Sehr geehrter Herr Eggert,

      meinen Sie nicht, dass es reichlich spekulativ und sehr wahrscheinlich auch ungerecht ist, nach so langer Zeit einfach die Hauptschuld am Zerwürfnis der Bewegung Rudolf Steiner selbst in die Schuhe zu schieben, sämtliche anderen Beteiligten damit geösstenteils entlastend?

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    3. "Schuld" ist in gar keiner Hinsicht adäquat. Steiner hatte ja noch mit der Weihnachtstagung versucht - geradezu verzweifelt versucht-, der Bewegung eine andere Dynamik zu geben. Er ist gescheitert. Das Ganze allein auf seine Schultern zu heben, war eben zu viel für seine Kräfte. Man muss dazu seinen ganzen totalen Einsatz sehen, über viele Jahre hinweg. Das ging bis zur Selbstaufopferung. Bei Wegman hatte er vielleicht gehofft, auf Wissen, Verstehen und Liebe zu treffen. Ich sehe daran nichts im Geringsten ehrenrühriges, und es ist selbstverständlich eine Interpretation, von mir aus spekulativer Art. aber es kratzt natürlich am Nimbus des "Über - Menschen", den manche Anhänger gern zelebrieren.

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    4. Nur "am Nimbus des Übermenschen kratzen" wäre ja völlig in Ordnung, das tue ich ja auch manchmal gerne...;-)
      Problematisch wird es meines Erachtens nur, wenn wie in diesem speziellen Fall, damit gleichzeitig andere Verantwortlichkeiten relativiert werden.

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  16. Hallo Rudolf, ich lese gerade bis dahin, finden den Stil Deiner Gedankenzusammenstellung angenehm, fühlt sich so an, gehe innerlich mit, lese bis zu diesem Satz:

    "Offengelegtes Geheimwissen verliert seine Wirksamkeit."

    Und in der Erinnerung taucht auf, wie bei einem "Computergedächtnis", Steiner hat genau auch das umgekehrte mitgeteilt. Klar, man/frau soll nichts von seinen Plänen sagen, weil der Plan dann an Kraft verliert, so Steiner. Nun gehe ich selbst - und schreibe damit etwas, was Behörden direkt mitgeteilt bekamen - so mit den (meinen) Mitteilungen um: es ist an die Menschen gerichtet, aber gleichzeitig schreibe ich im Bewußtsein, eine Geistige Welt lebt mit dem Impuls. Geprägt bin ich durch eine sehr frühe Aussage von der Generalsekretärin der AAG-Deutschland Clara Kreutzer, die einmal sagte, wir sollten Augen und Ohren für die Geistige Welt sein. Es bedeutet aber auch, die normale Vorstellung der Allwissenheit der "Geistigen Welt" (vielleicht sogar von "Gott") funktioniert gar nicht so, wie wir es mit "Religion" eingeimpft bekamen. Knallhart formuliert, was kann Christus als Wesenheit der Menschheit geben, wenn er selbst nicht das Wesen der Frau bis herab der sexuellen Vereinigung erfahren hat, also nicht nur den "Tod" geschmeckt.... .! Ich erinnere mich gerade an einen bekannten indischen Heiligen, der auch im Westen verehrt wird, fand eines Tages ein Buch, wo er eine Meditationserfahrung erzählte. In den Visionsbildern öffneten sich immer weitere Türen, Tore, immer neue Geheimmnisse wurden ihm offenbart, bis ein letztes Tor vor ihm stand. Er wußte hier ist das göttlichste Geheimnis verborgen. Die Tore öffneten, was sah der Heilige als Ausdruck der göttlichen Liebe, wonach seine Seele so sich sehnte: ein kopulierendes Hundepaar. Das war die göttliche Offenbarung für ihn.

    Zurück zu Deinem Satz. Steiner weist uns darauf hin, wie offengelegtes Geheimwissen dazu benutzt wird, Menschen seelisch-geistig zu lähmen. Das heißt, es wird gerade mit solch okkulten Methoden Einfluß auf die Menschheit genommen. Es verliert gerade nicht seine Wirksamkeit im Einzelfall. Bei allem Unsinn oder Sinn des blogs, entfaltet er auch seine Wirksamkeit. Als ich gestern die heute show im ZDF sah, wunderte ich mich etwas, weil der "Dicke" (mir fällt der Name gerade nicht ein) mehrmals das Wort "Karma" betonte, wie ein Klang als wird hier mitgelesen, wo wir hier um Karma debattierten und in der Woche zuvor, das Kruzifix in der heute show seine Rolle hatte. Nur vergessen die Menschen eins, in den Nächten sind wir auch "zusammen". Also es braucht hier nicht mitgelesen werden, wir sind verbunden und was ich nun aus Deinen Worten lese ist der Wille, der Wunsch zur Freiheit und der berechtigte Gedanke, es kann sein, "ihr" Anthroposophen merkt gar nicht.... ...stimmt. Ich weiß ja nicht, seit wann Du mitliest. Kann es nicht sein, hinter all den Persönlichen Dramatiken, an denen wir uns ausgiebig herumbeißen können, webt doch ahnend etwas, was bis in das Individuelle fruchtbar wird.

    Einige Minuten später.
    Hatte den Text weggelegt,
    aus Neugierde Deinen Text fertig gelesen, all die weiteren Texte gelesen,
    der Klang der Worte von Burghardt Schild zu „Karma“ hat mir gefallen,
    sehe fast gleichzeitig von ihm, wie die heute show, hereingestellt. Mir kam so vor,
    der „Dicke“ (meine das lieb) hatte mit dem wiederholten „Karma“-Ruf etwas wachrufen wollen.
    Er knallte irgendwie irrational ins Publikum.

    Lese dann die weiteren Fragen und Antworten zu Karma... .
    .... beschließe den aufgesetzten Text zu veröffentlichen, unverändert...


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    1. Nachtrag,
      der indische Heilige war "Ramakrishna"

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    2. Lieber Ernst,

      Ja, ich denke auch dass gewisse Kreise bewusst versuchen nicht nur mit geheimgehaltenem, sondern auch mit offengelegtem "Geheimwissen" Menschen seelisch geistig zu lähmen.
      Wie du richtig sagst, verliert dieses Geheimwissen im Einzelfall trotz Offenlegung nicht seine Wirkung. Aber den "Einzelfall" können wir in der Hand haben, wenn wir es denn wollen.
      Vielleicht kommen wir hier zum Knackpunkt des Ganzen. Es kommt hier auf unser eigenes Bewusstsein an. Wenn wir jetzt dazu übergehen würden, das empfangene Geheimwissen als eine Art übergeordnete Lehre, als eine Art Religion oder sonstwas geradezu Heiliges, z.B. von einer höheren Instanz geoffenbartes wahrzunehmen und demzufolge zu verehren, dann hat es uns schon in seinem Bann. Dann sind wir verloren.
      Wir müssen es schlicht und einfach als etwas von Menschen Ersonnenem wahrnehmen, im Bewusstsein, dass es nichts anderes sein kann.
      Das ist der Schlüssel zur Freiheit und zu unabhängigem und freien Denken und Empfinden. Nur in diesem Fall verliert es seine Wirksamkeit über uns. Nicht aber jene durch unsere Anwendung, was ja das Ziel Steiners war, aber eben leider nicht aller seiner Nachfolger.

      Das Wesentliche ist also die Tatsache, dass Steiner mit Sicherheit nicht wollte, dass das "Wissen" uns beherrscht, im Sinne eines nicht hinterfragbaren Glaubens oder Religion. Dass es uns also gefügig macht und in geistige Gefängnisse treibt.
      Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass er seine Mitteilungen in den Dienst der Menschheit stellte, den Menschen Werkzeuge geben wollte, die sie sowohl für sich selbst, als auch für andere Menschen nutzen können.
      Dass sie durch diese Wekzeuge also selbst zu Herrschern über sich selbst und nicht zu Beherrschten werden.

      Wir haben also die Wahl gläubige, religiöse und daher vom Wissen (und anderen Menschen) beherrschte Anthroposophen zu sein, oder aber freie, unabhängige uns selbst beherrschende Menschen zu werden.

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    3. "Wir müssen es schlicht und einfach als etwas von Menschen Ersonnenem wahrnehmen, im Bewusstsein, dass es nichts anderes sein kann."

      Zusammen mit den unmittelbar zuvor dargestellten Gedanken ergibt sich etwas, das nicht möglich ist. Wenn Steiner über die Nachtsphäre schreibt, so stelle ich fest, es ist nicht vom ihm "Ersonnen", sondern ich kann selbst überprüfen, in der Nacht kann ich ein leibfreies Denken erfahren. Lehne ich Steiners Darstellungen der Welt als bloß "Ersonnenes" ab, weil "ich" befürchte, es könnte mein Bewußtsein "bannen", dann entspräche es, als würde ich mich fürchten, Sauerstoff zu mir zu nehmen, weil es ein "fremder" Stoff sei.

      Natürlich können Deine Gedanken zu Ende gedacht werden, dann bleibt nicht einmal ein "Ich" mehr übrig.

      "Wir haben also die Wahl gläubige, religiöse und daher vom Wissen (und anderen Menschen) beherrschte Anthroposophen zu sein, oder aber freie, unabhängige uns selbst beherrschende Menschen zu werden."

      Du verbindest "gläubig", "religiös" in nicht vorhandener Kausalität zur Geisteswissenschaft Steiners. Der Ansatz ist ganz anders. Das Ich kann von großen Selbstzweifeln gerade durch seine Hinweise ein persönlich-religiöses Empfinden erfahren, das weit außerhalb kirchlicher Strukturen die Natur, die Kunst und den Menschen erlebt. Du stellst eine Wahl zwischen zwei konstruierten Polen, welche dem Leben nicht entsprechen, es sind Konstrukte. Kann es "unabhängige uns selbst beherrschende Menschen" geben?! Ohne "Deine Mutter", "Deinen Vater", die sich in sehnsuchtsvoller Hingabe, oder begehrender Lust verbanden, würde es "Dich" nicht auf der Erde geben. Wo ist "Unabhängigkeit". Nehmen wir die Rätsel an. Mein "Werkzeug" verdanke ich einer Linie der Menschheit, ihrer Entwicklung. Ich will hier andeuten, die Traum-Vision mit den zwei Päpsten der Gegenwart hat etwas mit den 2000 Jahren Geschichte des Christentums zu tun. Wenn Deine Gedankenkonstruktionen nicht bloß Ausdruck eines Willens der Vernichtung des Impulses von Steiner ist, wie es Dein Vorschlag mit "Ersonnenem" darstellt, eine "Selbstvernichtung", dann muß mit der Geschichte gearbeitet werden. Ich hatte heute Morgen einen ganz anderen Text aufgesetzt, aber weil "zufällig" im Deutschlandfunk parallel ein "Freimaurer" interviewt wurde, der gekonnt durchaus in Deinem Sinne sprach, von den Logen, dem Männerbund, der Angst der Männer vor Frauen, aber es gäbe auch gemischte Logen, von Ritualen, Einweihung, also ganz das "Gefangennehmende" und am Ende die Interviewerin ihn abschnitt, weil er sagte, er wollte eigentlich noch mehr "Geheimnisvolles" berichten, da war der Text zu persönlich von meiner Seite, löschte ihn. Denn irgendwo ist etwas Berechtigtes in Deinem Impuls, die Menschen geben sich gerne in ein Geistiges Gefängnis, wollen sogar offensichtlich beherrscht werden. Sie wollen aber auch nicht "befraut" werden.
      Also ist "Angst", geschürt, erzeugt, oder aber in uns existent, ein Motiv "Kirche" zu bilden und damit sich automatisch von "Menschheit" abzuschnüren.
      Mir kommt das nun beim Schreiben, das Problem wird durch "Technik" offenbar.
      Äußerlich verbinden wir uns und innerlich bleiben wir mit "Kirche" stehen.
      Ein Dilemma, nicht nur böser Wille der "Beherrscher" oder Dummheit der "Beherrschten".

      .... .......
      ..................................

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  17. Hallo Ernst, "der Dicke" aus der Heute-Show heisst Gernot Hassknecht.

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    1. Danke Rainer, wollte nachschauen, beim "Inder" half mir mein weibhliches Gedächtnis (Ehefrau), so den Namen zu lesen, unglaublich, was die Menschen hervorbringen "Hassknecht", da verbirgt sich eine ganze Philosophie.....

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    2. Richtigstellung,
      also, der "Dicke" ist "Oliver Welke"
      denn der sagte das wiederholt mit "Karma".

      Beim Vergleich, beide Namensträger haben ein ausgeprägtes Gesichtsvolumen.
      Mein Unterbewußtsein reagierte, spürte, das stimmt was nicht,
      nun die Richtigstellung, eben alles "Karma"......

      http://www.zdf.de/heute-show/heute-show-Das-Team-28623882.html

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    3. Stimmt, die sind beide etwas rundlich, ich schätze die Sendung sehr, niveauvoller Humor.

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    4. "Liebe Mysa. Über Karma und Liebe"

      Die Verbundenheit welche wir im Einzelnen mit Rudolf Steiner erleben, führte uns hierher, ob in Sympathie oder Antipathie und wir haben sogar persönliche Erfahrungen ausgetauscht, damit den Versuch gewagt, uns miss zu verstehen, oder nahe zu sein. Ich selbst habe ausgiebig dargestellt zur Freude oder Unfreude. Wir haben nun dank des "Hausherrn" etwas in die "Liebesverhältnisse" von Rudolf Steiner geblickt und irgendwie ist es selbstbeschämend so nahe zwei Seelen zu berühren, wo wir selbst auch nur Fragende sind, irgendwie auf dem Weg. Ich hatte nun durch das Buch von Wilhelm Schlötterer zwei andere Ehen berührt, wobei ich selbst karmisch verstrickt bin, beide haben mit Waldorfschule zu tun, Kind, Enkelkind, Kohl, Strauß.

      Ich verdanke nun meiner Ehefrau einen Hinweis auf Jung, welchen ich bisher nicht kannte. Nun finde ich heute Morgen einen Hinweis des Sohnes eines Sufimeisters, der von Rudolf Steiner durch das im Bau befindliche Erste Goetheanum geführt wurde, er verweist auf Jung:

      http://www.youtube.com/watch?v=K08CI7Fcf0c

      Die Worte Jungs sind erhellend für das Bemühen Rudolf Steiners. Sie sind entnommen dem Buche "Lexikon der Symbole" von Wolfgang Bauer, Irmtraud Dümotz, Sergius Golowin:

      "Volksreligion und esoterische Lehre aber standen im Christentum nicht in jener freundschaftlichen Beziehung zueinander wie in den asiatischen und orientalischen Religionen. Obwohl das einfache Volk eingestandenermaßen die esoterische Lehre Christi, den asketischen Weg der Loslösung des Geistes von der materiellen Welt nicht verstehen konnte, verursachte man über Mittelsmänner, die Priester nämlich, dem Volk einen verdünnten Trank der christlichen Weisheit einzuflößen, statt ihm das Vergnügen zu gönnen, mit seinen volkstümlichen Götzen glücklich zu werden. Der Prozeß der Läuterung der Seele wurde stellvertretend von den geweihten Priestern fürs Volk vollzogen. Zu bestimmten Zeiten war es sogar verboten, eine Bibel zu besitzen. Der Stellvertretungsanspruch der christlichen Priester hatte die üble Konsequenz, daß fast jedes Wissen um menschliche Erfahrungsprozesse im allgemeinen Bewußtsein verschüttet und das Volk dumm gehalten wurde.
      Zwar wurde auch in anderen Religionen ein bestimmtes Wissen geheimgehalten, weil es nämlich nur aus eigener Erfahrung, die meist jahrelange Übungen voraussetzte, verständlich war. Der Unterschied ist aber der, daß z.B. die Asiaten nicht auf die Idee kamen, ihre Schriften und ihr Wissen einerseits geheimzuhalten, andererseits aber darauf zu bestehen, daß die einfachen Leute das, was sie nicht verstehen konnten nichtsdestotrotz glauben mußten. Aus dieser absurden Situation der Wissensvermittlung in der christlichen Kirche erwuchs eine Struktur, die Jung wie folgt beschreibt:
      "Die christliche Kultur hat sich in erschreckendem Ausmaß als hohl erwiesen: sie ist äußerliche Politur; der innere Mensch aber ist unberührt und darum unverändert geblieben. Der Zustand der Seele entspricht nicht dem äußerlich Geglaubten. Der Christ hat in seiner Seele mit der äußerlichen Entwicklung nicht Schritt gehalten. Ja, es steht äußerlich alles da in Bild und Wort, in Kirche und Bibel. Aber es steht nicht innen. Im Inneren regieren die archaischen Götter, wie nur je; d.h. die innere Entsprechung des äußeren Gottesbildes ist aus Mangel seelischer Kultur unentwickelt und darum im Heidentum steckengeblieben. Die christliche Erziehung hat zwar das Menschenmögliche geleistet; aber es genügte nicht. Zu wenige haben es erfahren, daß die göttliche Gestalt innerstes Eigentum der eigenen Seele ist. Ein Christus ist ihnen nur außen begegnet, aber nie aus der eigenen Seele entgegengetreten... " S. 188

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    5. Fortsetzung:

      Ein Kapitel des Buches von Herrn Schlötterer lautet: "Die getäuschte katholische Kirche".
      Darin:
      " Oder wollten Bischöfe, Prälaten und Priester sich täuschen lassen? Dieser bisweilen zu hörende Vorwurf ist sicher unbegründet. Sie vermochten wie die Mehrzahl der Bürger wohl nicht zu glauben, dass die Taten der Politiker nicht mit ihren frommen Worten in Einklang standen. Der damalige Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein hingegen schrieb zutreffend nach dem Tod von Strauß, dass dieser "mit seiner Verachtung des Rechtsstaats unter der christlich katholischen Haube die gar nicht so alte Republik in Gefahr gebracht hätte". Natürlich traten alle CSU Politiker dafür ein, dass das Kreuz in den Klassenzimmern hängen blieb. Aber was an üblen Dingen geschah, davon hielt sie auch nicht ihr Amtseid ab, den sie stets unter der Anrufung Gottes ablegten. Papst Benedikt XVI. ließ sich ebenfalls täuschen, sagte er doch als Münchner Kardinal beim Tod von Strauß in seiner Predigt: "Wie eine Eiche stand er vor uns... .". Seite 255 in „Wahn und Willkür – Strauß und seine Erben oder wie man ein Land in die Tasche steckt.“

      Es wird nun manches klarer im Ringen Rudolf Steiners, seiner "Aufklärung" und der Geschichte der AAG, das Karma nach seinem Tode. Ich hatte in meiner Not, da Strauß uns die Kinder wegnehmen wollte (wusste das intuitiv), versucht, "magisch" zu handeln. Strauß war zufällig genau 81 danach zusammengebrochen, wobei ich dem Kultusministerium noch zu Lebzeiten von ihm einen Einschreibebrief sandte, in welchem eine Traum-Vision des Zusammenbruches von Strauß beschrieben wird. Die Behörden, die Gerichte haben diese Hinweise, hier keine Details. Es war am Todestag von Strauß, als ich am Morgen von "Dagmar" aus dem Buche "Brücke über den Strom" unerwartet geweckt worden war und deshalb ins Landratsamt fuhr, an dem Tage, da bereits vereinbart, die Kinder mit Ehefrau in die Waldorfschule Wernstein fahren sollten, weil die Behörden dies anregten und versprachen alle Kosten zu übernehmen. Aufgrund des "Weckens" durch Dagmar befand ich mich in einem besonderen Bewußtseinszustand... ..als Folge fuhr ich ins Landratsamt, welches sein Versprechen der Kostenübernahme zurücknahm. Wir erfuhren hierbei, Strauß hatte eingewilligt, uns die Kinder wegzunehmen. So hatte nur sein Tod dies verhindert. Wahrlich ein Mysteriendrama.

      Und nun zeigte mir die Traum-Vision mit den zwei Päpsten tiefere Zusammenhänge des Christentums. Der "egoistenblog" wurde mir zu einer gewissen "LEHRE", unabhängig welches Bewußtsein die Teilnehmer und der Hausherr haben.
      Die Gesellenprüfung steht an.....

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  18. Lieber Burkhard,
    viiiiiielen, vielen Dank für Deine Ausführungen und wie wunderbar und einleuchtend Du das alles dargestellt hast… :)
    Ich musste mich stark konzentrieren und vertiefen in die Ausführungen um dem zu folgen. Ich war soooo begeistert und habe immer mal wieder herzlich gelacht, das Lachen des Verstehens… :-)

    Liener Manfred,
    danke auch Dir von ganzen Herzen… :) Und danke für das innerliche UMDREHEN (das hast Du hier schon öfter erwähnt)… :) Das ist sehr hilfreich. Ich habe mir das als Bild an die Wand geklebt, oben steht: Innerlich Umdrehen! und unten: WER bewegt?

    Herzlichst Belinda

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  19. Liebe Belinda,

    ...schön von Dir zu hören und zu bemerken, dass man nicht allein ist :-)

    lG
    Manfred

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